Wie etwa eine Analyse der Pariser Südosteuropa-Politik zeigt, hat Frankreich schon vor Jahren seine traditionelle proserbische Haltung aufgeben müssen

Newsletter vom 06.12.2010 – Kein Tandem

PARIS/BERLIN (Eigener Bericht) – Frankreich bleibt im europäischen
Einflusskampf in wichtigen Zielregionen seiner Außenpolitik deutlich
hinter Deutschland zurück. Dies bestätigt eine Serie von
Untersuchungen, die die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
(DGAP) in den vergangenen Monaten veröffentlicht hat. Gleichzeitig hat
Paris die Prioritäten der Berliner Außenpolitik weithin übernommen und
leistet – anders als noch in den 1990er Jahren – in grundlegenden
Fragen keinen Widerstand mehr gegen Berlin. Wie etwa eine Analyse der
Pariser Südosteuropa-Politik zeigt, hat Frankreich schon vor Jahren
seine traditionelle proserbische Haltung aufgeben müssen. Der damit
einhergehende Einflussverlust dauert bis heute an. In Russland, heißt
es bei der DGAP, sei Paris in den 1990er Jahren in großen Rückstand
geraten. Bis heute kann es daher in Moskau nicht ernsthaft mit Berlin
konkurrieren. Ähnlich verhält es sich in Südamerika, wo Frankreich für
die Kooperation mit seinem traditionellen Partner Brasilien nicht
genügend Kapazitäten bereitstellen kann – ganz im Unterschied zu
Deutschland. Frankreichs politischer Einflussverlust gegenüber Berlin
korreliert mit seinem wachsenden wirtschaftlichen Rückstand gegenüber
der Bundesrepublik.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57961

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