Montenegro: Polizei sperrt Kirche ab

SOK AKTUELL

Nachrichtenagentur der Serbischen Orthodoxen Diözese

für Mitteleuropa

20. August 2010

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Montenegro: Polizei sperrt Kirche ab

Metropolit Hristofor von Chicago-Libertyville gestorben

Vandalismus in Kroatien

Montenegro: Polizei sperrt Kirche ab

Polizei versperrt Priestern den Eingang in die Kirche

(CETINJE) Montenegrinische Polizeikräfte haben gestern Priester und Gläubige der Metropolie von Montenegro daran gehindert, in die Kirche der Verklärung des Herrn in Ivanova Korita zu gelangen, als diese dort die Hl. Liturgie zelebrieren wollten. Am 19.8. feiert die Serbische Orthodoxe Kirche das Fest der Verklärung des Herrn, so dass an diesem Tag das Patronatsfest der Kirche in Ivanova Korita stattfindet. Da es ihnen unmöglich war, die Kirche zu betreten, zelebrierten drei Priester der Metropolie Montenegro die Hl. Liturgie vor dem abgesperrten Gotteshaus.

Die Kirche der Verklärung des Herrn in Ivanova Korita gehört der Metropolie von Montenegro der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK). Die Metropolie hat in ihrer Mitteilung zu dem Vorfall keine Erklärung für die Absperrung durch die Polizei angegeben. Es ist aber zu vermuten, dass der Vorfall mit dem Problem der so genannten „Montenegrinischen Orthodoxen Kirche“ zu tun hat, die in den letzten Jahren immer wieder versucht hatte, das Eigentum der SOK an sich zu reißen.

Währen die Metropolie von Montenegro ein Teil der kanonischen SOK ist, hat die „Montenegrinische Orthodoxe Kirche“ keinerlei kirchliche Legitimation. Sie wird von einem laisierten Priester des Ökumenischen Patriarchats namens Miras Dedeic geleitet und trägt Charakteristika einer national orientierten, montenegrinischen Vereinigung. Gelegentlich wird die „Montenegrinische Orthodoxe Kirche“ durch die lokalen Machthaber unterstützt.

Metropolit Hristofor von Chicago-Libertyville gestorben

Metropolit Hristofor von Chicago-Libertyville

(CHICAGO) Der Primas der Serbischen Orthodoxen Kirche in Amerika, Metropolit Hristofor von Chicago-Libertyville, ist am 18. August um 19.45 Uhr nach kurzer aber schwerer Krankheit mit 82 Jahren gestorben. Das Requiem findet am Montag, dem 23. August, um 19 Uhr in der Kathedrale der Hl. Auferstehung des Herrn, 5701 N. Redwood Drive, Chicago, IL 60631, statt. Nach der Hl. Liturgie und einer Andacht für den Verstorbenen am Dienstag, dem 24. August, um 9 Uhr in der Klosterkirche Hl. Sava in Libertyville, 32377 N. Milwaukee Ave., Libertyville, IL 60048, wird das Begäbnis auf der Südseite der Klosterkirche stattfinden. Eine Trauerfeier wird danach in den Räumlichkeiten der Kathedrale der Hl. Auferstehung, 5701 N. Redwood Drive, Chicago, IL 60631, abgehalten.

Die Priesterschaft der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) wurde gebeten, Totenandachten für den verstorbenen Metropoliten Hristofor abzuhalten.

Metropolit Hristofor wurde vor 82 Jahren als Velimir Kovacevic in Galvestone, Texas, geboren. Er besuchte das serbische orthodoxe Priesterseminar des Hl. Sava in Libertyville, heiratete und wurde anschließend Diakon und Priester. Nach der Priesterausbildung studierte er an der Universität Pittsburgh, wo er seinen Bachelor-Abschluss in Philosophie und den Master-Abschluss in Geschichte erlangte. Den Master-Abschluss in Theologie bekam er an der Holy Cross Greek Orthodox Theology School in Brookline, Massatchusetts. Er promovierte an der Theologischen Fakultät der Universität Chicago.

Als Gemeindepfarrer diente Vater Velimir in Pennsylvania und Chicago und war Hochschulkaplan an vier Universitäten. Er setzte sich für die Zweisprachigkeit im Gottesdienst und kirchlicher Arbeit allgemein ein. Gleichzeitig setzte sich der spätere Metropolit für die Einheit der Serbischen Orthodoxen Kirche in Amerika, die durch ein Schisma betroffen war, ein.

Nachdem seine Frau 1970 gestorben war, wurde er Mönch mit dem Namen Hristofor. Im Jahre 1978 wurde Vater Hristofor zum Bischof ernannt. Als Bischof für Ostamerika und Kanada hat er das Programm des Religionsunterrichts bedeutend weiter entwickelt. 1991 wurde Bischof Hristofor zum Metropoliten für Mittelwestamerika ernannt. Er setzte sich sehr für den ökumenischen Dialog ein und war unermüdlicher spritueller Vater und Berater seiner Gläubigen. Da er vor seiner Mönchwerdung als Gemeindepfarrer verheiratet war, hiterließ er vier Kinder und neun Enkelkinder.

Möge der Herr seiner Seele gnädig sein!

Vandalismus in Kroatien

Zerstörungslust: der orthodoxe Friedhof in Benkovac

(SIBENIK) Aus der Diözese Dalmatien wird wieder ein gegen die orthodoxen Serben gerichteter Vorfall gemeldet. In der Nacht vom 16. auf den 17. August haben unbekannte Täter auf dem orthodoxen Friedhof in der Ortschaft Benkovac sieben Grabmäler zerbrochen. Dabei wurden auch Holzkreuze aus dem Boden herausgerissen und auf dem Friedhof verstreut. Der zuständige Pfarrer, Erzpriester Ljubomir Crnokrak, hat die kroatische Polizei über den Vorfall informiert.

In Kroatien werden Symbole der Präsenz der serbischen Orthodoxie immer wieder zur Zielscheibe von offensichtlich nationalistisch gesinnten Angreifern. In der Nacht vom 23. auf den 24. Mai wurde zum Beispiel die serbische orthodoxe Kirche in Borovo Naselje mit faschistischen Symbolen, unter anderem Hakenkreuzen, beschmiert (s. http://www.sok-aktuell.org/index.php?option=com_content&view=article&id=478:kroatien-hakenkreuz-auf-kirche-&catid=98:kroatien&Itemid=471). Wie SOK AKTUELL berichtet hat, fanden im Mai 2010 auch andere Übergriffe auf die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) statt:

s. http://www.sok-aktuell.org/index.php?option=com_content&view=article&id=471:angriffe-auf-sok-in-kroatien&catid=98:kroatien&Itemid=471 und http://www.sok-aktuell.org/index.php?option=com_content&view=article&id=473:neuer-uebergriff-in-kroatien&catid=98:kroatien&Itemid=471.

Während des Zweiten Weltkriegs war der «Unabhängige Staat Kroatien» ein unter dem Schutzmantel Italiens und Deutschlands stehender, faschistischer Staat, in dem neben Juden und Roma auch Serben systematisch vernichtet wurden. In den Neunzigerjahren des 20. Jh. wurden im kroatischen Bürgerkrieg viele Ressentiments aus jener Zeit wieder wach.

SOK AKTUELL

Nachrichtenagentur der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

Obere Dorfstraße 12

D-31137 Hildesheim-Himmelsthür

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