Konzerte des kroatischen rechtsradikalen Sängers in Deutschland und Österreich

SOK AKTUELL

Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese

für Mitteleuropa

4. Mai 2009

UNO-Vertreterin bei Metropolit Amfilohije

Kloster Mileseva öffnet seine Schatzkammer für Besucher

Empfang für neuen Botschafter

Anglikanischer Pfarrer bittet um Segen für Friedensabreit im Kosovo-Metohija

Patriarch Kyrill unerstützt Serben

Konzerte des rechtsradikalen kroatischen Sängers in Deutschland und Österreich

UNO-Vertreterin bei Metropolit Amfilohije

(BELGRAD) Der Stellvertreter von Patriarch Pavle I., Metropolit Amfilohije von Montenegro, hat am vergangenen Freitag, dem 1. Mai, Asma Jahangir, die UNO-Sonderrapporteurin für Religionsfreiheit empfangen. Laut einer Mitteilung des Serbischen Patriarchates fand das Treffen auf Anregung der UNO-Vertreterin statt. Im Gespräch von Metropolit Amfilohije und Asma Jahangir wurden Aspekte der Religionsfreiheit in der Region thematisiert.

Die SOK sieht ihre Rechte in mehreren Teilen Südosteuropas gefährdet. In Montenegro besteht seit Jahren das Problem der staatlichen Förderung der in der Orthodoxie nicht anerkannten „Montenegrinischen Orthodoxen Kirche“, die mehrmals versucht hat, das Eigentum der Metropolie von Montenegro der SOK an sich zu reissen. In Makedonien weigert sich der Staat, die der SOK treue Erzdiözese von Ohrid anzuerkennen, während sie die kanonisch nicht anerkannte „Makedonische Orthodoxe Kirche“ unterstützt. Schließlich ist im Kosovo-Metohija auch die Existenz der Orthodoxen Kirche und ihrer Gläubigen gefährdet. Darüber hinaus finden dort Versuche statt, die Identität der serbischen orthodoxen Denkmäler zu verändern, indem man diese zum „kosovarischen Kulturerbe“ erklärt.

Kloster Mileseva öffnet seine Schatzkammer für Besucher

(PRIJEPOLJE) Eines der bedeutendsten serbischen Klöster, das Kloster Mileseva in Südwestserbien, hat seine Schatzkammer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Eröffnung fand am vergangenen Samstag, dem 2. Mai, statt. Die Besucher können in der Schatzkammer Ikonen, Urkunden und andere Manuskriptquellen, archäologische Funde sowie Münzen aus mehreren Jahrhunderten bewundern. Ebenfalls ist der Stab des ersten Serbischen Erzbischofs, des Hl. Sava (12.-13. Jh.), in der Schatzkammer zu sehen. Zum ersten Mal nach ihrer Restauration werden auch die in der Klosterdruckerei gedruckten Bücher aus dem 16. Jh. der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Kloster Mileseva nahe Prijepolje in der südwestserbischen Region Raszien wurde im 13. Jh. vom serbischen König Vladislav gestiftet. Die Fresken der Klosterkirche gehören zu den schönsten und berühmtesten in der orthodoxen Welt. Weltberühmt ist die Darstellung der Frauen am Grabe des Herrn, bekannt als „Der weiße Engel“. In dem Kloster wurden auch die Gebeine des Hl. Sava aufbewahrt. Diese wurden 1595 von den osmanischen Machthabern nach Belgrad gebracht und anschließend auf dem Vracar-Hügel verbrannt. An dieser Stelle steht nun die Hl.-Sava-Kathedrale, die größte orthodoxe Kirche der Balkan-Halbinsel.

Empfang für neuen Botschafter

(BELGRAD) Der designierte Botschafter Serbiens in Rumänien Zoran S. Popovic hat am vergangenen Freitag, dem 1. Mai, den Stellvertreter des Serbischen Patriarchen, Metropolit Amfilohije von Montenegro, am Sitz des Serbischen Patriarchates in Belgrad besucht. Der Metropolit wünschte dem neuen diplomatischen Vertreter Serbiens im benachbarten EU-Land Gottes Beistand und Erfolg in seiner Mission, insbesondere im Bereich der Förderung von serbisch-rumänischen Beziehungen. Der Metropolit bat den designierten Botschafter, die brüderlichen Grüße von Patriarch Pavle dem rumänischen Patriarchen Daniel zu überbringen.

Anglikanischer Pfarrer bittet um Segen für Friedensabreit im Kosovo-Metohija

(BELGRAD) Am Freitag, dem 24. April, besuchte der anglikanische Geistliche Donald Reeves, Direktor des Projekts „Soul of Europe“, Metropolit Amfilohije von Montenegro am Sitz des Serbischen Patriarchates in Belgrad. Reeves bat um den Segen der SOK für seine Friedensarbeit im Kosovo-Metohija, wo er insbesondere die serbischen orthodoxen Klöster Gracanica und Decani sowie das Patriarchatskloster von Pec besuchen wollte. Ebenfalls überreichte Pfarrer Reeves die Grüße des Erzbischofs von Canterbury, Rowan Williams, an Patriarch Pavle I. und Metropolit Amfilohije, die SOK und das gesamte serbische Volk.

Patriarch Kyrill unerstützt Serben

(MOSKAU) Patriarch Kyrill von Moskau und Ganz Russland hat in einem vorosterlichen Pressegespräch darauf aufmerksam gemacht, dass die kulturelle Identität der Serben bedroht sei. Das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche äußerte seine Solidarität mit dem serbischen Volk, das die Spaltung des Kosovo, wo sich seine wichtigsten Heiligtümer befinden, schwer ertrage. Insbesondere grüßte Patriarch Kyrill den Serbischen Patriarchen Pavle I., den er als einen Menschen mit erhabenem spirituellem Leben bezeichnete. Der russische Patriarch erinnerte daran, dass Patriarch Pavle im Krankenhaus sei. In diesem Zusammenhang sagte Patriarch Kyrill, er würde für den Serbischen Patriarchen und für die gesamte SOK beten, damit die Kirche ungeachtet der Krankheit des Patriarchen ihre Einheit bewahre und in diesen für Serben schwierigen Zeiten diejenige geistige Kraft bleibe, die das Volk vereinige.

Konzerte des kroatischen rechtsradikalen Sängers in Deutschland und Österreich

Die in Deutschland tätige Medienagentur „Tat Production“ mit Sitz in München hat von den Bürgermeistern der Städte München, Frankfurt a.M., Stuttgart, Bochum, Wien, Göteborg (Schweden) und Szombathely (Ungarn) gefordert, die geplanten Konzerte des rechtsradikalen kroatischen Sängers Marko Perkovic Thompson abzusagen. Der Inhalt der Lieder und die Haltung des Sängers seien eindeutig faschistisch und verherrlichten die Vernichtung der Juden, Serben und Roma im „Unabhängigen Staat Kroatien“ während des Zweiten Weltkrieges, insbesondere die Im KZ Jasenovac stattgefundenen Gräueltaten, so die Agentur.

Sollten die Konzerte Thompsons nicht abgesagt werden, forderte die Agentur eine Entschuldigung von den Bürgermeistern der Städte, in denen die Konzerte stattgefunden haben.

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