Zwei Staatschefs eröffnen Serbien-Ausstellung in Wien

SOK AKTUELL

Nachrichtenagentur der Serbischen Orthodoxen Diözese

für Mitteleuropa

30. Juni 2010

Zwei Staatschefs eröffnen Serbien-Ausstellung in Wien

Spitze von Kirche und Staat bei der Ausstellungseröffnung in Wien: v.l.n.r.: Heinz Fischer, Boris Tadic, Kardinal Schönborn und Bischof Konstantin.

(WIEN) Zwei Staatsoberhäupter kamen Gesternabend in das Erzbischöfliche Palais in Wien, um die umfassende Ausstellung „Serbien – kulturelle Brücke zwischen Ost und West“ zu eröffnen. Serbiens Präsident Boris Tadic und Österreichs Staatschef Heinz Fischer begrüßten die Anwesenden zum Auftakt der Serbien-Ausstellung zusammen mit dem Gastgeber, dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn und dem serbischen Bischof Irinej (Bulovic) von Backa, einem Mitglied des Hl. Synods.

Serbien und die Serben seien in der Vergangenheit vielen Versuchungen begegnet und begegnen diesen auch heute noch, weil sie auf der Schnittstelle der Kulturen und Zivilisationen leben, sagte der serbische Staatspräsident Tadic in seiner Ansprache. „Auch heute, im 21. Jh., sind wir nicht nur mit der Frage unserer Zukunft in der EU konfrontiert, sondern auch mit der Frage der christlichen Identität und ihrer Wahrung“, fügte er hinzu.

Serbiens Staatspräsident Tadic spricht bei der Eröffnung der Serbien-Ausstellung in Wien

Auch der Diözesanbischof der orthodoxen Serben in Österreich, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic) nahm an der feierlichen Ausstellungseröffnung teil. Nach seinen Worten stellt die Ausstellung, die zehn Jahrhunderte serbischer Geschichte und Kultur zusammenfasst, ein „kulturelles Ereignis von herausragender Bedeutung“ für die Serben dar. Der serbische orthodoxe Bischof für Mitteleuropa sagte, er hoffe, dass die Ausstellung zur Entstehung eines korrekten Serbienbildes beitragen würde, das in den letzten zwei Dekaden in der westlichen Öffentlichkeit etwas verbogen war.

Die Ausstellung ist von heute bis zum 30. Oktober im Wiener Dom- und Diözesanmuseum (Stephansplatz 6, 1010 Wien) zu sehen. Der Anlass für die Ausstellung ist das 150-jährige Jubiläum der Serbischen Orthodoxen Kirchengemeinde des Hl. Sava in Wien, der ältesten Gemeinde der Diözese Mitteleuropa und der zweitältesten Auslandsgemeinde der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) überhaupt.

Die Ausstellung entstand in der Zusammenarbeit des Wiener Dommuseums mit der ältesten serbischen Kultur- und Wissenschaftsinstitution, der „Matica srpska“, die für die Ausstellung den Segen der SOK bekommen hatte. Auch andere österreichische und serbische Institutionen beteiligten sich an den Vorbereitungen für die Ausstellung, unter anderem die Serbische Orthodoxe Gemeinde Wien und die Österreichische Nationalbibliothek.

In fünf Räumen des Museums wird die geschichtliche Entwicklung der serbischen Kultur vom 10. bis zum 21. Jh. in fünf Phasen präsentiert. Neben der Kunst werden auf der Ausstellung auch die wichtigsten Personen der serbischen Wissenschaft und Literatur vorgestellt.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Serbischen Orthodoxen Kirchengemeinde Wien soll auch das Oberhaupt der gesamten Serbischen Orthodoxen Kirche, Patriarch Irinej (Gavrilovic), vom 10. bis zum 14. September Wien besuchen.

SOK AKTUELL

Nachrichtenagentur der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

Obere Dorfstraße 12

D-31137 Hildesheim-Himmelsthür

www.sok-aktuell.org

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