Heftige innereuropäische Konkurrenzkämpfe begleiten das deutsch-amerikanische Tauziehen um die Kontrolle über den Automobilhersteller Opel

Newsletter vom 08.09.2009 – Die Automacht

DETROIT/RÜSSELSHEIM (Eigener Bericht) – Heftige innereuropäische
Konkurrenzkämpfe begleiten das deutsch-amerikanische Tauziehen um die
Kontrolle über den Automobilhersteller Opel. Berlin müht sich mit
Macht, den US-Mutterkonzern General Motors zum Verkauf der
Opel-Mehrheit an die österreichisch-russische Allianz Magna-Sberbank
zu zwingen. Großbritannien, Spanien und Polen stemmen sich dagegen,
weil mit dem Deal ein erheblicher Abbau ihrer
Opel-Produktionskapazitäten verbunden wäre – bei weiterer
Konzentration der europäischen Automobilindustrie in Deutschland.
Washington könne durch Absprachen mit London, Madrid und Warschau Opel
im General Motors-Konzern behalten und so einen deutsch-russischen
Durchmarsch in der Kraftfahrzeugbranche verhindern, heißt es kurz vor
der heute beginnenden GM-Verwaltungsratssitzung, bei der die Zukunft
der Opel-Werke auf der Tagesordnung steht. Für den nationalen
Machtkampf um Opel stellen sich auch die deutschen Gewerkschaften zur
Verfügung – mit einem erheblichem Lohnverzicht für den Fall, dass der
künftige Arbeitsplatzabbau vorwiegend auf die Kollegen im europäischen
Ausland abgelenkt wird.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57607

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