„Orthodoxie darf keine Angst vor Dialog haben“: Interview mit Metropolit Ioannis Zizioulas

SOK AKTUELL

Nachrichtenagentur der Serbischen Orthodoxen Diözese

für Mitteleuropa

9. Juli 2010

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„Orthodoxie darf keine Angst vor Dialog haben“: Interview mit Metropolit Ioannis Zizioulas

Ehren gehen auch an die Kirche: Metropolit Ioannis Zizioulas

Der griechische Metropolit Ioannes Zizioulas von Pergamon ist zweifelsohne einer der einflussreichsten orthodoxen Theologen unserer Zeit. Mit seinem Konzept der eucharistischen Theologie hat er die orthodoxen Theologen hin zu einem weniger scholastischen Denken geführt. Seine Offenheit für die zwischenkirchlichen Beziehungen war für den Anfang des katholisch-orthodoxen theologischen Dialogs in der zweiten Hälfte des 20. Jh. von zentraler Bedeutung. Das waren auch die Gründe, die die Westfälische Wilhelms-Universität Münster dazu motiviert haben, dem Metropoliten die Würde eines Ehrendoktors zu verliehen: Am 2. Juli wurde Metropolit Ioannis in Münster zum doctor honoris causa promoviert, zusammen mit Pfarrer Ishmael Noko, dem amtierenden Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes. Im Gespräch mit SOK AKTUELL spricht Metropolit Ioannes Zizioulas über seine Erfahrungen im ökumenischen Dialog, über manche extremen Bewegungen in den orthodoxen Gesellschaften sowie über seine Kontakte mit der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK)

Eminenz, wir gratulieren Ihnen zur Ehrendoktorwürde, die Sie heute von der Universität Münster empfangen werden. Ist das für Sie ein Akt von rein akademischer Natur, oder auch eine ökumenische Anerkennung?

Metropolit Ioannis: Ich denke, dass es beides ist. Es handelt sich um eine akademische Anerkennung, die von einer bekannten und sehr wichtigen Universität kommt. Es ist mir eine Ehre, sie zu empfangen. Gleichzeitig gehört alles, was ich bin und was ich tue, der Kirche, weil ich mich ihr gewidmet habe. Alle Ehren, die ich empfange, gehen auch an die Kirche, der ich angehöre und der ich diene. Ich betrachte diese Anerkennung als ein Zeichen der Hochachtung der Römisch-katholischen  Kirche und der Universität Münster der Orthodoxen Kirche gegenüber.

Sie sind, zusammen mit Kardinal Kasper, einer der Kopräsidenten der Gemischten Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Römisch-katholischen und der Orthodoxen Kirche. Wie würden Sie den jetzigen Zustand dieses Dialogs einschätzen und was erwarten Sie von der Zukunft?

Metropolit Ioannis: Dieser Dialog ist, ich denke, der wichtigste theologische Dialog, den wir zurzeit führen. Ich betrachte die anderen Dialoge nicht als unwichtig, aber ich denke, dass dieser Dialog für die Orthodoxen besonders wichtig ist, weil die Römisch-katholische Kirche und die Orthodoxe Kirche die gemeinsame Tradition, das ganze erste Millennium, die sieben Ökumenischen Konzilien, die gleichen Kirchenväter, das Verehren der Heiligen Mutter Gottes und der Heiligen teilen. Daher ist es sehr wichtig, dass diese beiden Kirchen sich auf einen Dialogprozess eingelassen haben, als auf einen Versuch, die volle Gemeinschaft wiederherzustellen, die im 11. Jh. unterbrochen wurde. Dieser Dialog hat in jenem Geiste begonnen, der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, mit der Öffnung der Römisch-katholischen Kirche für den Ökumenismus, geherrscht hatte. Er hat auch im Geiste der guten Beziehungen begonnen, insbesondere zwischen der Kirche von Konstantinopel unter Patriarch Athenagoras und der Kirche von Rom unter Papst Paul VI. Ich war von Anfang an in diesen Dialog involviert und nahm sogar an den Vorbereitungen für den Dialog teil. Das Thema dieses Dialogs, die Ekklesiologie, ist ein sehr wichtiges Thema. Es gibt Unterschiede in der Doktrin, aber ich denke, dass wir in der Ekklesiologie viele grundlegende Gemeinsamkeiten aufweisen. Wir können auf dieser Basis aufbauen. Es gibt auch Unterschiede in diesem Bereich, insbesondere Unterschiede hinsichtlich der Frage des Primats und des Bischofs von Rom. Aber der Dialog startete von ekklesiologischen Aspekten, die uns einen, um allmählich hin zu den Problemen zu gelangen, die wir zu lösen haben. Als Basis benutzen wir die eucharistische Ekklesiologie: etwas, das insbesondere die Orthodoxen vorgeschlagen haben, das aber auch die Römisch-Katholischen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in hohem Maße akzeptiert haben.

Alle Dokumente, die wir bisher verfasst haben – in München, Bari und sogar später in Ravenna –, sind gemeinsame Dokumente, was zeigt, dass uns die grundlegenden Prinzipien gemeinsam sind. Nun, wenn wir zu den Unterschieden kommen, die, wie ich sagte, sehr ernsthaft sind, werden wir uns fragen müssen, wie wir diese Unterschiede rechtfertigen können, wenn wir diesen gemeinsamen Grund haben. Das ist der augenblickliche Stand unseres Dialogs.

Wir haben nun mit der Primat-Diskussion, beginnend mit dem ersten Millennium, angefangen. Es ist unsere Absicht, zu prüfen, wie der Kirchenprimat Roms universal anerkannt war und auf welche Weise und unter welchen Bedingungen es im ersten Millennium anerkannt war. Und die erste Bedingung war natürlich, dass es immer im Kontext der Synodalität ausgeübt wurde. Ich denke, dass wir uns bis zu diesem Punkt einig sind. Wenn wir mit dem ersten Millennium fertig sind, werden wir über das zweite Millennium diskutieren. Das ist das schwierigste Millennium, weil sich das Papsttum in dieser Zeit ohne jegliche Gemeinschaft mit dem Osten, und eigentlich in der Polemik mit dem Osten entwickelte. Wir werden sehen, wie wir uns in Bezug auf das zweite Millennium einigen können und was man dafür tun kann. Wenn wir mit dem zweiten Millennium fertig sind, was eine historische Untersuchung sein wird, werden wir die theologischen Prinzipien in Bezug auf den Primat zu diskutieren haben: Warum die Kirche den Primat braucht und unter welchen Umständen er akzeptiert werden kann. Also haben wir noch viel zu tun. Wir sind überhaupt nicht einer abschließenden Vereinbarung nahe, aber ich denke, dass wir in eine gute Richtung gehen. Wie ich immer sage, es ist der Geist Gottes, der am Ende entscheidet. Wir bieten unsere bescheidenen Bemühungen an, aber Gott wird das Ganze führen.

Ich denke, dass, wenn wir in diesem Geiste des Respekts und der Liebe füreinander weiter machen, wenn wir nicht mit Polemik anfangen, wie in der Vergangenheit, und wenn wir einander aufmerksam zuhören, dann können wir Fortschritte machen. In der Vergangenheit haben wir die Lektion bekommen, dass es möglich ist, Fortschritte zu machen, wenn man einander aufmerksam zuhört.

Tragische Selbstzufriedenheit ohne Sorge für die Einheit der Kirche

Es ist kein Geheimnis, dass es in der orthodoxen Welt Gruppierungen gibt, die nicht bereit sind, „aufmerksam zuzuhören”, wie Sie es sagen. Es existieren viele Organisationen und Individuen, die sogar den Dialog mit der Römisch-katholischen Kirche ablehnen.

Metropolit Ioannis: Ich denke, diese Menschen leben immer noch in der Psychologie des zweiten Millenniums, als die Römisch-katholische Kirche viele Versuche machte, über die Orthodoxen zu dominieren. Es ist wahr, dass es starke Zweifel gab, dass in jedem Dialog der Versuch steckte, die Orthodoxen unter die Dominanz Roms zu bringen. Ich kann solche Ängste verstehen. Wir müssen aber die Menschen, die sie haben, zunächst fragen, ob es unmöglich ist, dass es etwas in der Haltung und der Mentalität der Römisch-katholischen Kirche geändert hat? Ist es gewiss, dass die Römisch-katholische Kirche auch weiterhin genauso handeln wird, wie sie im zweiten Millennium gehandelt hat? Ich denke, es gibt seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil Anzeichen dafür, dass die Römisch-katholische Kirche ihre Haltung gegenüber der Orthodoxen Kirche geändert hat. Sie wollen uns nicht unter die Dominanz des Papstes bringen.

Und die zweite Frage, die ich diesen Leuten stelle, ist: Was ist falsch, wenn man mit Menschen spricht, sogar mit Feinden, sogar mit Menschen, denen wir nicht ganz vertrauen? Ich denke, es gibt keine Gefahr, wenn man mit ihnen redet. Der Dialog ist nicht etwas, wovor wir uns fürchten müssen, denn die Orthodoxen werden durch den Dialog nichts verlieren. Es sei denn, wir haben kein Selbstvertrauen und befürchten, dass wir den orthodoxen Glauben vor den Römisch-Katholischen nicht getreu präsentieren können. Dann müssen wir sagen: „Wir sind nicht bereit für den Dialog. Wir haben keine Theologen und keine Theologie, die unseren Glauben getreu präsentieren kann.“ Wer aber das glaubt, der ist, denke ich, im Unrecht, denn die orthodoxe Theologie ist sehr stark und wird respektiert, sogar sehr tiefgründig respektiert im Westen allgemein. Daher müssen wir Selbstvertrauen haben. Wir haben den wahren Glauben und wir sind fähig, unseren wahren Glauben getreu zu bekennen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat niemand diejenigen, die am Dialog teilnehmen beschuldigt, dass sie dem orthodoxen Glauben nicht treu seien. Das, was ihnen vorgeworfen wird, ist, dass sie am Dialog teilnehmen. Das ist vollkommen inakzeptabel, denn die Orthodoxie darf sich vor dem Dialog nicht fürchten. Das ist, was ich diesen Menschen sage. Wenn sie eine Kritik in der Sache unserer Treue dem orthodoxen Glauben gegenüber vorzubringen haben, dann werde ich das begrüßen. Wenn Sie uns aber kritisieren, nur weil wir den Dialog mit anderen Menschen führen, dann kann ich ihnen nicht folgen.

Wir können den Dialog nicht anhalten. Wir sind Gott gegenüber verantwortlich. Es ist tragisch, wenn wir einfach mit sich selbst zufrieden sind und uns um die Einheit der Kirche nicht kümmern.

Man merkt auch gewisse Unsicherheiten hinsichtlich der präkonziliaren Treffen in Chambésy, wenn es um die Bischofskonferenzen in der orthodoxen Diaspora geht. In manchen Teilen der orthodoxen Gesellschaft gibt es auch Empfindungen, dass es möglicherweise eine Tendenz zur Dominanz der Kirche von Konstantinopel gibt. Wie sehen sie diesen Prozess der Reglementierung der Diaspora?

Metropolit Ioannis: Ich denke, dass es, ganz objektiv, keine Anzeichen gibt, dass die Kirche von Konstantinopel den anderen Kirchen irgendwas aufzwingen kann oder möchte. Alle unsere Entscheidungen werden im Einvernehmen mit allen anderen Kirchen gefällt. Der Patriarch von Konstantinopel hat nie etwas entschieden, was sich auf die Orthodoxe Kirche als Ganzes beziehen würde, ohne sich mit den anderen Patriarchen beraten zu haben. Diese Angst ist also unbegründet. Auf der anderen Seite müssen wir anerkennen, dass wir als Orthodoxe Kirche irgendwie vereint sein müssen und nicht einfach als eine Konföderation von Kirchen fungieren sollen. Ich leide immer, wenn man uns, insbesondere von römisch-katholischer Seite, aber auch von Seiten anderer Christen, als „Kirchen“ und nicht als „Kirche“ behandelt. Und wir bieten ihnen Gründe dafür, denn wir haben es so lange nicht geschafft, ein Konzil abzuhalten. Wie kann man sagen, dass man vereint ist, ohne in der Lage zu sein, ein Konzil zu organisieren? Ich fürchte, dass viele orthodoxe Kirchen in dieser Situation verbleiben möchten: jede als separate Kirche, die von den anderen Kirchen vollkommen unabhängig ist und mit ihnen nichts zu tun zu hat. Ich denke, das ist falsche Ekklesiologie. Sie ist sehr schlecht. Und sie schadet der Orthodoxen Kirche sehr. Um als eine Kirche aufzutreten, brauchen wir jemanden, der die orthodoxen Kirchen koordinieren würde. Nun, wenn wir nicht wollen, dass Konstantinopel unser Koordinator ist, dann lassen sie uns jemand anderen nehmen. Unsere Tradition jedoch, unsere kanonische Struktur hat uns Konstantinopel gegeben. Und das ist, was Konstantinopel auch tut: Es koordiniert die Orthodoxe Kirche, so dass sie als eine Kirche und nicht als viele Kirchen auftritt. Und ich denke, wir sollen alle dafür dankbar sein und uns nicht deswegen beschweren.

Die extremistischen Weltanschauungen werden heute meistens im Internet, das zum Hauptmedium des Jahrhunderts geworden ist, präsentiert. Menschen, die normalerweise nicht in der Lage wären, zu publizieren, können im Internet ihrer Meinung offen Ausdruck verleihen…

Metropolit Ioannis: Ja, ich weiß. Das ist wahr über das Internet: Alle können alles sagen, so dass es schwierig ist, die Ansichten zu korrigieren, wenn sie falsch sind. Ich hoffe, ein Interview wie dieses kann helfen, um gewisse Meinungen richtig zu stellen. Das ist alles, was wir tun können.

Serbische Theologie führend in der Orthodoxie

Eminenz, Sie sind in der SOK und in Serbien generell sehr bekannt und werden dort sehr respektiert. Sie sind auch Ehrendoktor der Orthodoxen Theologischen Fakultät in Belgrad. Wie würden Sie selbst ihre Beziehungen zu Serbien beschreiben?

Metropolit Ioannis: Meine Beziehung zur SOK ist eine sehr, sehr warme. Sie entfaltet sich auch auf der Ebene der persönlichen Beziehungen und insbesondere mit Vertretern der serbischen orthodoxen Theologie. Ich merke, dass beinahe alles, was ich auf Englisch schreibe, ins Serbische übersetzt wird, sogar bevor es auf Griechisch erschienen ist. Das trägt dazu bei, dass ich fühle, im ständigen theologischen Kontakt mit der Kirche in Serbien zu sein. Ausgehend von meinen Eindrücken während der Serbien-Reisen glaube ich, dass die serbische orthodoxe Theologie die ganze orthodoxe Theologie anführt. Sie hat sehr gute Theologen und geht in die richtige Richtung. Ich habe junge Theologen in Serbien gemerkt, die meiner Meinung nach die vielversprechendsten sind, die ich kenne. Einen von diesen exzellenten jungen serbischen Theologiestudenten habe ich gerade gestern hier in Münster getroffen.

Die serbische orthodoxe Theologie hat sich in hohem Maße vom Einfluss der Scholastik befreit, was von der Theologie in Griechenland, Rumänien und anderswo nicht gesagt werden kann. Es gibt immer noch starke westliche Einflüsse und wir haben leider noch nicht unseren Weg als orthodoxe Theologie gefunden. Ich hoffe und erwarte, dass die SOK im theologischen Sinne die orthodoxe Welt anführen wird.

Metropolit Ioannis Zizioulas und Tihomir Popovic in Münster

Das Interview mit Metropolit Ioannis Zizioulas führte der verantwortliche Redakteur von SOK AKTUELL, Tihomir Popovic, am 3. Juli in Münster, im Vorfeld der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Münster an den Metropoliten.

Im Anschluss bringen wir die englische Version des Interviews.

Metropolitan Ioannes Zizioulas: “Orthodoxy Cannot be Afraid of Dialogue”

Metropolitan Ioannis (John) Zizioulas of Pergamon is undoubtedly one of the most influential orthodox theologians of our age. With his concept of eucharistic ecclesiology he has lead the orthodox theologians towards a less scholastic way of thinking. His openness for interconfessional relationships was crucial for starting an institutional dialogue between the Roman Catholic and the Orthodox Church in the second half of the 20th Century. This is the reason why he received an honorary doctorate from the Catholic Theology Department of the University of Münster in Westphalia, Germany. On the 2nd of June, Metropolitan Ioannis was made doctor honoris causa together with the Rev. Ishmael Noko, Secretary General of the Lutheran World Federation. In an interview with the Germany-based Serbian Orthodox News Agency SOK AKTUELL, Metropolitan Ioannis discussed his experiences in the ecumenical dialogue, some extreme movements in the Orthodox societies and his contacts with the Serbian Orthodox Church.

Your Eminence, may I congratulate you for the honorary doctorate you will today receive from Münster University. Is this for you an act of a purely academic or rather of an ecumenical recognition?

Metropolitan Ioannis: I think it is both, in a sense. It is an academic recognition, coming from a renowned and a very important university. It is an honour for me to receive it. At the same time: everything I am and I do, both as a theologian and in general, belongs to the Church, because I devoted myself to it. All the honours I receive are extended to the Church to which I belong and to which I serve. I regard this recognition also as an appreciation of the Orthodox Church by the Roman Catholic Church and the University of Münster.

You are, together with Cardinal Kasper, Co-President of the Joint International Commission for Theological Dialogue between the Roman Catholic and the Orthodox Church. How would you describe the present state of this dialogue and what are your expectations for the future?

Metropolitan Ioannis: This dialogue is, I think, the most important theological dialogue we have at present. I don´t regard other dialogues as not important but I think this dialogue is particularly important because the Roman Catholic and the Orthodox Church share a common tradition, the entire first millennium, seven Ecumenical Councils, the same Church Fathers, the veneration of the Holy Mother of God and of the Saints. Thus, it is very important that these two churches entered into a dialogue process, as an effort to restore their full communion, which has been broken in the 11th century. This dialogue started in the spirit after Vatican II with the opening of the Roman Catholic Church for Ecumenism. It also started in the spirit of good relationships, especially of the Church of Constantinople under Patriarch Athenagoras and the Church of Rome under Pope Paul VI. I was involved in this dialogue from the very beginning and even took part in the preparations for the dialogue. The subject of this dialogue, the ecclesiology, is a most important subject. There are other differences of course, doctrinal differences, but I think we share a lot of common ground in ecclesiology. We can build on that ground. There are also differences in this area, particulary the differences concerning the question of the primacy and the Bishop of Rome. But the dialogue started from what unites us in ecclesiology and gradually we moved towards the problems we have to solve. As the basis we use the eucharistic ecclesiology, something that particularly the Orthodox have proposed, but which the Roman Catholics, after Vatican II, have accepted to a great extent.

The documents we produced so far: in Munich, Bari and even later in Ravenna, are all common documents which show that the basic principles of ecclesiology are common. Now, when we come to the differences, which are very serious, as I said, we will have to ask ourselves how we can justify our differences since we share this common ground. And that is now where we are.

We have now entered the discussion of the primacy, starting with the first millennium. It is our intention to see how the primacy of the Church of Rome was recognized universally and in what way and under what conditions it was recognized in the first millennium. And the main condition was of course that it was always exercised in the context of synodality. I think up to that point we have a convergence. After we finished the first millennium we will discuss the second millennium, which is the most difficult one, because at that time the Papacy developed without any communion with the East and rather in the spirit of polemics with the East. We will have to see how we can agree on the second millennium and what can be done about that. After we finish with the second millennium, which is a historical investigation, we´ll have to discuss the theological principles concerning the primacy: why the Church needs primacy and on what conditions it can be accepted. Thus, we have still of lot of work to do. We are not near a final agreement at all, but we are going, I think, in a good direction. As I always say, it is the Spirit of God that finally decides. We offer our humble efforts, but God will guide the whole thing.

I believe that if we continue in this spirit of mutual respect and love between the Churches, if we don´t start the polemic as in the past, and if we listen to each other carefully, we may make progress. In the past we received the lesson that it is possible to make progress if you listen to each other carefully.

It is no secret that in the Orthodox world there exist certain groups which are not ready to “listen carefully”, as you put it. There are many organisations and individuals who oppose the very dialogue with the Roman Catholic Church.

Metropolitan Ioannis: I think these people still live in the psychology of the second millennium when the Roman Catholic Church made many attempts to dominate the Orthodox. It is true that there was a strong suspicion that in every dialogue there is an attempt to bring the Orthodox under the domination of Rome. Thus, these people are afraid that this can happen again with the current dialogue. I can understand their fear, but I believe that what we will have to ask this people is, firstly, whether it is impossible that something may have changed in the attitude and the mentality of the Roman Catholic Church? Is it still certain that the Roman Catholic Church will operate in the way it operated in the second millennium? I think there are signs since Vatican II that the Roman Catholic Church has changed its attitude towards the Orthodox Church. They do not want to bring us under the domination of the Pope. And the other thing I ask these individuals is: what is wrong with speaking with people, even with enemies, even with those we do not fully trust and are suspicious of? I think there is no danger in speaking with them. The dialogue is not something we must be afraid of, because the Orthodox  will not lose anything by the dialogue. Unless we do not have self-confidence, and are afraid that we cannot present the Orthodox faith to the Roman Catholics faithfully. Than we have to say: “We are not ready for the dialogue because we do not think we can present our faith. We do not have theologians and theology that can present our faith faithfully.” If that is what they believe, I think it is wrong, because the Orthodox theology is very strong and it is respected, even very deeply, by the West in general. Therefore we must be self-confident. We have the true faith and we are able to confess our true faith faithfully. Up to this moment, no one has accused those who participate in the dialogue of not being faithful to the Orthodox faith. What they accuse them of, is that they speak with others, that they take part in the dialogue. This is totally unacceptable, because Orthodoxy cannot be afraid of the dialogue. This is what I say to these people. If they have a criticism to make as to whether we are faithful to the Orthodox faith: I will welcome that. But if they criticise us merely for having a dialogue with other people, than I cannot follow them.

We cannot stop the dialogue. We are responsible towards God. It is tragic if we are just satisfied with ourselves and do not care about the unity of the Church.

One also notices certain insecurities regarding the preconcilliary meetings in Chambésy concerning the Bishops´ Conferences in the Orthodox diaspora. In some parts of the Orthodox society they are sentiments equalling almost to a suspicion that there is a tendency of domination by the Church of Constantinople. How do you see this process of regulating the diaspora?

Metropolitan Ioannis: I think, quite objectively speaking, that there is no sign at all that the Church of Constantinople can or would like to impose anything to the other churches. All our decisions have been made with the consent of all other churches. The Patriarch of Constantinople  has never decided anything referring to the Orthodox Church as a whole without consulting the other Patriarchs. Thus, this fear is unfounded. On the other hand we have to recognise that, as an Orthodox Church, we have to be somehow united and not be simply a confederation of churches. I always suffer when we are treated, by the Roman Catholics particularly but also by other Christians, as “churches” and not as a “Church”. And we offer them ground to think like that because we have not managed to have a synod for such a long time. How can you say you are united without being able to have a synod? I am afraid that many orthodox churches would like to stay in this situation: each as a separate church which is totally independent and has nothing to do with the other churches. I think this is wrong ecclesiology; it is very bad. And it does a lot of harm to the Orthodox Church. In order to appear as one Church we need to have someone who will coordinate the Orthodox churches. Now, if we do not like Constantinople to be our coordinator, let us have someone else. The tradition, our canonical structure has given us Constantinople. And that´s what Constantinople is doing: it coordinates the Orthodox Churches, so that they will appear as one Church and not as many churches. And I think we should all be grateful for that and not complain about it.

The extremist views today are most frequently presented in the internet, which is becoming the leading medium of the century. People who would normally not be able to publish, can express their opinion publicly in the internet…

Metropolitan Ioannis: Yes, I know. It is true about the internet: anyone can say anything, so it is difficult to correct the views, if they are wrong. I hope an interview like this can help correct certain opinions. That is all we can do.
Serbian Theology Leading in the Orthodox World

Your Eminence, you are very well known and highly respected in the Serbian Orthodox Church, also in Serbia generally. You hold an honorary doctorate from the Orthodox Theological Faculty in Belgrade. How would you describe your relationship with Serbia?

Metropolitan Ioannis: My relationship with the Serbian Orthodox Church is a very, very warm one. Also, on the level of personal relationships with  the people and particularly with the Serbian Orthodox theology; I notice that almost everything I write in English is already translated into Serbian even before it is published in the Greek language. That makes me feel that I am in constant theological contact with the Church in Serbia. I believe, judging from what I saw during my visits to Serbia, that at this moment the Serbian Orthodox theology is leading in the Orthodox theology as whole. It has very good theologians and goes in the right direction. I noticed young theologians from Serbia, who are in my view the most promising ones that I know. I met one of those excellent young Serbian theology students just yesterday, here in Münster.

The Serbian Orthodox Theology has, to a great extent, liberated itself from the influence of scholasticism, which is sometimes not true about theology in Greece, Romania and other places. There are still strong Western influences and unfortunately, we have not found our way as Orthodox theology just yet. But in Serbia, I think, theology is patristic and very Orthodox in the right way. Thus, I hope and expect that one day the Serbian Orthodox Church will lead the Orthodox world, theologically.

Metropolitan Ioannis Zizioulas spoke with the responsible editor of SOK AKTUELL, Tihomir Popovic, on the 2nd June 2010 in Münster, prior to receiving the honorary doctorate of the Münster University.

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News Agency of the Serbian Orthodox Diocese of Central Europa

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News Agency of the Serbian Orthodox Diocese for Central Europe 9th July 2010

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9th July 2010

Metropolitan Ioannes Zizioulas: “Orthodoxy Cannot be Afraid of Dialogue”

Metropolitan Ioannis (John) Zizioulas of Pergamon is undoubtedly one of the most influential orthodox theologians of our age. With his concept of eucharistic ecclesiology he has lead the orthodox theologians towards a less scholastic way of thinking. His openness for interconfessional relationships was crucial for starting an institutional dialogue between the Roman Catholic and the Orthodox Church in the second half of the 20th Century. This is the reason why he received an honorary doctorate from the Catholic Theology Department of the University of Münster in Westphalia, Germany. On the 2nd of June, Metropolitan Ioannis was made doctor honoris causa together with the Rev. Ishmael Noko, Secretary General of the Lutheran World Federation. In an interview with the Germany-based Serbian Orthodox News Agency SOK AKTUELL, Metropolitan Ioannis discussed his experiences in the ecumenical dialogue, some extreme movements in the Orthodox societies and his contacts with the Serbian Orthodox Church.

Your Eminence, may I congratulate you for the honorary doctorate you will today receive from Münster University. Is this for you an act of a purely academic or rather of an ecumenical recognition?

Metropolitan Ioannis: I think it is both, in a sense. It is an academic recognition, coming from a renowned and a very important university. It is an honour for me to receive it. At the same time: everything I am and I do, both as a theologian and in general, belongs to the Church, because I devoted myself to it. All the honours I receive are extended to the Church to which I belong and to which I serve. I regard this recognition also as an appreciation of the Orthodox Church by the Roman Catholic Church and the University of Münster.

You are, together with Cardinal Kasper, Co-President of the Joint International Commission for Theological Dialogue between the Roman Catholic and the Orthodox Church. How would you describe the present state of this dialogue and what are your expectations for the future?

Metropolitan Ioannis: This dialogue is, I think, the most important theological dialogue we have at present. I don´t regard other dialogues as not important but I think this dialogue is particularly important because the Roman Catholic and the Orthodox Church share a common tradition, the entire first millennium, seven Ecumenical Councils, the same Church Fathers, the veneration of the Holy Mother of God and of the Saints. Thus, it is very important that these two churches entered into a dialogue process, as an effort to restore their full communion, which has been broken in the 11th century. This dialogue started in the spirit after Vatican II with the opening of the Roman Catholic Church for Ecumenism. It also started in the spirit of good relationships, especially of the Church of Constantinople under Patriarch Athenagoras and the Church of Rome under Pope Paul VI. I was involved in this dialogue from the very beginning and even took part in the preparations for the dialogue. The subject of this dialogue, the ecclesiology, is a most important subject. There are other differences of course, doctrinal differences, but I think we share a lot of common ground in ecclesiology. We can build on that ground. There are also differences in this area, particulary the differences concerning the question of the primacy and the Bishop of Rome. But the dialogue started from what unites us in ecclesiology and gradually we moved towards the problems we have to solve. As the basis we use the eucharistic ecclesiology, something that particularly the Orthodox have proposed, but which the Roman Catholics, after Vatican II, have accepted to a great extent.

The documents we produced so far: in Munich, Bari and even later in Ravenna, are all common documents which show that the basic principles of ecclesiology are common. Now, when we come to the differences, which are very serious, as I said, we will have to ask ourselves how we can justify our differences since we share this common ground. And that is now where we are.

We have now entered the discussion of the primacy, starting with the first millennium. It is our intention to see how the primacy of the Church of Rome was recognized universally and in what way and under what conditions it was recognized in the first millennium. And the main condition was of course that it was always exercised in the context of synodality. I think up to that point we have a convergence. After we finished the first millennium we will discuss the second millennium, which is the most difficult one, because at that time the Papacy developed without any communion with the East and rather in the spirit of polemics with the East. We will have to see how we can agree on the second millennium and what can be done about that. After we finish with the second millennium, which is a historical investigation, we´ll have to discuss the theological principles concerning the primacy: why the Church needs primacy and on what conditions it can be accepted. Thus, we have still of lot of work to do. We are not near a final agreement at all, but we are going, I think, in a good direction. As I always say, it is the Spirit of God that finally decides. We offer our humble efforts, but God will guide the whole thing.

I believe that if we continue in this spirit of mutual respect and love between the Churches, if we don´t start the polemic as in the past, and if we listen to each other carefully, we may make progress. In the past we received the lesson that it is possible to make progress if you listen to each other carefully.

It is no secret that in the Orthodox world there exist certain groups which are not ready to “listen carefully”, as you put it. There are many organisations and individuals who oppose the very dialogue with the Roman Catholic Church.

Metropolitan Ioannis: I think these people still live in the psychology of the second millennium when the Roman Catholic Church made many attempts to dominate the Orthodox. It is true that there was a strong suspicion that in every dialogue there is an attempt to bring the Orthodox under the domination of Rome. Thus, these people are afraid that this can happen again with the current dialogue. I can understand their fear, but I believe that what we will have to ask this people is, firstly, whether it is impossible that something may have changed in the attitude and the mentality of the Roman Catholic Church? Is it still certain that the Roman Catholic Church will operate in the way it operated in the second millennium? I think there are signs since Vatican II that the Roman Catholic Church has changed its attitude towards the Orthodox Church. They do not want to bring us under the domination of the Pope. And the other thing I ask these individuals is: what is wrong with speaking with people, even with enemies, even with those we do not fully trust and are suspicious of? I think there is no danger in speaking with them. The dialogue is not something we must be afraid of, because the Orthodox  will not lose anything by the dialogue. Unless we do not have self-confidence, and are afraid that we cannot present the Orthodox faith to the Roman Catholics faithfully. Than we have to say: “We are not ready for the dialogue because we do not think we can present our faith. We do not have theologians and theology that can present our faith faithfully.” If that is what they believe, I think it is wrong, because the Orthodox theology is very strong and it is respected, even very deeply, by the West in general. Therefore we must be self-confident. We have the true faith and we are able to confess our true faith faithfully. Up to this moment, no one has accused those who participate in the dialogue of not being faithful to the Orthodox faith. What they accuse them of, is that they speak with others, that they take part in the dialogue. This is totally unacceptable, because Orthodoxy cannot be afraid of the dialogue. This is what I say to these people. If they have a criticism to make as to whether we are faithful to the Orthodox faith: I will welcome that. But if they criticise us merely for having a dialogue with other people, than I cannot follow them.

We cannot stop the dialogue. We are responsible towards God. It is tragic if we are just satisfied with ourselves and do not care about the unity of the Church.

One also notices certain insecurities regarding the preconcilliary meetings in Chambésy concerning the Bishops´ Conferences in the Orthodox diaspora. In some parts of the Orthodox society they are sentiments equalling almost to a suspicion that there is a tendency of domination by the Church of Constantinople. How do you see this process of regulating the diaspora?

Metropolitan Ioannis: I think, quite objectively speaking, that there is no sign at all that the Church of Constantinople can or would like to impose anything to the other churches. All our decisions have been made with the consent of all other churches. The Patriarch of Constantinople  has never decided anything referring to the Orthodox Church as a whole without consulting the other Patriarchs. Thus, this fear is unfounded. On the other hand we have to recognise that, as an Orthodox Church, we have to be somehow united and not be simply a confederation of churches. I always suffer when we are treated, by the Roman Catholics particularly but also by other Christians, as “churches” and not as a “Church”. And we offer them ground to think like that because we have not managed to have a synod for such a long time. How can you say you are united without being able to have a synod? I am afraid that many orthodox churches would like to stay in this situation: each as a separate church which is totally independent and has nothing to do with the other churches. I think this is wrong ecclesiology; it is very bad. And it does a lot of harm to the Orthodox Church. In order to appear as one Church we need to have someone who will coordinate the Orthodox churches. Now, if we do not like Constantinople to be our coordinator, let us have someone else. The tradition, our canonical structure has given us Constantinople. And that´s what Constantinople is doing: it coordinates the Orthodox Churches, so that they will appear as one Church and not as many churches. And I think we should all be grateful for that and not complain about it.

The extremist views today are most frequently presented in the internet, which is becoming the leading medium of the century. People who would normally not be able to publish, can express their opinion publicly in the internet…

Metropolitan Ioannis: Yes, I know. It is true about the internet: anyone can say anything, so it is difficult to correct the views, if they are wrong. I hope an interview like this can help correct certain opinions. That is all we can do.


Serbian Theology Leading in the Orthodox World

Your Eminence, you are very well known and highly respected in the Serbian Orthodox Church, also in Serbia generally. You hold an honorary doctorate from the Orthodox Theological Faculty in Belgrade. How would you describe your relationship with Serbia?

Metropolitan Ioannis: My relationship with the Serbian Orthodox Church is a very, very warm one. Also, on the level of personal relationships with  the people and particularly with the Serbian Orthodox theology; I notice that almost everything I write in English is already translated into Serbian even before it is published in the Greek language. That makes me feel that I am in constant theological contact with the Church in Serbia. I believe, judging from what I saw during my visits to Serbia, that at this moment the Serbian Orthodox theology is leading in the Orthodox theology as whole. It has very good theologians and goes in the right direction. I noticed young theologians from Serbia, who are in my view the most promising ones that I know. I met one of those excellent young Serbian theology students just yesterday, here in Münster.

The Serbian Orthodox Theology has, to a great extent, liberated itself from the influence of scholasticism, which is sometimes not true about theology in Greece, Romania and other places. There are still strong Western influences and unfortunately, we have not found our way as Orthodox theology just yet. But in Serbia, I think, theology is patristic and very Orthodox in the right way. Thus, I hope and expect that one day the Serbian Orthodox Church will lead the Orthodox world, theologically.

Metropolitan Ioannis Zizioulas spoke with the responsible editor of SOK AKTUELL, Tihomir Popovic, on the 2nd June 2010 in Münster, prior to receiving the honorary doctorate of the Münster University.

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ИНФОРМАТИВНА СЛУЖБА СРПСКЕ ПРАВОСЛАВНЕ ЕПАРХИЈЕ СРЕДЊОЕВРОПСКЕ 9. јули 2010.

ИНФОРМАТИВНА СЛУЖБА

СРПСКЕ ПРАВОСЛАВНЕ ЕПАРХИЈЕ СРЕДЊОЕВРОПСКЕ

9. јули 2010.

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Митрополит Јован Зизјулас: «Православље се не може бојати дијалога»

Почасти припадају Цркви: Митрополит пергамски Јован

Митрополит пергамски Јован (Јоанис) Зизјулас је несумњиво један од најутицајнијих православних богослова нашег доба. Својим концептом евхаристијске теологије он је повео православне богослове ка мање схоластичком начину размишљања. Његова отвореност за међуцрквене односе била је од централног значаја при започињању институционалног дијалога између Римокатоличке и Православне цркве у другој половини 20. века. То су били и разлози због којих је Митрополит добио звање почасног доктора Католичког теолошког факултета Вестфалског Вилхелмовог Универзитета у Минстеру (Немачка). Дана 2. јуна, Митрополит Јован је проглашен почасним доктором заједно са свештеником Ишмаелом Ноком, генералним секретаром Лутеранског светског савеза. У разговору са Информативном службом Епархије средњоевропске, Митрополит Јован Зизјулас говори о својим искуствима у екуменском дијалогу, о неким екстремним покретима у православним друштвима и о својим контактима са Српском православном црквом.

Ваше Високопреосвештенство, дозволите да Вам најпре честитамо на почасном докторату који ћете данас примити од Универзитета у Минстеру. Да ли је за Вас то акт чисто академског или пре екуменског признања?

Митрополит Јован Зизјулас: Мислим да је, у извесном смислу, и једно и друго. Ради се о академском признању од стране једног познатог и веома важног универзитета. Биће ми част да га примим. Истовремено: све што јесам и што чиним, и као теолог и уопште, припада Цркви, јер сам јој се посветио. Све почасти које примам односе се и на Цркву којој припадам и којој служим. Сматрам ово признање знаком поштовања Римокатоличке цркве и Универзитета у Минстеру према Православној цркви.

Ви сте, заједно са кардиналом Валтером Каспером, копредседник Мешовите међународне комисије за богословски дијалог између Римокатоличке и Православне цркве. Како бисте описали садашње стање овог дијалога и шта очекујете од будућности?

Митрополит Јован Зизјулас: Мислим да је тај дијалог најважнији теолошки дијалог који се тренутно води. Не сматрам друге дијалоге неважнима. Но, мислим да је овај дијалог посебно важан за Православне јер Римокатоличка и Православна црква деле заједничку традицију, цео први миленијум, седам Васељенских Сабора, исте Свете Оце, поштовање Пресвете Богородице и Светитеља. Зато је заиста веома важно да су ове две цркве ушле у дијалошки процес, као покушај да обнове своје пуно јединство, прекинуто у 11. веку.

Овај дијалог започет је у духу насталом после Другог ватиканског сабора, отварањем Римокатоличке цркве за екуменизам. Исто тако је започет и у духу добрих односа, посебно Цариградске цркве под Патријархом Атинагором и Римске цркве под Папом Павлом шестим. Ја сам од самог почетка учествовао у овом дијалогу и чак имао удела и у његовој припреми. Тема овог дијалога, еклисиологија, веома је важна тема. Постоје друге разлике, разлике у доктрини, али мислим да имамо доста заједничког у области еклисиологије. На том темељу можемо градити. Има наравно и разлика и у тој области: посебно у вези са питањем примата и бискупа римског. Но, дијалог је започет од онога што нас уједињује у еклисиологији, па смо постепено кренули према проблемима које треба да решимо. Као базу користимо евхаристијску теологију, нешто што су посебно Православни предложили, али што су и Римокатолици прихватили у великој мери, посебно после Другог ватиканског сабора.

Сви документи које смо смо до сада саставили: у Минхену, Барију, па чак и касније у Равени, су заједнички документи који показују да су нам основна начела еклисиологије заједничка. Кад дођемо до разлика, које су, како сам рекао, веома озбиљне, морамо да се запитамо како можемо да оправдамо разлике међу нама кад делимо заједнички темељ. То је ситуација у којој смо сада.

Ушли смо у дискусију о примату, почињући са првим миленијумом. Намера нам је да испитамо како је примат римске Цркве био универзално признат, те на који начин и под којим условима је био признат у првом миленијуму. Основни услов је, наравно, да се примат увек испољавао у контексту саборности. Мислим да се до те тачке слажемо. Када завршимо са првим миленијумом, окренућемо се другом миленијуму, који је најтежи од свих, јер се у току њега папство развијало без икаквог заједништва са Истоком и то заправо у духу полемике са Истоком. Видећемо како ћемо се сложити у вези са другим миленијумом и шта може на томе да се уради. Када завршимо са другим миленијумом, што ће бити историјско истраживање, бавићемо се богословским начелима који се тичу примата: зашто је Цркви потребан примат и под којим условима се он може прихватити. Дакле имамо још много посла. Нисмо ни близу завршног договора али мислим да се крећемо у добром правцу. Као што увек кажем, Дух Божији коначно одлучује. Ми нудимо наше скромне напоре, али Бог ће водити целу ствар.

Верујем да можемо напредовати ако наставимо у духу обостраног поштовања и љубави међу црквама, ако не започињемо полемисања као у прошлости и ако пажљиво слушамо једни друге. У прошлости смо добили лекцију да је могуће напредовати ако једне друге слушамо пажљиво.

«Трагична» самодовољност без бриге о јединству Цркве

Није тајна да у православном свету постоје извесне групације које нису спремне да, како сте рекли, «пажљиво слушају». Бројне су организације и појединци који се опиру и самоме дијалогу са Римокатоличком црквом.

Митрополит Јован Зизјулас: Мислим да ти људи још увек живе у психологији другог миленијума, у којем је Римокатоличка црква много пута покушавала да доминира православнима. Истина је да постоји јака сумња да се у сваком дијалогу крије покушај да се православни доведу под доминацију Рима. Стога се ти људи плаше да ће се то догодити и са тренутним дијалогом. Могу да разумем њихов страх. Но, оно што ћемо ове људе морати да упитамо је, најпре, да ли је немогуће да се нешто променило у држању и менталитету Римокатоличке цркве? Да ли је још увек извесно да ће Римокатоличка црква делати онако како је делала током другог миленијума? Мислим да има знакова да је Римокатоличка црква променила своје држање према Православној цркви након Другог ватиканског сабора. Они не желе да нас доведу под доминацију Папе.

Друга ствар коју питам те људе је: шта је погрешно у разговору са људима, чак и са непријатељима, чак и са онима којима не верујемо потпуно и у које сумњамо? Мислим да нема опасности у разговору са њима. Дијалог није нешто чега морамо да се плашимо, пошто православни неће дијалогом ништа изгубити. Једино ако немамо самоуверености и ако се бојимо да не можемо представити православну Веру римокатолицима на веран начин. Онда морамо да кажемо: «Нисмо спремни за дијалог јер не мислимо да можемо да представљамо нашу Веру. Немамо богослове и богословље који нашу Веру могу верно представити.» Ако има људи који тако мисле, ја мислим да нису у праву, јер је православно богословље веома јако и поштовано, чак веома дубоко поштовано, на Западу уопште. Стога морамо бити самоуверени. Имамо праву Веру и способни смо да нашу праву Веру исповедамо верно. До овог тренутка нико није оптужио учеснике у дијалогу да нису верни православној Вери. Оно за шта их оптужују је да разговарају са другима: да учествују у дијалогу. Ово је потпуно неприхватљиво, јер се Православље не може бојати дијалога. То ја таквим људима кажем. Ако имају критике у вези са нашом верношћу православној Вери: ја ћу то поздравити. Али ако нас критикују само зато што водимо дијалог са другим људима, онда не могу да их разумем.

Дијалог не можемо зауставити. Одговорни смо пред Богом. Трагично је ако смо само задовољни самим собом, а не бринемо се о јединству Цркве.

Приметне су извесне несигурности у вези са предсаборским конференцијама у Шамбезију у области оснивања епископских конференција у православној дијаспори. У неким деловима православних друштава постоје осећања готово равна сумњи да постоји тежња за доминацијом цариградске Цркве. Како Ви посматрате овај процес уређења дијаспоре?

Митрополит Јован Зизјулас: Мислим да, објективно говорећи, уопште нема знакова да цариградска Црква може или да би желела ишта да наметне другим црквама. Све наше одлуке су донете консензусом са свим другим црквама. Цариградски Патријарх никад није одлучио ништа што се тиче Православне Цркве као целине без консултовања са другим патријарсима. Тај страх је дакле неоснован. С друге стране морамо да признамо да, као Православна Црква, морамо некако да будемо уједињени, а не просто да будемо конфедерација цркава. Увек ми је тешко када нас поготово римокатолици, али и други хришћани, третирају као «цркве», а не као «Цркву». А ми им нудимо основу да тако размишљају, пошто нисмо успели да одржимо Сабор тако дуго. Како можете да кажете да сте уједињени кад нисте у стању да одржите Сабор? Бојим се да би многе православне цркве желеле да се остане у овој ситуацији: свака црква за себе, потпуно независна и без икакве везе са другим црквама. Мислим да је то погрешна еклисиологија. Врло је лоша. И чини велику штету Православној Цркви. Да бисмо наступали као једна Црква треба нам неко ко ће координисати православне цркве. Ако нећемо да Цариград буде наш координатор, хајде да узмемо неког другог. Традиција, наша канонска структура дала нам је Цариград. И то је оно што Цариград ради: координише Православну Цркву, да би наступала као једна Црква, а не као мноштво цркава. Мислим да треба сви да будемо захвални на томе, а не да се жалимо.

Екстремистички погледи на свет данас се најчешће износе на интернету, који постаје водећи медијум века. Људи који иначе не би могли да објављују, могу на интернету да јавно изразе своје мишљење…

Митрополит Јован Зизјулас: Да, знам. Тачно је то у вези са интернетом: свако може да каже шта хоће, па је тешко исправљати ставове, ако су погрешни. Надам се да интервју као што је овај може да помогне. То је све што можемо да учинимо.

Српско богословље водеће у Православљу

Ваше Високопреосвештенство, Ви сте веома признати и поштовани у Српској православној цркви и Србији уопште. Такође сте носилац почасног доктората Богословског факултета у Београду. Како бисте описали Ваше односе са Србијом?

Митрополит Јован Зизјулас: Моји односи са Српском православном црквом су врло, врло топли. Исто тако на нивоу личних односа са људима, а посебно са српским православним богословљем. Примећујем да је скоро све што напишем на енглеском преведено на српски чак и пре него што се изда на грчком. То доприноси мом осећају да сам у непрестаном богословском контакту са Црквом у Србији. Верујем да је, судећи по ономе што сам видео током својих посета Србији, српско православно богословље водеће у области православног богословља као целине. Заступају га врло добри теолози и иде у добром правцу. Запазио сам младе богослове из Србије који по мом мишљењу обећавају највише од свих које познајем. Једног од одличних српских студената богословља сам управо јуче сусрео овде у Минстеру.

Српско православно богословље се у великој мери ослободило утицаја схоластике, што се не може увек рећи о богословљу у Грчкој, Румунији и на другим местима. Још увек постоје јаки западни утицаји и нисмо још увек нашли свој пут као православно богословље. Но, у Србији је, мислим, богословље светоотачко и веома православно на прави начин. Стога се надам и очекујем да ће једнога дана Српска православна црква предводити православни свет у теолошком смислу.

Митрополит Јован Зизјулас и Тихомир Поповић након разговора у Минстеру

Разговор са Митрополитом Јованом Зизјуласом водио је Тихомир Поповић, одговорни уредник СОК АКТУЕЛ, Информативне службе Епархије средњоевропске, 2. јула 2010. у Минстеру, пре доделе почасног доктората Митрополиту Јовану.

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Зауставите политички циркус фалсификовања историје

Зауставите политички циркус фалсификовања историје
05.07.2010.

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Зауставите политички циркус фалсификовања историје

Извршни директор Европског покрета  НАШИ коријени Жарко Томановић позвао је данас министра просвјете и науке Црне Горе Славољуба Стјепановића да хитно заустави  „политички циркус фалсификовања историје“  и да српски језик не фалсификује, тиме би  се , како наводи, прикључили демократској Аустрији и Америци  или да, језик, ако баш морате нешто да радите како би сте примали плату  назовете српско-црногорски или црногорско-српски  јер једино ће га тада , како наводи,    неко схватити и подржати у  „осионом науму“.

– Поштовани Министре слушајући ваше саопштење о увођењу црногорског језика или како сте рекли “постоји обавеза да све радимо на црногорскоме језику од сада и убудуће” желимо да Вас подсјетимо да је сва историја и све што је стварано у Црној  Гори  написано на српском језику.Српски је писао Његош,краљ Никола па зашто би сте Ви министре фалсификовали историју једне часне земље и једнога народа ? Ко вам је то наредио? За чије интересе? Ви министре  се бавите обмањивањем и од једнога дијалекта српскога језика правите црногорски језик, овим покушавате да поништите корјене српскога народа и поништите везе црногораца са српским коријенима. Сматрамо да ово радите у циљу политичких манипулација а не језичких ,глумећи насилни ауторитет те тиме кршите основна  људска  права а  са Ваше  функције обмањујете грађане који знају ко су и шта су – наводи Томановић у отвореном писму црногорском министру Просвјете и науке.

Томановић министра подсјећа  да у Аустрији говоре њемачки и никада га нису назвали аустријски језик, Американци говоре енглески језик и  никада га нису назвали амерички, сем што га по неки грађанин због дијалекта зове америчко-енглески.

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Некоме је и текако стало да се са простора Србије уклоне сва згаришта које су нам непријатељи Србије, на самом крају 20. века, нанели без икаквог, нама познатог, разлога

Данашњи „Блиц“, на страни Б-6 и 7 објави, уз пригодне фотографије вест која вређа, а под насловом:

„Зграде срушене у НАТО бомбардовању и даље ругло престонице“

Шта ме је увредило?

Некоме је и текако стало да се са простора Србије уклоне сва згаришта које су нам непријатељи Србије, на самом крају 20. века, нанели без икаквог, нама познатог, разлога. Због тога, ове рушевине нису никакво „ругло“, по тврђењу ових аутора, већ, престављају стравичне споменике наше блиске прошлости, око којих се и те како задржавају страни туристи, па због тога би Србија имала доста разлога да ове споменике овековечи за цео 21. век, јер

престављају сву свирепост Запада, које ми, на овим просторима, не смемо заборавити.

Ко нас гура да то заборавимо, раван је онима који су нас бомбардовали. Уразумите се ви, савремена пискарала, јер знамо да сте за то добро плаћени, па се сами сврставате уз оне, које народ прозива.

Приказани су објекти које су непријатељи бомбардовали, а исти су обновљени, нажалост, промењена им је улога, па су обновљени, само незнам чијим средствима, а сада присвојени за мале паре. Ту лежи сва трулеж, која ће се, надомо се бити од народа осуђена, а њени актери, који све ово учинише, остају на бувљаку прошлости, као негативци.

И док се пишу ови редови објављена је вест да се данас, у посети Приштини, налази бивши председник В.британије, Тони Блер, један, који се и у свом данашњем наступу похвали бомбардовањем СРЈ, па закључујем и сам, с чим се умни стиди злочинац се поноси.

Због онога што нам је Запад, на крају прошлог века учинио, а и због будушћности, нас и наших нараштаја, најмање има разлога да тежимо тамо где нам место сада и  није: у осињак злотвора, убица, паразита, који се и не умеју стидети својих злодела, баш као и свака животиња. Када схватимо да смо равноправни, и да нас не сматрају својом колонијом, како нас данас цене и вреднују, могуће је да се и удружимо. Њима данас најмање можемо веровати, јер су свакога превали, а сигуран сам да ће и нас.

Због тога споменике, њихових злодела, треба сачувати да би нас поштовали.

Ко не уме себе да цени, њега други најмање ће ценити. Само онај ко се злоделу супростави биће и цењен.

9.јул 2010.                                                    Милан Марковић – Миле, Београд

MIT DEN NATO-BOMBEN KAM AUCH ANTISEMITISMUS NACH SERBIEN – Autor der Überschrift, Dusan Nonkovic

Postovani Dusane Nonkovicu,javljam vam se u vezi

Kompletan tekst u originalu na nemackom jeziku:

http://www.gegendenantisemitismus.at/serbien.php

Texte

Petar Milatoviæ Ostroski

Der serbische Antisemitismus im 21. Jahrhundert

Petar Milatoviæ Ostroski ist Journalist und Schriftsteller, Vorstand des Serbischen Kultur- und Informationszentrums Wien. Er hat die Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich Ende Juni 2010 dankenswerterweise auf einschlägige Kommentare auf der Website der auch hierzulande verbreiteten Zeitung Vesti hingewiesen. Dort werden offener Vernichtungsantisemitismus und nationalsozialistische Propaganda nicht oder nur widerwillig und auf starken Druck hin gelöscht.

Dass der Antisemitismus am Anfang des 21. Jahrhunderts Gegenwart in Serbien ist, davor warnt uns eine alarmierende Pressemeldung des Verbands der jüdischen Gemeinden vom 12. März 2010, die über die nationale Nachrichtenagentur Tanjug an die breite Öffentlichkeit gelangte und deutlich zeigt, dass sich der serbische Antisemitismus in großem Ausmaß und pathologischer Leidenschaft bis heute fortsetzt.

In der erwähnten Pressemeldung, welche von der Jüdischen Gemeinde in Serbien freigegeben wurde, heißt es:

„Der Verband jüdischer Gemeinden hat in mehrmaligen Versuchen bis jetzt von Staats- und Justizinstanzen gefordert, dass man der Veröffentlichung und Verbreitung von antisemitischer Literatur Einhalt gebietet. Diese Umstände haben in Serbien schon bedenkliche Ausmaße angenommen und in Buchhandlungen und auf Buchmessen lassen sich über Hunderte Titel mit dieser Thematik vorfinden. Im Anhang hinterlegen wir eine kurze Auflistung der Werke, die auf charakteristische Weise davon zeugen. Ein großer Teil dieser Werke sind Abdrucke von Ausgaben aus der Okkupationszeit des Zweiten Weltkrieges. Aber es gibt auch welche mit neuerem Erscheinungsdatum. Wir forderten zum Beispiel vor einem Jahr ein gesetzliches Verbot für die Verbreitung von ‚Königreich der Chasaren‘ von D. Lui, erhielten aber bis zum heutigen Tag keine Antwort auf unser Gesuch. Zwischenzeitlich erlebte dieses Werk einige Neuauflagen und der Autor erschien mit neuen Büchern ähnlichen Inhaltes. Bei der Weihnachtsbuchmesse im Jänner im ‚Dom Sindikata‘ wurde auf mehreren Verkaufsständen antisemitische Literatur verkauft einschließlich des verschrienen Falsifikates ‚Protokolle der Weisen von Zion‘. Die Warnung der Gemeinschaft und Einzelner wie auch eines Teils der Medien haben nur den Verkauf dieses Buches erhöht und die verantwortlichen Behörden haben nichts unternommen, um dieses Buch aus den Verkaufsständen zu entfernen.

Die letzte Publikation dieser Art ist unlängst in Serbien veröffentlicht worden: ‚Mythos Holocaust‘ von Jürgen Graf, in welchem der Holocaust und insbesondere die Existenz von Gaskammern in Auschwitz geleugnet wird. Wegen Veröffentlichung dieses Buches und Leugnung des Holocaust wurde Graf in der Schweiz zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt, floh jedoch außer Landes. Dieses Buch erhielt eine Katalognummer in der Volksbibliothek Serbiens.

Seither sind alle Versuche der jüdischen Gemeinde, solcher Literatur Einhalt zu gebieten, vergeblich und da die Staatsanwaltschaft und Gerichtsbehörden nicht reagieren, informieren wir sie, dass wir wir die Möglichkeit eines öffentlichen Protestzuges vor das Justizministerium in Erwägung ziehen. Wir sind überzeugt, dass sich dem Protest all jene anschließen werden, die die Einhaltung von Gesetzen einfordern, nach denen das Verbreiten nationalen, ethnischen, rassen- und glaubensideologischen Hasses gesetzwidrig ist, was auch die Veröffentlichung und Verbreitung antisemitischer, rassistischer und nationalistischer ‚Literatur‘ beinhaltet.

Der Verband der jüdischen Gemeinden appelliert bei dieser Gelegenheit an die Staatsanwaltschaft, bis zur Beendigung des Verfahrens ein einstweiliges Verbot der Distribution des Buches ‚Mythos Holocaust‘ von Jürgen Graf auszusprechen.

Das Leugnen des Holocaust stellt in vielen Ländern eine strafbare Handlung dar. Am Mittwoch, den 10. März 2010 hat auch der ungarische Präsident László Sólyom eine gesetzliche Verordnung unterzeichnet, nach der das Leugnen des Holocaust eine strafbare Handlung darstellt und mit bis zu drei Jahren Haft geahndet wird.“ (1)

Als Anlage wurde vom Verband der jüdischen Gemeinden Serbiens zur öffentlichen Einsicht eine Liste antisemitischer Literatur hinterlegt:

  1. D. Ljotiæ : Jevreji u Srbiji („Die Juden in Serbien“)
  2. D. Ljotiæ: Drama savremenog covecanstva („Das Drama der modernen Menschheit“)
  3. L. Prokiæ: Ko su oni? („Wer sind die?“)
  4. M. E. Ravejdz: Jevrejska Zavera („Die jüdische Verschwörung“)
  5. M. Mojiæ: Srpski narod u kandzama Jevreja („Das serbische Volk in den Klauen der Juden“)
  6. M. Mojiæ: Zasto mrzim Jevreje („Warum ich Juden hasse“)
  7. G. Pavloviæ: Pod sestokrakom zvezdom („Unter dem sechseckigen Stern“)
  8. Prodor judeo-masonerije u rimokatolicku crkvu („Die Durchdringung der jüdischen Freimaurer in der römisch-katholischen Kirche“)
  9. Frojdova pseudonauka („Freuds Pseudowissenschaft“)
  10. Frojd i Anhstajn – dva lazna jevrejska velikana („Freud und Einstein – zwei falsche jüdische Größen“)
  11. Srbin povratnik medu novosrbima („Der serbische Rückkehrer zwischen Neuserben“)
  12. Vladika Nikolaj o idejnim i duhovnim trovacima sa Zapada („Bischof Nikolaus über die ideologischen und spirituellen Giftmischer des Westens“)
  13. A. Protiæ: Vladika Nikolaj o Judejcima, neprijateljima hri¶æanstva i hri¶æana („Bischof Nikolai über die Juden, den Feinden des Christentums und der Christen“)
  14. N. Velimiroviæ: Kroz tamnicki prozor („Durch das Gefängnisfenster“)
  15. Nacionalni hri¶æanski manifest („Nationales christliches Manifest“)
  16. O besmislu „antisemitizma“ i „anti-antisemitizma“ („Die Absurdität des ‚Antisemitismus‘ und ‚Anti-Antisemitismus“)
  17. Abt Joakim Saenc i Ariaga: Judin sindrom u rimokatolickoj crkvi („Jüdisches Syndrom in der römisch-katholischen Kirche“)
  18. Rugobe i lazi americke demokratije („Monster und Lügen der amerikanischen Demokratie“)
  19. I. Isakov: Sveti oci o jevrejskom pitanju („Die Heiligen Väter über die Judenfrage“)
  20. D. Berdvud: Zloba vekovna (kako Judejci skriveno gospodare Britanijom) („Jahrhunderte Groll [die Juden, die versteckten Herren Britanniens]“)
  21. Z. Saviæ: Jevreji u Ogledalu Svetog pisma („Die Juden im Spiegel der heiligen Schrift“)
  22. C. Vajsman: Zli i prokleti („Böse und verflucht“)
  23. Dr. K. Bergmeister: Zavera nad zaverama („Die Verschwörung der Verschwörungen“)
  24. V. Grimstad: Znamenite licnosti o jevrejima („Namhafte jüdische Persönlichkeiten“)
  25. 3000 godina u sluzbi satana („3000 Jahre im Dienst von Satan“)
  26. Pet krvavih revolucija judeo-bankara u njihove judeo-masonerije („Fünf Revolutionen jüdischer Banker und ihre jüdische Freimaurerei“)
  27. D. K. Skot: Vlada u Senci („Die Schattenmacht“)
  28. Svetosavski nacionalizam u judeo-masonskom okruzenju („Der Heilige Nationalismus im Umfeld jüdischen Freimaurertums“)
  29. Utemljitelji savremenog srpskog nacionalizma (Vladika Nikolaj, Ava Justin i Dimitrije Ljotiæ) („Die Anstifter des modernen serbischen Nationalismus, Vladika Nikolai, Ava Justin und Dimitrie Ljotiæ“)
  30. B. Franklin: Cinjenice ostaju cinjenice – cestiti jevreji o gadostima Judejaca i Vavilonskog Talmuda („Tatsachen bleiben Tatsachen – anständige Juden über die Grausamkeiten der Juden und des babylonischen Talmud“)
  31. G. D. Mor: (Ne) sveti Talum („Un-heiliger Talmud“)
  32. B. Vajntraub: Holokaust-dogma judaizma („Holocaust-Dogma des Judaismus“)
  33. D. Rid: Judejska zavera protiv boga i coveka („Die jüdische Verschwörung gegen Gott und den Mensch“)
  34. J. Malins: Prokleti Hana („Der verfluchte Hanan“)
  35. R. H. Goldzborou: Judeo-bankari i „novi“ svetski poredak („Die jüdischen Banker und die ’neue‘ Weltordnung“)
  36. Apioni: Judejci-razoritelji („Jüdische Zerstörer“)
  37. Sendi Market: Pismo dr. Vizentalu – Zasto? (Ein Brief an Dr. Wiesenthal – Warum?)
  38. Demaskirani Talmud („Demaskierter Talmud“)
  39. H. Ford: Medunarodni jevreji („Der internationale Jude“)
  40. Zasto se divim Adolfu Hitleru („Warum ich Adolf Hitler verehre“)
  41. Protokoli sionski Mudraca („Protokolle der Weisen von Zion“)
  42. Mrtve krave protiv sest miliona Jevreja („Tote Kühe gegen sechs Millionen Juden“)
  43. L. Prokiæ: Zasto je rasizam ispravan? („Warum Rassismus richtig ist?“)
  44. A. Lis: Jevrejsko ritualno ubistvo („Jüdische rituelle Morde“)
  45. D. Eckart: Boljsevizam od Mojsija do Lenjina – Razgovor izmedu Hitlera i meine („Bolschewismus von Moses bis Lenin – Gespräche zwischen Hitler und mir“)
  46. N. Vasiæ: Lazni car Sæepan Kis („Der falsche König Stefan Kisch“)
  47. E. Saton: Judeo Bankari i uspon Hitlera („Jüdische Banker und der Aufstieg Hitlers“)
  48. E. Saton: Judeo Bankari i boljsevicka revolucija („Die jüdischen Banker und die bolschewistische Revolution“)
  49. N. Vebster: Nemci i boljsevici („Deutsche und Bolschewiken“)
  50. R. Godzborou: Zajmovi – lanci ropstva („Schulden – Ketten der Sklaverei“)
  51. B. Braun: Kako su Judejci zaverom podjarmili Ameriku („Wie die Juden durch Verschwörung Amerika unterwandert haben“)
  52. R. Durdzeviæ: Vasington pod tolerantnim uljezima („Washington unter toleranten Eindringlingen“)
  53. D. Login: Omadijana Amerika („Amerika unter magischem Einfluss“)
  54. O. Platonov: Zagonetka sionskih mudraca („Das Rätsel der Weisen von Zion“)
  55. D. Luciæ: Kraljevstvo Hazara („Das Königreich der Chasaren“)
  56. J. Graf: Mit o Holokaustu („Mythos Holocaust“) (2)

Die Verbreitung antisemitischer Literatur im heutigen Serbien, im formal demokratischen Serbien, ist nichts Neues. Aus den zahlreichen öffentlichen Auftritten einflussreicher Intellektueller möchte ich die Reaktion des namhaften serbisch-jüdischen Schriftstellers Filip David (3) hervorheben: „Die serbische Verfassung verbietet die Verbreitung von Rassen-, Glaubens- und nationalistischem Hass, aber – wer respektiert das schon? So hat die jüdische Gemeinde mehrmals von der Regierung gefordert, dass das Drucken antisemitischer Literatur verboten und der Verkauf nicht zugelassen wird, aber von der Staatsanwaltschaft kam die Antwort, dass man Bücher nicht verbieten kann. Und all das mit dem zynischen Unterton, dass sich sogar die jüdische Gemeinschaft mitbeteiligen sollte im Finanzieren dieser Ausgaben, so dass die Leute angeblich sehen können, von was für Dummheiten da die Rede ist. Antisemitische Bücher wurden in Nazi-Deutschland gedruckt und keiner ist daraus klüger geworden. Im Gegenteil, diese lesend folgten sie Hitler und der Austreibung.“ (4)

Dass im heutigen Serbien der Antisemitismus wuchert und die Justizbehörden nichts unternehmen, um diesen offenkundigen Antisemitismus abzuwehren, bestätigt auch Aleksander Neæak, der Präsident der Jüdischen Gemeinden Serbiens, der anlässlich des Internationalen Gedenktages der Opfer des Holocaust am 27. Jänner 2010 unter anderem anführte, dass sich in den Buchhandlungen in Serbien 100 antisemitische Bücher befinden: „Der Antisemitismus ist in der ganzen Welt angewachsen, so auch in Serbien. Bei uns wird er vorrangig durch Publikationen antisemitischer Literatur ausgedrückt, welche auf unserem Buchmarkt mit über 100 Titeln präsent ist. Dazu kommen das Schreiben von Graffitis wie auch die Grabmalschändung am jüdischen Friedhof.“ (5)

Um ein wenig Licht auf die antisemitische Dunkelheit in Serbien zu werfen: Neæak betonte, dass der Verband jüdischer Gemeinden Serbiens 20 strafrechtliche Klagen wegen Verbreitung von Antisemitismus eingereicht habe, dass aber bis jetzt noch kein einziges Verfahren eröffnet wurde. (6) Gleichzeitig informierte er die Öffentlichkeit, dass er über dieses beschämende Faktum den Präsidenten Serbiens, Boris Tadiæ, persönlich verständigt habe: „Im jüngsten Gespräch mit dem Präsidenten Serbiens Boris Tadiæ habe ich ihm dieses Problem vorgetragen. Er war überrascht und besorgt über die Tatsachen und äußerte, dass das ‚einem demokratischen Serbien nicht gebührt‘. Er versprach sich persönlich dafür einzusetzen, um diese Haltung zu prüfen.“ (7)

Aleksander Neæak hob hervor, dass strafrechtliche Anzeigen, die sowohl gegen die Herausgeber als auch gegen die Autoren antisemitischer Literatur eingereicht wurden, von den serbischen Justizinstanzen nicht verfolgt wurden und führte Beispiele an: „Während sich die Herausgeber mit der Tatsache rechtfertigen, dass der Verkauf der Literatur Einnahmen bringe, werden die Autoren durch ein anderes Motiv geleitet und dieses ist vorrangig der Hass. Gegen Dejan Luciæ, der ‚Das Königreich der Chasaren‘ geschrieben hat, haben wir eine strafrechtliche Klage eingereicht.“ Neæak fügte an, er hoffe, dass alle Verantwortlichen nach dem Gesetz gegen Diskriminierung bestraft werden. „Neben ‚Das Königreich der Chasaren‘ kann man in den Buchhandlungen in Serbien auch die Ausgaben von ‚Die Weisen von Zion‘ finden, die so genannte ‚Bibel des Antisemitismus‘, dann ‚Die Juden und die serbische Frage‘, ‚Das serbische Volk in den Krallen der Juden‘, ‚Unter dem sechseckigen Stern des Judaismus‘ und ‚Die Freimaurer in der Vergangenheit und Gegenwart‘. Auch befinden sich Werke von Adolf Hitler im freien Verkauf, in denen der Hass gegen das jüdische Volk verherrlicht wird.“ (8)

Es ist äußerst bedauerlich, dass die Justizbehörden des angeblich so demokratischen Serbien absolut nichts unternehmen. Während im Aktionsplan zur Verhinderung antisemitischer Literatur im Staat die zivilisatorischen Errungenschaften gelobt werden, schmäht doch der gleiche Staat mit seiner schamhaften Toleranz von Antisemitismus direkt die Opfer von Auschwitz. Geschmäht wird auch die Generalversammlung der Vereinten Nationen, die am 1. November 2005 den 27. Jänner als den „Gedenktag der Opfer des Holocaust“ ausrief. Ist es angemessen für ein zivilisiertes und demokratisches Land (wenn dieses denn zivilisiert und demokratisch ist), dass dieser internationale Gedenktag in Serbien mit rund 100 antisemitischen und im Buchhandel frei erhältlichen Titeln begangen wird? O tempora, o mores!

Gehen wir ein wenig zurück in die Zeit kurz nach dem Sturz des neokommunistischen Regimes Slobodan Miloseviæ im Jahr 2000: Kurz danach veröffentlichte einer der bekanntesten antisemitischen Autoren Serbiens und einstiger Anhänger der serbisch-faschistischen Bewegung ZBOR (9) im Zweiten Weltkrieg, R. Durdeviæ, „Die Protokolle der Weisen von Zion“ (10) und in der Folge noch weitere Machwerke. Bereits 2001 und folglich nur ein Jahr nach der Inauguration demokratischen Wandels in Serbien äußerte der seinerzeitige Präsident des Verbandes jüdischer Gemeinden, Aca Singer, „dass nichts Konkretes unternommen wird bezüglich dieser Frage“. (11) Während auf der anderen Seite antisemitische Euphorie bei jungen Menschen wuchert, wie das Beispiel der Präsentation eines Buches von Prof. Z. Savi („Die Juden im Spiegel der heiligen Schrift“) zeigt. Serbische Medien berichteten, dass das „Publikum größtenteils aus jungen Leuten bestand, die bei jeder Erwähnung eines jüdischen Namens mit unverdecktem Hass ‚Jude!‘ schrien, wodurch dieses antisemitische Happening Dynamik erhielt. Wegen des pogromartigen Inhalts hat der Verein jüdischer Gemeinden am 4. Mai 2001 gegen den Verfasser des Buches eine strafrechtliche Klage eingereicht und das Ministerium für Innere Angelegenheiten und verantwortliche Behörden informiert. Bis heute haben wir keine Antwort erhalten und das Buch befindet sich weiterhin ohne Probleme in regelmäßiger Distribution. Darum ist es zynisch, wenn Leute der neuen Regierung sich verbal über die Eskalation des Hasses und des Antisemitismus in Serbien entrüsten, ungeeignete Lektionen als Vorstreiter der Demokratie austeilend, […] als ob dies nicht ihnen passiere wie auch uns, geradewegs vor unseren Augen.“ (12)

Es wurde hoffentlich ersichtlich, dass gerade seit Beginn der Inauguration des demokratischen Wandels in Serbien bis zum heutigen Tag mitten in Belgrad die giftigsten antisemitischen Bücher bezeugter Anhänger der serbisch-faschistischen Formation ZBOR, die zu den loyalste Verbündeten Hitlers im Zweiten Weltkrieg zählten, veröffentlicht werden können,. Ist dies nicht eine Verhöhnung des Verstandes und das „Werfen des Handschuhes“ auf alle Errungenschaften der Zivilisation und ist dies nicht eine offene Anerkennung des Geistes Hitlers im heutigen Serbien?

Anmerkungen:

1) Pressemeldung des Verbandes jüdischer Gemeinden Serbien vom 12. März 2010
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2) Ebenda.
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3) Filip David, geboren 1940 in Kragujevac, Schriftsteller, langjähriger Redakteur des dramaturgischen Fernsehprogramms in Belgrad; wurde aus dem serbischen Radio- und Fernsehen entlassen wegen seines Engagements gegen das Regime Slobodan Miloseviæ. Er schrieb mehrere TV-Dramen und Filmszenarien und veröffentlichte drei Gedichtbücher: Bunar u tamnoj sumi („Der Brunnen im dunklen Wald“), Zapiso o stvarnom i nestvarnom („Vermerke über das Reale und Unreale“), Prinzip vatre („Das Prinzip des Feuers“), den Roman Hodocasnici neba i zemlje („Pilger des Himmels und der Erde“) und die Essays Fragmenti iz mranih vremenaoe („Fragmente aus dunkler Zeit“) und Jesmo li udoviáa („Sind wir Ungeheuer“), Svetovi i haosioe („Weltlich und chaotisch“). Gemeinsam mit Miko Kova veröffentlichte er Knjigu pisaa 1992-1995 („Buch der Briefe 1992-1995“). Seine Erzählungen und Romane wurden vielfach ausgezeichnet und David mehrfach geehrt. Während des Krieges in den Regionen des ehemaligen Jugoslawiens schrieb er eine größere Anzahl engagierter Texte, veröffentlicht im Sammelband Zapisi iz mranih vremenaoe („Vermerke aus dunklen Zeiten“) Die Texte wurden im französischen Radio (RFI) übertragen und im Naáoj borbioe (Unser Kampf), Federal Tribune und vielen anderen Zritungen und Magazinen in der Heimat und im Ausland veröffentlicht.
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4) Interview Filip David mit dem Magazin Dani (Sarajevo), November 2008
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5) K. Zivanovi: Mehr als 100 antisemitische Titeln in Buchhandlungen; Tageszeitung Danas, Belgrad, 27. Jänner 2010
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6) Ebenda.
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7) Ebenda.
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8) Ebenda.
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9) ZBOR: jugoslawische Volksbewegung, gegründet am 6. Jänner 1935 in Ljubljana, war eine faschistische Bewegung im Königreich Jugoslawien.
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10) „Die Protokolle der Weisen von Zion“ sind antisemitische Pamphlete über die angebliche jüdische und freimaurerische Verschwörung, um die Weltherrschaft zu erlangen. Sie zählen zu den bekanntesten geschichtlichen Falsifikaten.
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11) Nebojsa Grujicic: Antisemitische Vermerke in Buchhandlungen – Gespräche in der Hölle, Vreme, Ausgabe 545, Belgrad 14. Juni 2001
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12) Ebenda.
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Jadransko more – dobro svih naslednica SFRJ, tvrdi i pokreće slovenački političar Zmago Jelinčič Jadran i ostrva za Srpske žrtve Italija nije predala deo obale Hrvatskoj već SFRJ. U osnovi su međunarodno pravo i istorijske činjenice, kaže Jelinčić. Neke srpske i slovenačke teritorije nisu nikada dekolonizovane.

http://www.srpskapolitika.com/Tekstovi/Komentari/2010/latinica/029.html

Jadransko more – dobro svih naslednica SFRJ, tvrdi i pokreće slovenački političar Zmago Jelinčič

Jadran i ostrva za Srpske žrtve

Italija nije predala deo obale Hrvatskoj već SFRJ. U osnovi su međunarodno pravo i istorijske činjenice, kaže Jelinčić. Neke srpske i slovenačke teritorije nisu nikada dekolonizovane.


Zmago Jelinčič Plemeniti

je slovenački političar. Rođen je 7. januara 1948. u Mariboru, Slovenija, tada Jugoslavija. Predsednik je Slovenačke nacionalne partije – SNS (slv. Slovenska nacionalna stranka)

Poznat je po svom jakom stavu protiv Roma i Hrvata i borbi za južnu slovenačku granicu prema Hrvatskoj. Ima pilotsku licencu i kolekcionar je starog oružja.

Tokom rata u Sloveniji je bio pripadnik Teritorijalne odbrane Republike Slovenije.

Zmago Jelinčič – Plemeniti, predsednik Slovenske nacionalne stranke, član parlamenta Republike Slovenije i Parlamentarne skupštine EU, iznenadio je javno mnjenje energičnim zahtevom da se jadranska obala i otoci podele na sve države naslednice Socijalističke Federativne Republike Jugoslavije. Izričit je da je u pitanju obaveza kakva je i u slučaju zajedničkog zlata, novca i nekretnina bivše savezne države. Jelinčič uverava da će domaći i strani pravni stručnjaci objasniti da u slučaju raspada (ili razbijanja) primorske zemlje, pravo na morsku obalu imaju sve novostvorene države.

U slučaju jugoslovenskog Jadrana, ovaj uporni Slovenac navodi još dve bitne činjenice protiv hrvatskog posedovanja skoro celokupne obale i svih 1.000 ostrva. Prva je da u poslednja dva stoleća, Hrvatska nikad (pravno) nije imala u posedu jadransku obalu, a druga je – za Srbiju i Crnu Goru od velike važnosti – da je Italija, posle Drugog svetskog rata, bila primorana da, na ime ratne štete, ustupi Jugoslaviji Istru, Zadar i otoke.

S obzirom da je Italija, do septembra 1943, bila okupator u Crnoj Gori, Hercegovini, delu Bosne, Dalmaciji, Lici, Kordunu i Gorskom kotaru, odgovorna je za stotine hiljada ubijenih Srba. Umoreni na Rabu, u Jadovnom, hercegovačkim i bosanskim jamama i u logoru smrti Jasenovca, činili su najveću stavku ratne štete – izračunatu (1946) od Sila pobednica.

Tako je Italija, za strahovito stradanje Srba (Italiji su tada pripisani i zločini hrvatske vojske, jer je NDH bila i njena tvorevina) potpisala s Jugoslavijom Ugovor o miru, u kojem je, doslovno, pisalo da „ustupa teritorije Jugoslaviji“ – ne Hrvatskoj („Službeni list FNRJ“, br. 74/47).

Naravno, sve ovo što se navodi, biće i osporavano. Tome će se suprotstaviti, u prvom redu, Hrvatska i verovatno će na njenu stranu stati pojedine države, kao i pravnici, istoričari i drugi stručnjaci iz sveta, ali Jelinčič se rukovodi činjenicom da se suprotna mišljenja moraju sučeliti. Zahvaljuje Bogu što se pokrenuti sporovi neće rešavati na bojnom polju nego u okviru međunarodnog prava i međudržavnih odnosa.

O ovom pitanju on će organizovati: Međunarodnu konferenciju o sukcesiji Jadranskog mora i o granicama nekadašnje SFRJ – u Beogradu, 20. septembra ove godine. Iz Srbije i Crne Gore će učestvovati akademici, pravnici, istoričari, političari, profesori univerziteta i kulturni radnici. Izrazio je želju da na njoj budu i predstavnici Vlade i Skupštine Srbije i Crne Gore. Iz Slovenije će biti desetak učesnika. Pozvao je i predstavnike Hrvatske: dr Hrvoja Kačića i dr Davorina Rudolfa. Pozivu su se odazvali naučni radnici iz Makedonije, Bosne i Hercegovine, Italije, Rusije, Francuske, Belgije i drugih zemalja.

Polemike počele
Sredstva javnog informisanja u Sloveniji i Hrvatskoj su, pre nego u Srbiji i Crnoj Gori, objavile inicijativu Zmage Jelinčiča. Zagrebački Vjesnik je to učinio 02. maja 2003. Na pitanje novinara Milana Jelovca da li bi Slovenija bila zadovoljna kad bi joj Hrvatska ustupila izlaz na međunarodno more u Piranskom zalivu, Jelinčič je odgovorio da ga ne zanima razgraničenje u jednom zalivu, nego pokreće pitanje sukcesije Jadranskog mora.

To je obrazložio i ovako: „Granica na moru nije međunarodno određena… i između Hrvatske i Italije nikad nije bilo granice… I BiH treba dobiti izlaz na more, a ne da kod Neuma ima mali bazenčić, u kojem jedva mogu brčkati noge. I Srbija treba imati izlaz na otvoreno more, što je, uostalom, bilo i predviđeno Dejtonskim sporazumom.“ Z. Jelinčič je optužio Hrvatsku za učešće u Drugom svetskom ratu na strani Nemačke i Italije i izjavio je da ona još nije platila ratnu odštetu članicama antihitlerovske koalicije.

Izgleda da je u Hrvatskoj ova izjava izazvala vrlo mučan utisak. Hrvatska je bila jedina država koja je u Drugom svetskom ratu, pored Nemačke, imala logore smrti, a zakonom je predvidela istrebljenje Srba, Jevreja i Cigana. To je užasno nasleđe. U prvom redu, zato što Hrvatska nije, poput Nemačke (koju su, doduše, na to obavezale Sile pobednice) to priznala. U ovom svetlu možemo razumeti nedavnu izjavu hrvatskog predsednika Stipe Mesića, povodom komemoracije ubijenim u Jasenovcu od 1941. do 1945. Izložio je da Nezavisna Država Hrvatska nije bila država hrvatskog naroda, nego da je, uz njeno stvaranje, samo iskorišćeno (zloupotrebljeno) hrvatsko ime. No, ako vrednujemo javnu izjava današnjeg hrvatskog predsednika, mora da to učinimo i u odnosu na izjavu prethodnog, Franje Tuđmana.

Više od izjave, Tuđman je s Miloševićem, prilikom normalizacije odnosa sa SR Jugoslavijom, potpisao zajedničku izjavu da Hrvatska i Jugoslavija priznaju jedna drugoj sve državne tvorevine u istoriji. Mora da konstatujemo da je Milošević to učinio pod pritiskom međunarodne zajednice (bila mu je zemlja pod sankcijama), pa je popustio Tuđmanu da, ovakvom formulacijom, „legalizuje“ Nezavisnu Državu Hrvatsku. Tuđman tu „legalizaciju“ nikad nije krio. Više puta je rekao da je NDH bila plod hrvatskog političkog delovanja, a nagoveštavao je, javno, da će joj granice biti (gde i 1941) – iza Zemuna i Herceg Novog.

Naravno, Tuđmanova Hrvatska je pretpostavljala i teritoriju Bosne i Hercegovine; on ni to nije krio. Ali, ako se ostvari Jelinčičeva ideja da Hrvatska plati ratnu štetu, onda će deo te obaveze otpasti i na muslimane, čije su ih vođe u Drugom svetskom ratu proglasile čistim Hrvatima. Što se tiče plaćanja ratne štete, ona je, ako postane predmet međudržavnih rasprava, veoma komplikovana.

Na primer, ako Italija deo ratne štete prebaci na Hrvatsku, onda će, normalno je, zahtevati da ona, za ubijene Srbe, plati ustupanjem svoje teritorije jednoj od srpskih država. U tom slučaju bi Italija vratila deo jadranske obale. Na ovakvu mogućnost uputio je Zmago Jeličič u ovom intervjuu Vjesniku. Rekao je: „Niste ratificirali Osimski sporazum, a Slovenija jeste. Talijani će vam pokrenuti i pitanje Zadra.“

Osvrt na ovu polemiku u Sloveniji i Hrvatskoj je koristan, jer se tiče i interesa Srba, pa i državnih interesa Srbije i Crne Gore. Ne samo zato što je NDH bila proširena do iza Zemuna i Herceg Novog, nego i zato što tada u sastavu Hrvatske nije bila Baranja. A narod Baranje je, plebiscitom 1918, odlučio da se pripoji Srbiji – ne Jugoslaviji. Da li će ovo naša država koristiti u regulisanju svojih odnosa s Hrvatskom, ili ne (ima i drugih nasleđenih problema), videćemo. Izvesno je da će učesnici iz Srbije i Crne Gore, na Konferenciji koju organizuje Jelinčič, iscrpno pretresti sve vidove i posledice prethodnih hrvatsko-srpskih odnosa.

Suvozemne granice
Koraci Zmage Jelinčiča i njegove SNS ne treba uzimati neozbiljno, kako su to učinili pojedinci u Beogradu. U prvom redu, Jelinčič je ozbiljan političar. Bio je kandidat za mesto predsednika Slovenije i sigurno je da ovu njegovu delatnost podržava ogromna većina Slovenaca. Pored toga, današnje slovenačko rukovodstvo već se godinama muči s Hrvatskom; oko morske obale u Piranskom zalivu, nuklearke „Krško“ i suvozemne granice na više mesta. Nije daleko od pameti da iza njega stoji i slovenačko državno rukovodstvo.

Jelinčič nije pošao grlom u jagode, kako to naš narod kaže. Obezbedio je podršku i u političkim krugovima na Zapadu, posebno u Italiji. Sigurno je da će prisustvo značajnih ljudi na Konferenciji mnoge iznenaditi. Referati i polemike biće štampani u zborniku, na više jezika, i dostavljeni međunarodnim organizacijama i vladama, bibliotekama, naučnim institutima i univerzitetima. Jelinčič će postaviti pitanje mora, kad je u pitanju slovenački interes, na sledeći način: obala do Umaga. U ovome se oslanja na činjenicu da je to bila južna granica Slobodne tršćanske zone posle Drugog svetskog rata. Predložiće Hrvatskoj podelu Istre, a ako to ova ne prihvati, pokrenuće zahtev da cela pripadne Sloveniji. Jelinčič je uveravao dopisnika Vjesnika da će se međunarodna zajednica umešati u ovo pitanje i da će presuditi u sporu oko Istre – u korist Slovenije.

Jelinčič napada avnojske granice i ističe, iako su nepravedne, ni one nisu poštovane. Menjane su u korist Hrvatske, na štetu Slovenije. Kaže da su se partizanski komandanti dogovorili na AVNOJ-u da se republikama odrede granice banovina iz Kraljevine Jugoslavije, a onda je hrvatskoj pripojena opština Radatovići kod Trdinovog vrha, iako je pripadala Sloveniji – Savskoj Banovini. Navodi da je Vida Tomšič poklonila Hrvatskoj Štrigovo, a Edvard Kardelj Dragonju. Pokrenuće i pitanje granice s Hrvatskom kod Žumberka, za koju kaže da je pomerana u slovenačku teritoriju.

Kolonizacija
Jelinčič je prikupio mnogo istorijskih dokumenata o slovenačko-hrvatskim odnosima, ali i o srpsko-hrvatskim – koji su, na kraju, bili najpresudniji za budućnost Jugoslavije i najkobniji za zlu sudbinu srpskog naroda. Jedan momenat, zabeležen u dokumentima vezanim za stanovništvo Istre, iz 1946, jeste od velikog značaja za razumevanje asimilacije Srba u Hrvate. Reč je o nasilnoj asimilaciji Slovenaca u Hrvate. Kad je vršen popis stanovništva Istre 1946, niko nije upisan da je Slovenac. Mada je jedan od četvorice popisivača bio iz Ljubljane, njemu je zaprećeno (još tada) i Slovenci su, potezom olovke, bili izbrisani u Istri.

Svakako, Hrvatima nije bilo teško da ovo urade, jer su imali istorijsko iskustvo u asimilaciji Srba. Sve one koje je Vatikan katoličko (pod državnim pritiskom Mađarske, Venecije, Austrije i Nemačke), Hrvati su upisivali u Hrvate. Pomirenje s tim išlo je preko nekoliko generacija, stalnom propagandom u crkvama i državnim inžinjeringom. Tako je srpski Dubrovnik, posle Prvog svetskog rata, osvanuo kao hrvatski. Posle toga i drugi dalmatinski gradovi i sela, pa oni u Lici, Kordunu, Baniji, Slavoniji, Sremu, Baranji.

Ovo je svojevrsna kolonizacija srpskih zemalja – glavna poluga, kako se vidi, bila je prethodna asimilacija. Između ostalih mera, srpski jezik je nazvan hrvatskim, a onaj hrvatski (u Zagorju) osuđen je na umiranje. Njega nisu hteli da uče Srbi katolici, pa su ga se i Hrvati odrekli. Samo da podsetim – OUN ima telo koje se bavilo dekolonizacijom na svim kontinentima, sem u Evropi. Svugde je dekolonizovalo kolonije, ali srpske zemlje niko nije ni predložio za tu humanu meru. Kako vidimo, ni deo slovenačke zemlje. Ovaj problem će, takođe, biti iznet na Konferenciji u Beogradu.

Potpisnici

Da su Velike sile bile te koje su stavile na teret Italiji obavezu ustupanja teritorija Jugoslaviji, potvrdili su, potpisom na Ugovoru: u ime ŠSR-a – Vječeslav Molotov, Velike Britanije i Irske – Ernest Bevin, SAD – Džems F. Berns, Kine – Cien Taj, Francuske – Žorž Bido, Australije – Džon A. Bizli, Belgije – Spak Gijom, Belorusije – K. Kiseljev, Brazilije – Kastelo Branko Klark i Kanade – Žorž P. Vanije.

RSK je pitala
Slično akciji Jelinčiča, Vlada Republike Srpske Krajine je (1993) s italijanskim političarima pokrenula pitanje istočne obale Jadranskog mora i otoka. S italijanske strane, ovom poslu se posvetio predsednik Socijalističke partije za Severnu Italiju, poslanik u Parlamentu Italije i Evropske unije Aurdino Anjeli.

Njemu su se pridružile vođe još nekoliko manjih partija i kolege u Parlamentu. Anjeli je prikupio obimnu građu o prošlosti srpskih krajina i primorskih gradova. Imao je podatke o nacionalnom sastavu stanovništva za poslednjih 300-400 godina i uveravao je da su se u prošlosti i katolici Dalmacije izjašnjavali za Srbe. (Vlada RSK je bila spremila projekat po kojem bi neko od visokodostojnika u Vatikanu o tome pribavio izvorna dokumenta).

Dubrovnika posebno. Anjeli je skupio i vlasničke knjige nad zemljom i nekretninama u Dalmaciji do Drugog svetskog rata. Najviše zemlje i zgrada imali su Srbi, pa Italijani. Hrvati su bili na trećem mestu. Obavestio nas je da su članovi Parlamenta EU iz nekoliko zemalja bili pridobijeni da se založe za nezavisnu Republiku Srpsku Krajinu i razgraničenje na Jadranu između Italije, Hrvatske i RSK. Šteta što ovu akciju nije, ni malo, pomogla jugoslovenska diplomatija.

Tačno je da je Jugoslaviji bilo oduzeto mesto u UN i da je teško dolazila do praga Evropske unije (zajednice), KEBS-a i NATO-a, ali je mogla da se angažuje kod svake pojedinačne zemlje – bilateralno. Tako je diplomatija RSK sama sarađivala sa ovim Italijanima. Uspeli smo da intervenišemo kod Vlade u Rimu – u vezi sa stavljanjem na hrvatsku novčanicu Ruđera Boškovića. Hrvati su ga prisvojili, mada mu je otac bio Srbin, a majka Italijanka. Italijanska diplomatija je intervenisala u Zagrebu i Hrvati su prestali da štampaju novčanicu s likom Ruđera Boškovića.

Što se tiče nastavka saradnje između RSK i Italije, ona je prekinuta na najneobičniji način. A. Anjeli je pozvao krajinsku delegaciju u Italiju. Čak je obećao mobilizaciju italijanskih mladića u krajinsku vojsku. Pripremio je upisivanje na svečanosti pred Krajišnicima. A onda je, njega i saradnike, Vlada, hitno, pozvala u Rim – dan uoči dolaska Krajišnika u Trst. Nevoljno su nam domaćini dali do znanja da su SAD i evropski saveznici strahovito kritikovali Italijane i ovi su odustali od dalje saradnje s Vladom RSK. Pošto je delegacija iz Knina već bila u Trstu, domaćini su je gostili dva dana, ali nisu dozvolili da vođa delegacije govori na skupu Italijana poreklom iz Dalmacije, Istre i Kvarnera.

To vreme je prošlo i Zmago Jelinčič tvrdi da će se granični sporovi između naslednica SFRJ otvoriti, postati evropski problem i rešavaće se otvoreno – bez upotrebe sile i u skladu s međunarodnim pravom. Zbog toga, neće biti onih koji će se bilo koga i bilo čega plašiti. Početak tome će biti, kaže on, Međunarodna konferencija o sukcesiji Jadranskog mora i o granicama unutar bivše SFRJ.

Piše: Slobodan Jarčević

ZAVRSEN IZBOR SKUPSTINE DIJASPORE, BEZ MANDATA NARODA DIJASPORE – Autor, Dusan Nonkovic, urednik GD

I ovoga puta kao i bezbroj puta do sada organizuje ministarstvo dijaspore skupstinu dijaspore koja to nije jer nema mandata naroda dijaspore odnosno srba koji zive u rasejanju sirom sveta. Da bi situacija bila jos tragikomicnija bira se predsednik i organi skupstine koji bi trebalo da predstavljaju i zastupaju celokupnu dijasporu a da nas narod u rasejanju nije imao priliku da  glasa za te kandidate odnosno da ih legalizuje.

Povodom republickih izbora ucestvovalo je iz rasejanja svega trideset i nesto hiljada od ukupno tu negde cetiri miliona naseg naroda pa prema tome ni sam ministar dijaspore, g. Sreckovic nije autorizovan za ministra dijaspore od dijaspore. Ova odluka moze se oceniti kao cist akcionizam radi akcionizma.

Da bi tako vazan organ dijaspore bio legalan i da bi mogao  uspesno funkcionisati mora imati mandat dijaspore. Da bi se u tome uspelo morala bi prvo skupstina Srbije doneti zakonsku osnovu po kojoj bi nas narod u rasejanju dobio priliku da glasa putem koverte i interneta.

Dosadasnja praksa se pokazala neefikasnom jer coveku u rasejanju nije moguceno glasacko mesto u pristojnoj udaljenosti. Praksa je pokazala da poneki u Kanadi ili Australiji moraju preci i vise stotina kilometara da bi dali svoj glas u nekom od konzulata.

Iz toga se moze proceniti koliko nam je vredna i legalna ova novoizabrana skupstina!