SOK AKTUELL Nachrichtenagentur der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

SOK AKTUELL
Nachrichtenagentur der Serbischen Orthodoxen Diözese
für  Mitteleuropa
Geburt der Allhl.  Gottesmutter, 21. September 2010
Unsere neue Homepage: _www.sok-aktuell.org_ (http://www.sok-aktuell.org/)
Inthronisierung von Patriarch Irinej in Pec:  Medienakkreditierung
Zelebrationsverbot für Bischof Artemije
Bischof Konstantin weiht Grundstück in  Kufstein
Jubiläum der Diözese Bihac-Petrovac
Weihe im Kloster Sase
Kirche in Zentralserbien nach hundert Jahren  geweiht


Inthronisierung von Patriarch Irinej in Pec:  Medienakkreditierung
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/15/Patriarchat_de_Peć
_église_de_la_Vierge_Hogeditria.jpg)
Kirche des  Patriarchatsklosters in Peć
(BELGRAD) Am Sonntag, dem 3. Oktober, soll das Oberhaupt der Serbischen
Orthodoxen Kirche (SOK), Patriarch Irinej I. im historischen Zentrum der SOK,
dem Patriarchatskloster von Pec im Kosovo-Metohija, inthronisiert werden.
Der  Informationsdienst des Patriarchats hat heute interessierte Vertreter
der Medien  gebeten, sich bis zum 23. September um 15 Uhr über die
e-Mail-Adresse
_info@spc.rs_ (mailto:info@spc.rs)
anzumelden (Sprachen: Serbisch oder Englisch). Der Info-Dienst bittet die
Redaktionen, je einen Vertreter zu entsenden und neben seinem Namen auch die
Passnummer und die Ausstellungsbehörde sowie den Ausstellungsort des
Passes  anzugeben.
Laut Angaben des Info-Dienstes werden die Akkreditierungen gegebenenfalls
bis zum 24. September um 12 Uhr bestätigt. Organisierte Gruppenanreise wird
von  Belgrad nach Pec angeboten, andere Anreisearten seien nicht  möglich.
Fotografieren wird während des Inthronisierungsgottesdienstes in Pec  nicht
möglich sein. Auf der Homepage der SOK (_www.spc.rs_ (http://www.spc.rs/) )
werden jedoch während und nach der Inthronisierung Fotos in hoher
Auflösung  kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Der Serbische Patriarch ist gleichzeitig auch Erzbischof von Pec und
Metropolit von Belgrad-Karlowitz. Das großenteils im 13.-14. Jh. erbaute
Patriarchatskloster in Pec untersteht auch heute noch unmittelbar dem  Patriarchen.
Die serbischen Erzbischöfe und Patriarchen hatten hier ihren Sitz,  mit
Unterbrechungen, zwischen 1253 und 1776.
Patriarch Irinej, der zuvor Diözesanbischof von Nis gewesen war, wurde am
22. Januar gewählt und schon am Folgetag in der Belgrader Kathedrale
inthronisiert. Die Inthronisierung in Pec wurde aus logistischen Gründen auf den
3. Oktober verschoben.
Zelebrationsverbot für Bischof Artemije
(BELGRAD) Der Hl. Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) hat am 18.
September dem im Frühjahr pensionierten Bischof von Raszien-Prizren und
Kosovo-Metohija, Bischof Artemije (Radosavljevic), ein Zelebrationsverbot
erteilt. Der Bischof, der eine zuweilen aggressive Haltung gegenüber der
Kirchenleitung an den Tag legt, hatte am 13. September in einem Brief an den Hl.
Synod, die aus fünf Mitgliedern bestehende „Kirchenregierung“ der SOK,
diesem  Organ de facto die Treue abgeschworen. Der im Frühjahr pensionierte
Bischof  hatte zunächst seine Absetzung durch das höchste Gremium der SOK – das
Hl.  Konzil, dem alle Bischöfe dieser orthodoxen Ortskirche angehören –,
akzeptiert.  In seinem Brief vom 13. September zog er jedoch diese
akzeptierende Entscheidung  zurück und widersetzte sich dem Hl. Konzil und dem Hl. Synod
nachträglich. Dabei  behauptete Bischof Artemije laut Angaben des Hl.
Synods, dass seine  Bischofswürde lebenslang gelte und schrieb, dass seine
Ablösung einen  politischen Hintergrund habe.
Als Begründung für  die Pensionierung von Bischof Artemije war in der
offiziellen Mitteilung des Hl.  Konzils vom vorigen Mai dessen Verantwortung für
die Unregelmäßigkeiten in der  Diözese genannt worden. Weitere Einzelheiten
wurden nicht genannt. In der  Vergangenheit war immer wieder von dubiösen
finanziellen Machenschaften der  engsten Mitarbeiter des Bischofs die Rede.
Ebenfalls wurde in den Medien die  mangelnde Bereitschaft Bischof Artemijes,
mit dem Hl. Synod zusammenzuarbeiten,  hervorgehoben.
Seit seiner Ablösung durch das Hl. Konzil lebte Bischof Artemije im
Kloster Sisatovac in Srem (Syrmien in der nordserbischen Vojvodina). Sein
Nachfolger ist noch nicht gewählt worden. Die Diözese Raszien-Prizren, der auch
das gesamte Gebiet von Kosovo-Metohija untersteht, wird derzeit von Metropolit
Amfilohije von Montenegro verwaltet. Dieser hat sich inzwischen öffentlich
dafür  eingesetzt, dass der Nachfolger Bischof Artemijes dessen bisheriger
Vikar,  Bischof Teodosije von Lipljan, der Abt des Klosters Decani im
Kosovo-Metohija,  wird.
Bischof Artemije und seinen Nachfolgern, von denen einige ohne den Segen
des zuständigen Administrators die kanonische Jurisdiktion ihrer Diözese
verlassen haben, wird unter anderem extremer Konservativismus und eine
kompromisslose Haltung in Bezug auf den zwischenkirchlichen Dialog vorgeworfen.
Ebenfalls lehnte der Bischof jegliche Zusammenarbeit mit der kosovarischen
Verwaltung und den Institutionen der EU im Kosovo-Metohija ab. Diese Haltung
wurde jedoch nicht als Grund für seine Absetzung  genannt.
Das Zelebrationsverbot für Bischof Artemije ist eine vorläufige Maßnahme
des Hl. Synods. Die endgültige Entscheidung über seinen Status wird das Hl.
Konzil auf seiner nächsten Sitzung im Herbst  treffen.
Bischof Konstantin weiht Baugrundstück in  Kufstein
(KUFSTEIN) Der Oberhirte der orthodoxen Serben in Deutschland,  Österreich,
Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic), hat am
vergangenen Sonntag im österreichischen Kufstein ein Grundstück geweiht, auf dem
ein serbisches orthodoxes Gotteshaus gebaut werden soll. Zurzeit finden die
serbischen orthodoxen Gottesdienste in Kufstein in der Alten Spitalkirche
(Krankenhausgasse, 6300 Kufstein) statt.
Die  Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa hat in Österreich 15
Kirchengemeinden mit 20 Priestern und 2  Diakonen. Nach aktuellen Angaben leben
in Österreich 179.472 orthodoxe Christen,  davon 93.294 in Wien.
Jubiläum der Diözese Bihac-Petrovac

Priesterschaft und Gläubige auf der Feier des  Diözesanjubiläums
(BOSANSKI PEROVAC) Die westbosnische Diözese Bihac-Petrovac hat am 12.
September ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. An der Feier nahmen hochrangige
Vertreter der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) und der Länder Serbien und
Bosnien-Herzegowina sowie dessen serbischen Teils, der Republik Srpska,
teil.
Die Diözese von Bihac-Petrovac ist die Nachfolgerin der 1925 gegründeten
Diözese Bihac, die bereits 1934 aufgehoben wurde. Im Jahr 1990 wurde sie
wieder  gegründet. Ihr Territorium umfasst Gemeinden, die früher den Diözesen
Dalmatien  und Banja Luka angehört hatten. Die Diözese erstreckt sich über 12
politische  Gemeinden, zu denen auch die Städte Bihac und Bosanski Petrovac,
nach denen sie  auch genannt wurde, gehören.
Im bosnischen Bürgerkrieg (1992-1995) wurden zahlreiche Kirchen der SOK  in
der Diözese Bihac-Petrovac zerstört. Viele Priester und auch der
Diözesanbischof Hrizostom (Jevtic) wurden vertrieben. Die Erneuerung der Diözese
begann 1996 mit der Rückkehr von Bischof Hrizostom nach Podrasnica bei Mrkonjic
Grad.
Neue Kirchen in Ostbosnien

Bischöfe  der SOK bei der Liturgie in Sase; zweiter v.L. Diözesanbischof
Vasilije; dritter  v.R. Bischof Lavrentije von Sabac, ehemaliger Bischof der
Diözese  Mitteleuropa
In der ostbosnischen Diözese Zvornik-Tuzla hat der Diözesanbischof
Vasilije (Kacavenda) am 17. September die wieder aufgebaute Kirche des Klosters
Sase geweiht. Die Kirche war im bosnischen Bürgerkrieg (1992-1995) zerstört
worden.

Feier  in Sase
In seiner Predigt nach der Liturgie am 18. September, an der mehrere
Bischöfe der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) teilgenommen haben, erinnerte
Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla an die Geschichte der Orthodoxie in der
Region. So berichtete er von der noch 1232 gegründeten Metropolie von
Srebrenica  und daran, dass das Kloster Sase durch den König und Kaiser Uros
Nemanjic und  den Despoten Stefan Lazarevic gestiftet wurde, zwei berühmte
serbische Herrscher  des 14. und 15. Jh.
Am 19. September hat Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla auch das
Baugrundstück der neuen Kathedrale im ostbosnischen Zvornik  geweiht.
Kirche in Zentralserbien nach hundert Jahren  geweiht

Vor der neu geweihten Kirche in Sabanta
(KRAGUJEVAC) Bischof Jovan (Mladenovic) von Sumadija weihte am 18.
September die Kirche im Dorf Sabanta nahe Kragujevac in Mittelserbien. Das
Gotteshaus war noch 1910 gebaut worden und sollte damals durch Metropolit
Dimitrije (Pavlovic), den späteren ersten Patriarchen des 1920 wieder  hergestellten
Serbischen Patriarchates, geweiht werden. Die Kirchenweihe fand  aber nicht
statt. Ab 1995 wurde die Kirche renoviert, um 2010, hundert Jahre  nach
ihrer Fertigstellung, geweiht zu werden.

SOK AKTUELL
Nachrichtenagentur der Serbischen Orthodoxen Diözese für  Mitteleuropa
Obere Dorfstraße 12
D-31137 Hildesheim-Himmelsthür
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