Tatsächlich diskutiere die Öffentlichkeit in Tschechien inzwischen mehr über die Nachkriegsgewalt von Tschechen an Deutschen als über die Gewalttaten der Nazis

Newsletter vom 29.11.2010 – Genauso böse wie die Deutschen

PRAHA/USTI NAD LABEM/MÜNCHEN (Eigener Bericht) – Bundespräsident
Christian Wulff fordert die Bevölkerung der Tschechischen Republik zur
Auseinandersetzung mit der Umsiedlung der Deutschen auf. Er hoffe,
dass die Debatte „zu einem erfolgreichen Ende geführt“ werde, sagte
Wulff letzte Woche bei seinem Antrittsbesuch in Prag. Tatsächlich
diskutiere die Öffentlichkeit in Tschechien inzwischen mehr über die
Nachkriegsgewalt von Tschechen an Deutschen als über die Gewalttaten
der Nazis, stellt der tschechische Staatspräsident Václav Klaus fest.
Funktionäre der deutschen „Vertriebenen“ und Minister der bayrischen
Staatsregierung ver suchen mit öffentlichen Auftritten in Tschechien
die Nachkriegsgewalt gegen Deutsche in die Nähe der NS-Verbrechen zu
rücken. Diese Bestrebung attestieren deutsche Medien auch dem
Spielfilm „Habermann“, der am Wochenende in den deutschen Kinos
angelaufen ist. Die Umwertung der Umsiedlung von einem völkerrechtlich
durch das Potsdamer Abkommen legitimierten Akt zu einem angeblichen
Unrecht schafft Raum für künftige deutsche Forderungen gegenüber der
Tschechischen Republik.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57956

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