Andacht für ermordete serbische Feldarbeiter im Kosovo-Metohija. Aqua Park beim Friedhof. SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 27. Juli 2009

SOK AKTUELL

Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese

für Mitteleuropa

27. Juli 2009

Andacht für ermordete serbische Feldarbeiter im Kosovo-Metohija. Aqua Park beim Friedhof.

Feier im Erzengelkloster bei Prizren

Sarajevo: Einbruch in orthodoxe Kirche

Italienischer Botschafter im serbischen Patriarchat

Serbischer Botschafter in Kenia bei Metropolit Amfilohije

Wiederaufbau des mittelalterlichen Klosters bei Srebrenica

Andacht für ermordete serbische Feldarbeiter im Kosovo-Metohija. Aqua Park beim Friedhof.

(KLOSTER GRACANICA) Bischof Artemije von Raszien-Prizren und Kosovo-Metohija feierte am vergangenen Donnerstag eine Totenandacht für die vierzehn serbischen Feldarbeiter – darunter auch ein Siebzehnjähriger – aus Staro Gracko bei Lipljan im Kosovo, die vor zehn Jahren von Unbekannten erschossen worden waren. Die Andacht fand im Zentrum von Staro Gracko, vor einer Gedenktafel für die Ermordeten, statt. An der Andacht nahm auch Dragan Patkovic, ein hoher Vertreter des Ministeriums für Kosovo-Metohija in der Regierung Serbiens, teil.

Aus Sicherheitsgründen konnten die Serben aus der Ortschaft auch in diesem Jahr die Gräber ihrer Angehörigen nicht besuchen: Laut einer Mitteilung von „KiM Radio“ befinden sich auf dem Friedhof Landminen. Darüber hinaus seien die Serben durch die Bauarbeiten gegenüber dem Friedhof verunsichert, wo die albanische Bevölkerung einen „Aqua Park“ baut.

In seiner Ansprache nach der Andacht sagte Bischof Artemije von Raszien-Prizren, es sei eine Aufgabe der internationalen Gemeinschaft, die Mörder von Staro Gracko zu finden und sie vor Gericht zu stellen. Der Bischof betete zu Gott, den Serben die Kraft zu geben, in ihren Ortschaften im Kosovo-Metohija zu bleiben.

Vor zehn Jahren, am 23. Juli 1999, wurden in Staro Gracko 14 serbische Feldarbeiter auf ihren Äckern aus Feuerwaffen beschossen und getötet: Andrija Odalovic, Jovica und Rade Zivic, Slobodan, Mile, Novica und Momir Janicijevic, Stanimir und Bosko Djekic, Sasa und Ljubisa Cvejic, Nikola Stojanovic, Miodrag Tepsic und Milovan Jovanovic. Die Täter sind weiterhin unbekannt.

Feier im Erzengelkloster bei Prizren

(KLOSTER VISOKI DECANI) Mehrere Hundert Gläubige aus Kosovo-Metohija, Belgrad, Nis, Kragujevac und Novi Sad feierten gestern das Patronatsfest des Erzengelklosters bei Prizren. Die Hl. Liturgie zelebrierte Bischof Artemije von Raszien-Prizren. Der für Kosovo-Metohija zuständige Oberhirte der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) rief die Serben dazu auf, nach Prizren zurückzukehren. Er erinnerte daran, dass ein Priester bereits in die orthodoxe Kathedrale von Prizren zurückgekehrt sei und dort zelebriere.

Prizren ist die traditionelle Bischofsstadt der Diözese Raszien-Prizren und war ein bedeutendes kulturelles Zentrum der Serben im Kosovo-Metohija. Derzeit befindet sich das Zentrum der Diözese Raszien-Prizren und die Residenz von Bischof Artemije im Kloster Gracanica nahe Pristina.

Sarajevo: Einbruch in orthodoxe Kirche

(SARAJEVO) Unbekannte Täter sind in der Nacht vom Freitag auf Samstag in die serbische orthodoxe Kirche der Verklärung des Herrn in der bosnischen Hauptstadt eingebrochen. Außerdem drangen die Täter in den Kerzenverkaufsstand der Kirchengemeinde ein. Es wurde materieller Schaden eingerichtet und eine geringe Menge Geld entwendet. Nach Worten des Gemeindepfarrers V. Jadran Danilovic ist dies der nunmehr dritte Einbruch in die Kirche innerhalb von nur einem Monat. In den letzten 7-8 Jahren habe es, laut V. Danilovic, sogar mehr als 20 Vorfälle um die Kirche gegeben: unter anderem Einbrüche und beleidigende Graffiti. Die bosnische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Italienischer Botschafter im serbischen Patriarchat

(BELGRAD) Der Stellvertreter des Serbischen Patriarchen Pavle I., Metropolit Amfilohije von Montenegro, hat am vergangenen Freitag den neuen Botschafter Italiens in Serbien, Armando Varicchio, empfangen.

Im Gespräch mit dem Metropoliten betonte der Botschafter die historische Freundschaft zwischen Serben und Italienern sowie die religiösen Gefühle, die die Essenz der europäischen Kultur ausmachen. Italien beabsichtige fest, die Heiligtümer im Kosovo-Metohija, die als Perlen serbischer Spiritualität, aber auch als Perlen europäischen Erbes anzusehen seien, zu bewahren. Einige der wichtigsten serbischen Heiligtümer im Kosovo-Metohija, etwa das Patriarchatskloster von Pec und das Kloster Visoki Decani, befinden sich in der italienischen militärischen Verwaltungszone.

Metropolit Amfilohije von Montenegro unterstrich im Gespräch mit Botschafter Varicchio die große historische Rolle Roms und erinnerte an die kulturellen Verbindungen der Serben mit dem römischen Kulturkreis. Viele westliche Meister haben sich beim Bau der mittelalterlichen serbischen Kirchen und Klöster beteiligt, betonte der Stellvertreter von Patriarch Pavle I. Der italienische Botschafter äußerte seinen Wunsch, die serbischen Heiligtümer möglichst bald zu besichtigen.

Am Ende des Gesprächs versprach Botschafter Varrichio eine vielschichtige Zusammenarbeit mit der SOK und dem serbischen Staat.

Serbischer Botschafter in Kenia bei Metropolit Amfilohije

(BELGRAD) Metropolit Amfilohije von Montenegro empfing am vergangenen Freitag den neu ernannten serbischen Botschafter in Kenia, Zdravko Bisic. Der Botschafter sprach über die Bedeutung der Sorge für die Serben in Kenia und erwähnte den Wunsch der dortigen russischen Gemeinde, in Kenia eine orthodoxe Kirche zu errichten. Der Stellvertreter des Serbischen Patriarchen wünschte dem Diplomaten Glück in seiner bevorstehenden Mission, segnete ihn und wünschte ihm eine gute Reise.

Wiederaufbau des mittelalterlichen Klosters bei Srebrenica

(BIJELJINA) Am vergangenen Dienstag wurde auf den neu entdeckten Fundamenten des mittelalterlichen Hl.-Prokopios-Klosters auf dem Berg Buljim bei Srebrenica in Ostbosnien das Patronatsfest des Klosters, das nun wieder aufgebaut werden soll, gefeiert. Die Hl. Liturgie zelebrierten die Priester und Mönche der Diözese Zvornik-Tuzla, auf deren Territorium sich das Kloster befindet.

Die Gründung der Diözese Zvornik-Tuzla wird mit dem Namen des serbischen Königs Stefan Dragutin in Verbindung gebracht. Dragutin bekam im Jahre 1284 von seinem Schwiegervater, dem König von Ungarn, die Region Macva, Belgrad und Nordostbosnien, wo er bis zu seinem Tode im Jahr 1316 herrschte. Während der Herrschaft Dragutins wurden in Ostbosnien zahlreiche Klöster und Kirchen erbaut. Auch eine der serbischen Erzdiözese unterstehende Diözese wurde dort gegründet. Im 15. Jh. war das ostbosnische Srebrenica der Sitz eines orthodoxen Metropoliten.

SOK AKTUELL

Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa

Obere Dorfstraße 12

D-31137 Hildesheim-Himmelsthür