Mit einem ARD-Fernsehfilm verstärkt Berlin kurz vor der Bundestagswahl seine Inlandspropaganda für den Kriegseinsatz in Afghanistan

Newsletter vom 11.09.2009 – Willkommen im Krieg (II)

BERLIN/KÖLN (Eigener Bericht) – Mit einem ARD-Fernsehfilm verstärkt
Berlin kurz vor der Bundestagswahl seine Inlandspropaganda für den
Kriegseinsatz in Afghanistan. Der Streifen „Tod eines Freundes“, der
am kommenden Mittwoch zur besten Sendezeit vom öffentlich-rechtlichen
Fernsehen ausgestrahlt wird, entstand in enger Kooperation mit der
Bundeswehr – ganz wie die Vorgängerproduktion „Willkommen zu Hause“,
die Anfang des Jahres gezeigt wurde. Die beiden Filme gleichen sich
auch thematisch: Sie behandeln die in Afghanistan eingesetzten
deutschen Soldaten nicht als Täter, die die deutsche Kriegspolitik
umsetzen, sondern als Opfer kriegsbedingter seelischer Krankheiten.
Damit verbunden ist die Aufforderung an die deutsche Bevölkerung, die
Afghanistan-Kämpfer als „Helden“ zu betrachten und ihnen besondere
Wertschätzung und Zuneigung entgegenzubringen. Gleichzeitig versucht
das Bundesverteidigungsministerium, zivile Psychotherapeuten für die
Behandlung kriegstraumatisierter Soldaten zu gewinnen – und stößt
damit auf entschiedenen Widerstand: Mehr als 200 Therapeuten erklärten
unlängst, sich nicht für die deutsche Kriegspolitik
instrumentalisieren zu lassen.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57614

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