NATO-Generalsekretär im Kloster Decani – Kroatien: Hakenkreuz auf Kirche

SOK AKTUELL

Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese

für Mitteleuropa

29. Mai 2010

NATO-Generalsekretär im Kloster Decani

Kroatien: Hakenkreuz auf Kirche

NATO-Generalsekretär im Kloster Decani

(KLOSTER VISOKI DECANI) Im Rahmen seines Kosovo-Besuchs hat der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen zusammen mit Botschaftern von zehn NATO-Mitgliedsstaaten am 21. Mai das Kloster Visoki Decani, ein wichtiges Zentrum der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) im Westen von Kosovo-Metohija, besucht. Dort wurde er vom Klostervorsteher, Vikarbischof Teodosije (Sibalic) von Lipljan, empfangen. In einem einstündigen Gespräch hat der Vikarbischof der Diözese Raszien-Prizren die NATO-Vertreter über die Situation in der Region aus der Sicht der SOK informiert. Insbesondere schilderte er seine Sorge wegen einiger Angriffe auf serbische Rückkehrer im Kosovo sowie wegen der neulich durchgeführten Unterbrechung des Mobilfunknetzes der serbischen Anbieter durch die kosovarischen Machthaber. Bischof Teodosije äußerte auch den Standpunkt der SOK, dass der Schutz der serbischen Heiligen Stätten im Kosovo-Metohija in den Händen der internationalen Friedenstruppe KFOR bleiben solle. Eine Übertragung der Zuständigkeit an die kosovarische Polizei würde ernsthafte Probleme schaffen und wäre daher für die SOK inakzeptabel, so Bischof Teodosije.

Der NATO-Generalsekretär sagte, dass die KFOR nicht für immer im Kosovo bleiben könne, dass jedoch alle Entscheidungen in Bezug auf den Schutz von serbischen orthodoxen Heiligtümern im Dialog mit den Gemeinden im Kosovo und der Kirche selbst stattfinden werden.

Kroatien: Hakenkreuz auf Kirche

Eindeutige Botschaft an die Serben: Hakenkreuz und Faschisten-Symbol „U“ auf der orthodoxen Kirche in Borovo Naselje

(BOROVO NASELJE) In der Nacht vom 23. auf den 24. Mai haben Unbekannte die serbische orthodoxe Pfarrkirche im ostkroatischen Borovo Naselje mit faschistischen Symbolen beschmiert: Ein Hakenkreuz und ein „U“ – das Symbol der faschistischen Ustascha-Bewegung aus dem Zweiten Weltkrieg – wurden auf der Fassade des Gotteshauses vorgefunden. Die kroatische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Aus Anlass des Vorfalls hat der serbische Generalkonsul in Vukovar, Zivorad Simic, die Pfarrei Borovo Naselje besucht. Ein ähnlicher Vorfall passierte in der Ortschaft im Jahr 2005, als noch vor dem Beginn der Bauarbeiten an der neuen serbischen orthodoxen Kirche das bereits geweihte Holzkreuz auf dem Baugrundstück durchschnitten und zu Boden geworfen worden war.

Kürzlich fanden auch mehrere Angriffe auf die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) in anderen Teilen Kroatiens statt: Aus den Diözesen Dalmatien und Gornji Karlovac wurde wiederholt von Einbrüchen in Kirchengebäude berichtet, wobei in manchen Fällen das ökonomische Interesse nicht das Motiv gewesen zu sein scheint, weil aus den Kirchen nichts entwendet wurde.

Kroatien war während des Zweiten Weltkrieges ein unter dem Schutzmantel Nazi-Deutschlands und Italiens stehender faschistischer Staat, in dem nicht nur Juden und Roma, sondern auch Serben als Volksgruppe systematisch vernichtet wurden. Besonders berüchtigt war dabei das Konzentrationslager Jasenovac, in dem nach serbischen Angaben Hunderttausende Serben ihren Tod fanden.

SOK AKTUELL

Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa

Obere Dorfstraße 12

D-31137 Hildesheim-Himmelsthür

www.diozese.eu

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: