Über die politische Lage unter den Partnern Deutschlands am Golf heißt es, Demokratie habe dort „in der Regel eine negative Konnotation“.

Newsletter vom 23.11.2009 – Die Qatar-Bahn

QATAR/ABU DHABI/BERLIN (Eigener Bericht) – Mit starkem Bemühen um
politisch-militärische Einflussnahme begleitet Berlin das jüngste
Milliardengeschäft eines deutschen Konzerns auf der Arabischen
Halbinsel. Die Deutsche Bahn AG hat am gestrigen Sonntag in Qatar ein
Abkommen unterzeichnet, das ihr maßgebliche Mitsprache über den Aufbau
eines Schienennetzes in dem Golfstaat sichert. In einem ersten Schritt
geht es um Investitionen in Höhe von 17 Milliarden Euro. Der Deal ist
mit Aussicht auf zukünftige Geschäfte in ähnlicher Höhe auf der
gesamten Arabischen Halbinsel verbunden und knüpft an
Milliardenaufträge und mehrere umfangreiche Finanzspritzen für
deutsche Konzerne aus den Feudalstaaten am Persischen Golf an. Während
die Bundesregierung die wirtschaftliche Anbindung der arabischen
Ressourcenregion stärkt, setzt sie auch die rüstungstechnische und die
militärpolitische Kooperation mit den Golfstaaten fort. Mit den
Maßnahmen zielt sie auf eine stärkere Kontrolle des globalen Erdöl-
und Erdgasgebiets Nummer eins, aber auch darauf, die arabischen
Rivalen des Iran zu bewaffnen. Über die politische Lage unter den
Partnern Deutschlands am Golf heißt es, Demokratie habe dort „in der
Regel eine negative Konnotation“.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57676

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