Immer mehr deutsche Soldaten werden bei Kriegseinsätzen schwer verletzt

Newsletter vom 22.07.2009 – Gesundheitswesen, zivil-militärisch

BERLIN/HORB/SIEGEN/WESTERSTEDE (Eigener Bericht) – Mit neuen Maßnahmen
forciert die Führung der Bundeswehr die Verschmelzung des zivilen
Gesundheitswesens mit dem militärischen Sanitätsdienst. Auf diese
Weise soll zum einen die „Akzeptanz“ der Bevölkerung für die Einsätze
der Truppe im In- und Ausland gesteigert werden. Zum anderen erhoffen
sich die Militärs von der Einbindung zivilen Personals und seines
medizinischen Know-hows eine Steigerung der Kriegführungsfähigkeit.
Ausdruck dieser Entwicklung ist die Entstehung sogenannter
zivil-militärischer Kompetenzzentren. Diese befassen sich zumeist mit
Fragen der Psychotherapie und der Unfallrettung – zwei
Aufgabengebiete, die unmittelbare militärische Bedeutung haben: Immer
mehr deutsche Soldaten werden bei Kriegseinsätzen schwer verletzt oder
traumatisiert.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57582

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Widerstand gegen die westlichen Streitkräfte nun auch außerhalb des islamistischen Spektrums

Newsletter vom 23.07.2009 – Das Jahr der Entscheidung

KABUL/BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht) – Ernste Schwierigkeiten für
die westlichen Besatzungstruppen am Hindukusch begleiten die jüngste
Afghanistan-Offensive der Bundeswehr. Während die deutschen Soldaten
ihre ersten Panzer-Angriffe nach dem Zweiten Weltkrieg führen,
vermeldet Washington Rückschläge in einer wichtigen Modellregion.
Demnach destabilisieren Aufständische den Distrikt Jalrez, der als
Testfall für die neue US-Besatzungspraxis gilt. Wie der
Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten erklärt, bleibe dem
Westen in Afghanistan höchstens noch ein Jahr Zeit für „erkennbare
Fortschritte“; die US-Truppen und die Bevölkerung seien „müde“. Berlin
setzt auf Sieg, debattiert über die Entsendung zusätzlicher Truppen
und plant den Bau eines entlegenen Flughafens bis Ende 2010 –
angeblich zu zivilen Zwecken. Tatsächlich dienen mehr als 80 Prozent
aller Flüge in Afghanistan militärischen Aufgaben. In der afghanischen
Bevölkerung nimmt der Widerstand gegen die westlichen Streitkräfte nun
auch außerhalb des islamistischen Spektrums zu. Die
Frauenrechtsorganisation RAWA fordert dazu auf, sich gegen die
Besatzer zu erheben.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57584