Deutliche Kritik am Marineeinsatz gegen die Piraten am Horn von Afrika

Newsletter vom 22.07.2010 – Vom Nutzen der Piraterie

BERLIN (Eigener Bericht) – Deutliche Kritik am Marineeinsatz gegen die
Piraten am Horn von Afrika übt das Deutsche Institut für
Wirtschaftsforschung. Wie es in einem soeben veröffentlichten
Diskussionspapier des Instituts heißt, kann die Militärintervention
die Piraterie nicht beenden, auch weil Wirtschaftsinteressen im Westen
– etwa bei Reedereien und Versicherungskonzernen – nötigen
Vorsichtsmaßnahmen entgegenstünden. Nicht einmal eine
Abschreckungswirkung der Operationen lasse sich feststellen.
Erhebliche Aussichten bestünden jedoch, die Piraterie durch den Aufbau
einer somalischen Küstenwache entscheidend zu schwächen. Dem
verweigere sich aber Berlin. Skeptisch gegenüber einer vorwiegend
militärischen Piratenbekämpfung zeigt sich auch eine neue Studie der
Stiftung Wissenschaft und Politik. In dem Papier heißt es ebenfalls,
die Marineintervention müsse um weitere Maßnahmen zu Lande ergänzt
werden, um zum Erfolg zu führen. Laut der Stiftung ist es „nicht
völlig von der Hand zu weisen“, dass bei der Entscheidung für den
teuren Marineeinsatz das Streben nach „Kontrolle im Indischen Ozean“
eine zentrale Rolle gespielt hat.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57865

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