Herman van Rompuy im Kloster Decani

SOK AKTUELL

Nachrichtenagentur der Serbischen Orthodoxen Diözese

für Mitteleuropa

14. Juli 2010

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Herman van Rompuy im Kloster Decani

Serbischer Staatspräsident besucht Klöster in Montenegro

Erster serbischer Theologe in Münster promoviert

Herman van Rompuy im Kloster Decani

Serbische orthodoxe Identität der Heiligtümer im Kosovo muss geschützt werden: Bischof Teodosije, Hermann van Rompuy und Vater Sava (Janjic) vor der Klosterkirche in Decani.

(DECANI) Der Präsident des Europäischen Rates, Herman van Rompuy, hat am 6. Juli das serbische orthodoxe Kloster Visoki Decani im Westen von Kosovo-Metohija besucht. Dort wurde er vom Vikarbischof der Diözese Raszien-Prizren, Bischof Teodosije (Sibalic) von Lipljan empfangen. Der serbische Bischof informierte van Rompuy über die Bedingungen unter denen die Serben im Kosovo leben müssen sowie über die Probleme der Gläubigen, heißt es in einer Mitteilung der Diözese Raszien-Prizren. Ebenfalls wurde über den Schutz der serbischen orthodoxen Heiligen Stätten gesprochen. Es wurden auch die weiteren Schritte thematisiert, die unternommen werden müssen, damit „ein friedliches und ungestörtes Leben der Klöster der Serbischen Orthodoxen Kirche sowie die Wahrung der serbischen orthodoxen Identität des serbischen spirituellen und kulturellen Erbes gewährleistet wird“, heißt es wörtlich in der Mitteilung der Diözese Raszien-Prizren über den Besuch Herman van Rompuys im Kloster Visoki Decani.

Die kosovo-albanischen Machthaber versuchen immer wieder, die serbische Identität der orthodoxen Heiligen Stätten im Kosovo-Metohija zu leugnen und diese als „kosovarisches Erbe“ zu behandeln. Diesen Versuchen widersetzt sich sowohl die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK), als auch der Staat Serbien.

Im Kloster Visoki Decani werden immer wieder ranghohe Gäste aus der Politik empfangen: Am 21. Mai besuchte es der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, am 1. März sprach dort eine Delegation italienischer Parlamentarier mit Bischof Teodosije, am 19. Februar war die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, Lady Ashton of Upholland, im Kloster zu Gast.

Serbischer Staatspräsident besucht Klöster in Montenegro

Vor den Reliquien im Kloster Cetinje: Metropolit Amfilohije, Boris Tadic und Filip Vujanovic

(CETINJE) Der serbische Staatschef Boris Tadic hat im Rahmen seines offiziellen Besuchs im benachbarten Montenegro auch zwei große Heiligtümer der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) besucht: das Kloster in Cetinje, das Zentrum der Metropolie Montenegro, sowie das Kloster Piva. Tadic kam nach Cetinje zusammen mit dem montenegrinischen Staatspräsidenten, Filip Vujanovic. Im Kloster wurden die beiden Staatschefs von Metropolit Amfilohije von Montenegro empfangen. Die beiden Statspräsidenten verehrten die berühmten Reliqiuen, die im Kloster aufbewahrt werden: die rechte Hand Johannes des Täufers, eine Partikel des Hl. Kreuzes sowie die Reliquien des Hl. Fürstbischofs Petar von Cetinje (18.-19. Jh.). In seiner Ansprache betonte Metropolit Amfilohije die historischen Verbindungen zwischen Serbien und Montenegro.

Bischof Joanikije und Boris Tadic in der Klosterkirche von Piva

Im Kloster Piva empfing Bischof Joanikije von Budimlje-Niskic das serbische Staatsoberhaupt. Die Familie Tadic kommt aus der Gegend von Piva: Der Vater des serbischen Staatspräsidenten wurde auch in dieser Gegend geboren.

Erster serbischer Theologe in Münster promoviert

“Doctor magna cum laude“: Rade Kisic

Bei dem feierlichen Actus academicus der Katholischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wurde am 10. Juli Rade Kisic aus der serbischen orthodoxen Diözese Zahumlje-Herzegowina zum Doktor der Theologie promoviert. Seine Dissertation über den Hl. Gregor den Großen, genannt auch Gregorius Dialogus, wurde mit „magna cum laude“ bewertet. Kisic ist der erste serbischstämmige Doktor der Theologie der Universität Münster.

Rade Kisic beim Actus academicus in Münster

In seiner Studie „Patria caelestis. Die eschatologische Dimension der Theologie Gregors des Großen“ untersucht Kisic die Lehre des „ersten Mönchs auf dem Papstthron“, Gregors I. (ca. 540-604, Papst 590-604). Diese Lehre habe einen maßgeblichen Einfluss auf die Theologie des Mittelalters und besonders auf die mystische Tradition des Westens ausgeübt, betont der Autor. Vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der antiken Zivilisation am Ende des sechsten Jahrhunderts habe Gregor eine in der lateinischen Tradition verwurzelte und stark eschatologisch orientierte Theologie entwickelt, die entscheidend von der Antithese temporalis – aeternus geprägt sei. Die Arbeit Kisics erörtert die eschatologische Dimension der Theologie Gregors, die für alle Aspekte seines Denkens grundlegend ist. Ihr Konvergenzpunkt sei nach Kisic die patria caelestis, „die himmlische Heimat“. Die gesamte Lehre Gregors sei von seinem auf das Jenseits gerichteten Blickwinkel geformt, betont Kisic im Abstract seiner Doktorarbeit.

Rade Kisic wurde 1977 in Trebinje, Bosnien-Herzegowina, geboren. Nach dem Studium an der Orthodoxen Theologischen Fakultät in Belgrad kam er im Jahr 2004 als Doktorand zu Professor Alfons Fürst an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Kisics Studie über den Hl. Gregor den Großen soll in der Reihe Studien und Texte zu Antike und Christentum beim Verlag Mohr Siebeck erscheinen. Für seine Promotion hatte Rade Kisic vier Jahre lang ein Stipendium von „Renovabis“, während er ein Jahr lang Stipendiat der Universität Münster war.

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