Kosovo: Albaner greift orthodoxen Diakon an – Angriff auf Kirche in Bosnien – SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 12. August 2009

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12. August 2009

Kosovo: Albaner greift orthodoxen Diakon an

Wiederaufbau von Kirchen in Dalmatien

Angriff auf Kirche in Bosnien

Schriftsteller Danko Popovic tot. Metropolit Amfilohije liest die Totenandacht

Kosovo: Albaner greift orthodoxen Diakon an

(KLOSTER GRACANICA) Ein Diakon der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) wurde am vergangenen Samstag angegriffen, als er in seinem Auto an einem albanischen Hochzeitszug vorbeifahren wollte. Diakon Stevo Mitric, ein Kleriker der Diözese Raszien-Prizren war von Kosovska Mitrovica nach Velika Hoca gefahren, wo seine Familie auf ihn gewartet hatte. In der Ortschaft Orlate wollte er am Hochzeitszug einer albanischen Familie vorbeifahren, als ihm ein Auto den Weg versperrte. Der albanische Insasse dieses Fahrzeugs fing an, den Diakon auszufragen und versuchte, ihn aus seinem Auto zu zerren, was dieser ablehnte. Der Angreifer trat daraufhin mit Füßen gegen das Auto des Diakons und rief die anderen Mitglieder der Hochzeitsgesellschaft, ihm gleichzutun. Er beschädigte dabei das Auto stark; unter anderem zerbrach er die Windschutzscheibe.
Der Diakon konnte trotzdem unversehrt davonkommen und nach Velika Hoca weiterfahren. Sein Fahrzeug besaß die Nummernschilder von Novi Pazar, einer serbischen Stadt außerhalb des Kosovo, was wahrscheinlich der Grund für den Angriff war.

In einer Mitteilung verurteilte die Diözese Raszien-Prizren den Angriff und verlangte von Vertretern der Internationalen Gemeinschaft, dass der Angreifer bestraft werden möge.

Wiederaufbau von Kirchen in Dalmatien

(SIBENIK) Bischof Fotije von Dalmatien besuchte am vergangenen Freitag einige sich im Wiederaufbau befindende Objekte seiner Diözese. In der Pfarrei Obrovac nahm er die Arbeiten an der Kirche der Geburt der Gottesmutter in Bilisani in Augenschein. Inzwischen wurde das Dach dieser Kirche renoviert. Es stehen Arbeiten im Altarbereich bevor. Auch die Kirche des Hl. Georg in Zegar wurde von Bischof Fotije besucht: Dort wurden die Bauarbeiten an der Fassade der Kirche durchgeführt. Zusammen mit dem Pfarrer von Obrovac, Vater Sasa Drca und dem Hegoumen (Abt) des Klosters Krupa, Gavrilo (Stevanovic), besichtigte der Diözesanbischof auch die Kapelle der Einführung Marias in den Tempel im Kloster Krupa, die von Freskenmalern aus Russland bemalt wird.

Die Diözese von Dalmatien umfasst die kroatische Adria-Küste und deren Hinterland. Während der kriegerischen Auseinandersetzungen der 90er Jahre wurden viele serbische Dörfer in Dalmatien verlassen und die Kirchen und Klöster verwüstet oder zumindest beschädigt.

Angriff auf Kirche in Bosnien

(BIJELJINA) Die Kirche der Hl. Paraskeve von Trnovo auf Djurdjev Grad bei Zvornik in Ostbosnien wurde Anfang des Monats zur Zielscheibe unbekannter Angreifer. Der orthodoxe Pfarrer von Zvornik, Vater Rade Tesic, bestätigte, dass die Angreifer zwei Fenster gebrochen sowie die Grußikone und ihren Ständer sowie das Hl. Kreuz gestürzt haben. Darüber hinaus haben die Täter in das Innere der Kirche Steine und Betonblöcke geworfen. Vater Rade Tesic bewertete den Vorfall als eine „vandalische Tat voller Hass gegen die Kirche und dadurch auch gegen die orthodoxe Bevölkerung, die dieser Kirche treu ist“. Der Pfarrer betonte, dass die SOK von der Polizei verlangen werde, die Täter zu finden und das Gotteshaus zu schützen.

Die Kirche in Djurdjev Grad wurde seit ihrem Bau bereits 19-mal angegriffen.

Schriftsteller Danko Popovic tot. Metropolit Amfilohije liest die Totenandacht

(BELGRAD) Der renommierte serbische Schriftsteller und Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Danko Popovic, starb am vergangenen Freitag, dem 7. August in Kragujevac im Alter von 81 Jahren. Gestern wurde er im mittelserbischen Arandjelovac begraben. Die Totenandacht in der Bukovicka Kirche lasen Metropolit Amfilohije von Montenegro, der Stellvertreter von Patriarch Pavle I. und der Diözesanbischof Jovan von Sumadija. In der Trauergemeinde war unter anderem der in Deutschland lebende Prinz Karl Wladimir von Jugoslawien mit seiner Frau Prinzessin Brigitte. In seiner Ansprache bezog sich Metropolit Amfilohije auf das berühmteste Buch Popovics „Das Buch über Milutin“ („Knjiga o Milutinu“).

Danko Popovic wurde 1928 in Arandjelovac geboren. Er studierte Jura in Belgrad, wo er danach hauptsächlich lebte und arbeitete. Er schrieb mehrere Romane, Erzählungen und Drehbücher.

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