Andacht für getötete Kinder: 10 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien – Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 30. März 2009

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30. März 2009

Andacht für getötete Kinder: 10 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien

Drei serbische Dörfer ohne Strom

Bischof stellt kirchlichen Raum für Gesundheitszentrum zur Verfügung

Andacht für getötete Kinder: 10 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien

(BELGRAD) In der serbischen Hauptstadt wurde am vergangenen Dienstag der Opfer des NATO-Bombardements von 1999 gedacht. Anlässlich des zehnten Jahrestages des NATO-Angriffs auf Serbien und Bundesrepublik Jugoslawien, der am 24. März 1999 begonnen hatte, fanden in Belgrad Totenandachten am Denkmal für die im Angriff getöteten Kinder sowie am Denkmal für die Opfer des NATO-Bombardements bei dem damals zerstörten Gebäude des Serbischen Fernsehsenders statt. Ebenfalls wurde eine Gedenkstunde für die getöteten Angehörigen der jugoslawischen Armee abgehalten.

Die NATO hatte die Luftangriffe auf Jugoslawien 1999 mit der Krise in der südserbischen Provinz Kosovo-Metohija begründet. Serbien sah im Bombardement einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Der Krieg endete im Juni 1999 mit dem Abkommen von Kumanovo (Makedonien) und der darauf folgenden Verabschiedung der Resolution Nr. 1244 des UNO-Sicherheitsrates. Laut dieser Resolution sollte das Kosovo-Metohija ein unter UNO-Verwaltung stehender Bestandteil Serbiens bleiben. Aus diesem Grund betrachten Serbien und einige andere Staaten wie etwa Russland die Unabhängigkeitserklärung Kosovos sowie ihre Anerkennung durch die westlichen Staaten als völkerrechtswidrig.

Drei serbische Dörfer ohne Strom

(KLOSTER VISOKI DECANI) Seit Tagen haben die Ortschaften Vrbovac, Grncar und Mogila im Kosovo-Metohija keinen Strom. Der Strom wurde in Vrbovac nach einer Störung ausgeschaltet. Betroffen sind 60 Haushalte und seit Mittwoch auch eine Grund- und eine Oberschule, das Gesundheitszentrum sowie die Suppenküche der Ortschaft, die die ärmsten Menschen der Gemeinde mit Essen versorgt. Seit etwa 2 Wochen ist der Strom auch in den Dörfern Grncar und Mogila ausgeschaltet. Die Mitarbeiter der Kosovarischen Stromgesellschaft lehnen ab, die Störung zu beseitigen, wenn nicht Verträge über die künftige Strombezahlung unterzeichnet werden.

Bischof stellt kirchlichen Raum für Gesundheitszentrum

(KLOSTER VISOKI DECANI) Nach einem Brand, in welchem das Gesundheitszentrum im Kosovska Kamenica beschädigt worden war, stellte laut einem Bericht des KiM Radio der serbische orthodoxe Bischof Artemije von Raszien-Prizren den Ärzten kirchliche Räume zur Verfügung. Dadurch konnten die meisten Patienten des Gesundheitszentrums versorgt werden.

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