Mit Plänen zum Einstieg des russischen Sistema-Konzerns bei der deutschen Infineon AG treiben Berlin und Moskau ihre Zusammenarbeit auf dem Feld der Securitytechnologie voran

Newsletter vom 30.06.2010 – Die Wirtschaftsachse Berlin-Moskau (III)

MOSKAU/BERLIN (Eigener Bericht) – Mit Plänen zum Einstieg des
russischen Sistema-Konzerns bei der deutschen Infineon AG treiben
Berlin und Moskau ihre Zusammenarbeit auf dem Feld der
Securitytechnologie voran. Sistema soll knapp 30 Prozent an Infineon
übernehmen und sich damit den Zugriff auf Basistechnologien, aber auch
auf militärisch nutzbare Verschlüsselungssysteme verschaffen. Zwar
bestehen bei Infineon Widerstände, da die Securitykooperation mit
Moskau die Absatzchancen im Westen schwächen würde; der Konzern
streitet dementsprechend konkrete „Gespräche“ bis heute ab. Doch habe
das Kanzleramt Berichten zufolge grünes Licht für das Vorhaben
gegeben, da das Verlangen Moskaus nach deutscher Hochtechnologie beim
Ausbau der bilateralen Kooperation nicht länger gänzlich ignoriert
werden könne. Gegenleistungen stehen in Aussicht: So hat zum Beispiel
Siemens in den letzten Wochen mehrere milliardenschwere Aufträge
erhalten. Die immer intensivere deutsch-russische
Wirtschaftskooperation wird dem Publikum als
„Modernisierungspartnerschaft“ angepriesen und auch über die EU weiter
ausgebaut. Ziel ist eine Verringerung der Abhängigkeit Deutschlands
von den Märkten Nordamerikas sowie der Eurozone. Zu den Folgen gehört
die abnehmende Bindung der Bundesrepublik an die Gemeinschaftswährung
der EU.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57846

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