„Zug der Erinnerung“ verlangt, dass das Geld als Grundstock eines Hilfsfonds für überlebende „Reichsbahn“-Opfer verwendet werden müsse.

Newsletter vom 06.07.2009 – Rosstäuscherei

BERLIN (Eigener Bericht) – Einnahmen aus dem Gedenken an die Opfer der
„Deutschen Reichsbahn“ in Höhe von 175 Tausend Euro hat die Deutsche
Bahn (DB AG) in Form einer „Spende“ an die Berliner Staatsstiftung
„Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) weitergereicht. Die
Zahlung stammt aus den Zuwendungen zehntausender Bundesbürger, die es
der Spurensuche nach deportierten Kindern und Jugendlichen zukommen
lassen wollten und damit den „Zug der Erinnerung“ unterstützten.
Stattdessen zog die DB AG die Gelder ein und ließ sich für die
deutschlandweite Reise des Zuges, der in einer mobilen Ausstellung
über NS-Opfer und Täter informiert, „Trassen- und Stationsgebühren“
bezahlen. Die jetzt als „Spende“ deklarierte Summe entspricht díesen
Gebühren. Die Bepreisung des Gedenkens an die NS-Opfer hatte zu
Protesten auch im Ausland geführt und das Auswärtige Amt (AA) auf den
Plan gerufen. Mit der jetzt erfolgten Rückzahlung soll die Kontroverse
ein Ende finden, aber wird von dem staatseigenen DB-Unternehmen nur an
die Staatsstiftung EVZ verschoben. Die EVZ, deren Entstehung ebenfalls
internationalem Druck gehorchte, will über die Verwendung der
Rückzahlung ausschließlich in eigener Verantwortung entscheiden. Die
Bürgerinitiative „Zug der Erinnerung“ verlangt, dass das Geld als
Grundstock eines Hilfsfonds für überlebende „Reichsbahn“-Opfer
verwendet werden müsse.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57569

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