Größtes NATO-Manöver seit 2006 in Lettland und Polen – U Poljskoj i Litvaniji se izvodi NATO-vojni manevar sa 6000 vojnika iz 28 zemalja!

Größtes NATO-Manöver seit 2006 in Lettland und Polen

6000 Soldaten proben den Ernstfall

In Lettland und Polen beginnt heute eine gigantische NATO-Übung mit rund 6000 Soldaten aus 22 Ländern. Das Bündnis will in höchster Alarmbereitschaft bleiben und sicherstellen, für den Ernstfall gewappnet zu sein.

Von Kai Küstner, ARD-Hörfunkstudio Brüssel

Ein Soldat der Bundeswehr-Marineschutzkräfte aus Eckernförde der Einsatzflottille 1 (Bildquelle: dapd)

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Seit 20 Jahren befindet sich die NATO ununterbrochen im Krieg.

Den Begriff Selbstfindungsphase hören NATO-Generäle nicht so gern. Aber dass nun neue Zeiten anbrechen, leugnen sie nicht: Seit etwa 20 Jahren, angefangen in Bosnien, führt die NATO im Grunde ununterbrochen Krieg. Diese Phase großer Einsätze geht mit dem scheibchenweisen Abzug der Kampf-Truppen aus Afghanistan langsam zu Ende. Auch wenn damit nicht Frieden auf Erden herrscht.

„Wir können selbst jeden Abend in der Tagesschau sehen, dass wir nicht in einer friedliebenden Welt leben. Die Politiker müssen die richtigen Entschlüsse treffen und entscheiden: Wo wollen sie die NATO in Zukunft einsetzen und wo nicht“, sagt Hans-Lothar Domröse, Befehlshaber des sogenannten „NATO-Allied Joint Force Command“.

NATO macht sich fit für die Zukunft
K. Küstner, NDR Brüssel
02.11.2013 01:44 Uhr

Wie bei einem Fußballer

Domröse war in den vergangenen Wochen damit beschäftigt, eine gigantische NATO-Übung mit 6000 Soldaten zu planen. Es ist die größte seit 2006. US-General Philip Breedlove, der Oberbefehlshaber aller NATO-Einsätze, erklärt: „Während wir dabei sind, die ISAF-Mission der Afghanistan-Schutz-Truppe herunterzufahren, ist es an uns, neue Arten von Training zu entwickeln, die sicherstellen, dass wir in höchster Alarmbereitschaft bleiben.“ Es sei wie bei einem Fußballer: „Wenn sie verhindern, dass der trainiert, verringern sich mit der Zeit dessen Fähigkeiten.“

Deshalb spielen nun 22 Nationen Krieg anstatt Taliban oder Al Kaida zu jagen in einem Land, das weit jenseits der Bündnis-Grenzen liegt. Sie spielen die Situation, dass der Feind das NATO-Territorium selbst angreift. Der gigantische Aufmarsch ist brisant: Er findet sozusagen vor der russischen Haustür statt – in Lettland und Polen.

NATO-Befehlshaber garantiert Transparenz des Einsatzes

„Wir verschweigen nichts“, sagt Domröse. Russische Vertreter, Medien und verschiedene Gäste seien eingeladen. Es herrsche völlige Transparenz und das Manöver richte sich nicht gegen Russland – „sondern gegen jeden, der irgendwie auf die Idee kommt, die NATO anzugreifen“.

NATO-Flagge

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Die Soldaten unter der NATO-Flagge sollen auf Trab gehalten werden.

Das Bündnis wolle mit dem Mega-Drill seine Eingreiftruppe „NATO Response Force“ auf Trab halten. Diese sei eine Art Feuerwehreinheit, die bislang bei Naturkatastrophen wie dem Hurrikane Katrina in den USA oder auch bei der Sicherung der Olympischen Spiele in Athen zum Einsatz kam. Es sei eine Art Abiturtest, erklärt Domröse. Es müsse nachgewiesen werden, dass die Truppe in der Lage ist, ein komplexes Kriegsszenario durchzuspielen und zu vernünftigen Ergebnissen zu kommen.

NATO in der Selbstfindung?

Während sich die NATO fit machen will für die Zukunft, wäre es aus Sicht vieler eigentlich angebracht, die Vergangenheit aufzuarbeiten – und sich zu fragen, was in Afghanistan eigentlich schief gelaufen ist, da in Europa und den USA eher eine „Nicht nochmal“-Stimmung herrscht.

Hinzu kommt die Finanzkrise: Die NATO muss beweisen, dass sie noch gebraucht wird, gleichzeitig aber sparen und außerdem einsatzbereit bleiben. Vielleicht ist sie also doch angebrochen – eine Phase der Selbstfindung.

Dieser Beitrag lief am 02. November 2013 um 05:15 Uhr im Deutschlandradio Kultur.

Stand: 02.11.2013 02:48 Uhr

Ovo je kultura na Kosovu: Oskrnavljeno preko 97 odsto spomenika Srbima

Ovo je kultura na Kosovu: Oskrnavljeno preko 97 odsto spomenika Srbima

groblje-spomenik-kosovo

Srbi su u subotu, na dan Mitrovskih zadušnica, organizovano i u pratnji KPS-a obišli groblje u južnom delu Kosovske Mitrovice i naišli na nova skrnaljenja nadgrobnih spomenika.

„Porušeno je više od devedeset sedam odsto nadgrobnih spomenika i posle čišćenja korova i drveća, oni koji su bili neoštećeni našli su se na udaru vandala“, kazao je protojerej Staniša Arsić.

On je dodao da su mu gradjani rekli da je sve što sa groblja moglo odneti odneto i da se pred svake zadušnice na groblju napravi haos.

„Nije nam jasno da još uvek postoje oni koji se nad spomenicima iživljavaju, ogorčeni smo, i mi sveštenici, koji delimo sudbinu naroda, nemamo reči za vandalizam koji se već 14 godina dešava pred očima medjunarodne zajednice“, kazao je Arsić.

(Beta)