Nabucco-Pipeline

Newsletter vom 24.04.2009 – Südlicher Korridor

ESSEN/ASCHGABAT/BERLIN (Eigener Bericht) – Der RWE-Konzern erhält
Zugriff auf turkmenisches Erdgas und stärkt damit die deutsche
Position in der Mächtekonkurrenz um die zentralasiatischen
Energieressourcen. Eine vor wenigen Tagen getroffene Vereinbarung
sieht vor, dass RWE sich an Erschließung und Entwicklung von
Erdgasfeldern im turkmenischen Teil des Kaspischen Meeres beteiligt.
Berlin erhofft sich den Ausbau der Kooperation auch in weiteren
zentralasiatischen Staaten; aus Moskau, das seine dortige Hegemonie
bedroht sieht, sind erboste Reaktionen zu hören. Die Vereinbarung
erfolgt kurz vor Beginn einer Reihe internationaler Zusammenkünfte,
die sich um die Ableitung von Öl und Gas aus Zentralasien drehen. Nach
Abschluss des RWE-Deals geht Berlin gestärkt in die Gespräche. Dabei
wird ein arbeitsteiliges Vorgehen der deutschen Energiekonzerne
erkennbar: Während Eon mit Moskau kooperiert und vor allem auf
russische Erdgasvorräte zielt, widmet sich RWE den zentralasiatischen
Ressourcen und ihrer Einfuhr an russischem Territorium vorbei – mit
der Nabucco-Pipeline, einem zentralen Element der Berliner
Energiestrategie.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57515

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: