Die sogenannten Jugendoffiziere der Bundeswehr üben scharfe Kritik an der Medienberichterstattung über den Krieg in Afghanistan

Newsletter vom 19.08.2011 – Referenten mit Einsatzerfahrung

BERLIN (Eigener Bericht) — Die sogenannten Jugendoffiziere der
Bundeswehr üben scharfe Kritik an der Medienberichterstattung über den
Krieg in Afghanistan. Die für die Propaganda gegenüber Schülern und
Studenten zuständige Militäreinheit greift unter anderem Medien an,
die kritisch über das im September 2009 auf deutschen Befehl begangene
Massaker in Kunduz informierten. Entsprechende Darstellungen trügen
„zu einer negativen Einschätzung der bisherigen Erfolge des Einsatzes
in Afghanistan bei“, heißt es. Auch würden insbesondere Heranwachsende
aufgrund der „wenig objektiven“ Meldungen zum Krieg am Hindukusch
generell an dessen Sinn „zweifeln“, erklären die Jugendoffiziere. Um
die ihrer Ansicht nach negative Berichterstattung zu kontern, fordern
sie den verstärkten Einsatz von Onlinemedien. Zwecks
„zielgruppengerechter Erstinformation“ komme etwa den Internetseiten
der Bundeswehr eine „fundamentale Bedeutung“ zu, lassen die
Propagandaspezialisten verlauten und verlangen eine regere Beteiligung
der deutschen Streitkräfte an sogenannten Sozialen Netzwerken wie
Facebook und YouTube. Ausgebremst werden sollen damit nicht zuletzt
die von den Jugendoffizieren identifizierten „medialen Gegenkampagnen“
– Proteste, die sich gegen ihre Auftritte an Schulen und Universitäten
richten.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58122