SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 25. Januar 2009

SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 25. Januar 2009 Montenegro: Polizei verwehrt Priestern Eintritt in Kirche Kosovo-Serben 15 Stunden ohne Strom Mostar: Mufti und Bischof am zweiten Weihnachtstag zusammen Metropolit Amfilohije und Bischof Vasilije bei Patriarch Pavle I. Belgrad: Dekorative Beleuchtung an Hl.-Sava-Kirche eingestellt Neue Kirche in Österreich Orthodoxe Feiertage in Kuwait — Montenegro: Polizei verwehrt Priestern Eintritt in Kirche (CETINJE) Montenegrinische Polizei hat am vergangenen Dienstag, dem 20. Januar, die Priesterschaft der Metropolie von Montenegro der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) daran gehindert, die Hl. Liturgie in der Hl.-Johannes-Kirche in der Ortschaft Bajice bei Cetinje zu zelebrieren. Am 20. Januar feiert die SOK den Hl. Johannes den Täufer. Laut einer Mitteilung der Metropolie von Montenegro hatten Priester versucht, die Kirche zu betreten, wurden aber von der Polizei mit Gewalt daran gehindert. Danach sollen einige Anhänger des ehemaligen Priesters Miras Dedejic, der die so genannte „Montenegrinische Orthodoxe Kirche“ leitet, aufgetaucht sein. Die Priester der kanonischen Metropolie der SOK haben, nachdem ihnen der Zugang zur Kirche verwehrt worden war, vor dem Polizeiaufgebot ein Gebet zu Ehren des Hl. Johannes des Täufers und der Hl. Gottesmutter gelesen. Laut einer Erklärung des beteiligten Pfarrers der SOK, Erzpriester Gojko Perovic, wurde er in der Auseinandersetzung mit der Polizei leicht verletzt und trug eine kleine Kratzwunde davon. Perovic schreibt, dass der montenegrinische Polizeidirektor Veljovic ausgesagt habe, von den Maßnahmen der Polizei nichts gewusst zu haben. Dabei sollen am Einsatz in Bajice etwa 50 Polizisten teilgenommen haben; einige davon kamen aus Cetinje, einige waren Angehörige der Spezialeinheiten aus Podgorica. In Verbindung mit der Kirche in Bajice gab es auch in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle. So wurde am Tag des Hl. Lukas, dem 31. Oktober 2008, von der montenegrinischen Polizei garantiert, dass die Kirche von niemandem benutzt würde; später konnten aber Vertreter der so genannten «Montenegrinische Orthodoxe Kirche» die Kirche ungestört betreten. Die nicht anerkannte „Montenegrinische Orthodoxe Kirche“ erhebt Anspruch auf das Eigentum der von der Gesamtorthodoxie anerkannten Metropolie von Montenegro der SOK. Sie wird offenbar von einigen Vertretern der montenegrinischen Politik unterstützt. Diese Gruppierung stellt aus der Sicht der Orthodoxie einen rein säkularen Verein dar. Ihr Anführer Miras Dedejic war Priester des Ökumenischen Patriarchats gewesen, bevor er laizisiert worden ist. Wir weisen in diesem Zusammenhang auf den englischsprachigen Beitrag Not a Schismatic, but an Impostor. The Question of Miras Dedeic und the «Montenegrin Orthodox Church» unseres Redakteurs Tihomir Popovic auf der Webseite der „European Stability Initiative“ hin: http://www.esiweb.org/pdf/montenegro%20-%20conflict%20in%20montenegrin%20orthodoxy%20-%20reaction%20by%20tihomir%20popovic.pdf Kosovo-Serben 15 Stunden ohne Strom (BELGRAD) Laut Informationen der Belgrader Tageszeitung „Blic“ haben die Serben im Kosovo-Metohija während der Kältetage Mitte Januar bis zu 15 Stunden ohne Strom leben müssen. Der Direktor der Elektrowerke in Kosovska Mitrovica, Radoje Kreckovic, sagte für die Nachrichtenagentur „Tanjug“, dass die serbischen Territorien im Kosovo-Metohija von der „Kosovarischen Elektrogesellschaft“ (KEK) so behandelt würden, als ob sie den Strom nicht bezahlten. Kreckovic sagte, dass die serbischen Gemeinden im Zentralkosovo, Kosovsko Pomoravlje und Brezovica, beziehungsweise Strpce besonders schwer betroffen seien. Mostar: Mufti und Bischof am zweiten Weihnachtstag zusammen (MOSTAR / BOSNIEN-HERZEGOWINA) Am zweiten Weihnachstag nach dem in der SOK verwendeten julianischen Kalender, dem 8. Januar, fand in der Hauptstadt von Herzegowina ein Weihnachtskonzert, das die Serbische Orthodoxe Diözese von Zahumlje-Herzegowina und der Serbische Bildungs- und Kulturverein „Gusle“ im Herzog-Stjepan-Kosaca-Haus veranstalteten. Der serbische orthodoxe Bischof Grigorije von Zahumlje-Herzegowina sagte, dass das diesjährige Weihnachtsfest und das Konzert am Zweiten Weihnachtsfeiertag die besten Zeichen der Versöhnung, der Toleranz und des Zusammenlebens aller Menschen der Stadt darstellten. Diese Meinung vertraten auch der Mufti der Islamischen Gemeinde, Hadzi Seid Smajkic und der Bürgermeister von Mostar, Ljubo Beslic. Sie seien „entzückt“ über die Botschaften und Inhalte der Feierlichkeiten anlässlich des orthodoxen Weihnachtsfestes in Mostar gewesen, heißt es in einer Mitteilung der Serbischen Orthodoxen Diözese Zahumlje-Herzegowina. Das Ereignis sei eine symbolische Friedensbotschaft in Mostar; die Serben seien, so Mufti Smajkic, in ihrer Stadt willkommen. Auf dem Konzert traten Chöre aus Mostar und Trebinje (Herzegowina) auf, ein Solist aus Belgrad mit einem Ensemble aus Nevesinje (ebenfalls Herzegowina) und ein Duo aus Belgrad. Auch der Kinderchor des serbischen Vereins „Gusle“ aus Mostar trat auf. Serbische Minister beim Hl. Synod (BELGRAD) Der Hl. Synod der SOK hat in seiner ordentlichen Sitzung am vergangenen Donnerstag den serbischen Außenminister Vuk Jeremic und den Religionsminister Bogoljub Sijakovic empfangen. In dem Gespräch der Kirchenleitung mit den Regierungsvertretern wurden insbesondere die Lage im Kosovo-Metohija und der Schutz der dortigen Serben und des Kulturerbes der SOK thematisiert. Außenminister Jeremic informierte die Mitglieder des Hl. Synods über die Bestrebungen der Regierung Serbiens, das Kosovo-Metohija als Bestandteil Serbiens zu bewahren. Er betonte, dass das internationale Recht das stärkste Argument Serbiens in der Verteidigung der staatlichen Integrität vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag sei. Jeremic schilderte auch die geplanten Maßnahmen des juristischen Teams der Serbischen Regierung und ihres Außenministeriums im Bereich des Schutzes der Serben und ihrer Heiligen Stätten im Kosovo-Metohija. Die Synergie von Kirche und Staat in diesem für die Serben im Kosovo-Metohija schweren Moment sei notwendig, sagte der Außenminister, insbesondere nach der Formierung der paramilitärischen «Sicherheitskräfte Kosovos» und angesichts der Unterstützung einiger europäischer und anderer Staaten für diese Organisation auf serbischem Territorium. Im Gespräch der Hierarchen der SOK und der beiden Minister wurde auch der Zusammenarbeit mit der UNESCO im Prozess des Wiederaufbaus der zerstörten Kirchen und Klöster im Kosovo-Metohija besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Metropolit Amfilohije und Bischof Vasilije bei Patriarch Pavle I. (BELGRAD) Patriarch Pavle I., der seit mehr als einem Jahr im Belgrader Militärkrankenhaus liegt, hat in den vergangenen Wochen Metropolit Amfilohije von Montenegro und Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla empfangen. Der Metropolit, der auch der Stellvertreter des Patriarchen ist, besuchte den Patriarchen am 16. Januar, nachdem er die Hl. Liturgie in der Hl.-Simeon-Kapelle des Serbischen Patriarchats zelebriert hatte. Der Patriarch empfing vom Metropoliten die Hl. Kommunion. Am vergangenen Donnerstag, dem 22. Dezember, empfing der Patriarch auch Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla (Ostbosnien). Der Bischof überbrachte dem Patriarchen Grüße der Priester, der Mönche und des gläubigen Volkes, was den Patriarchen sehr erfreute, heißt es in einer Mitteilung der Diözese Zvornik-Tuzla. Der Patriarch sei heiteren Gemuts, sichtbar gut gelaunt und über den Besuch erfreut; er sprach mit Bischof Vasilije über das Leben der Kirche, die Lage in der Diözese Zvornik-Tuzla und über den Raum der Republik Srpska und Bosnien-Herzegowina. Belgrad: Dekorative Beleuchtung an Hl.-Sava-Kirche eingestellt (BELGRAD) Wegen der Stromprobleme in Serbien wurden alle dekorativen Lichter auf der Hl.-Sava-Kirche, der größten Kirche des Landes und Balkans, ausgemacht. Die Bürger des Landes wurden dazu aufgerufen, diesem Beispiel des Energiesparens zu folgen, heißt es aus einer Mitteilung des Bauleiters der Kirche, deren Inneres noch nicht fertiggestellt worden ist. Neue Kirche in Österreich (WIEN) Die Diözese für Mitteleuropa der SOK wird ein neues Gotteshaus in Österreich bauen: Die Stadtbehörden von Tulln hatten die Genehmigung erteilt, ein Objekt auf dem von der SOK in dieser Stadt erworbenen Grundstück zu gottesdienstlichen Zwecken umzugestalten. Bisher haben die Gläubigen der SOK in Tulln in einer gemieteten römisch-katholischen Kirche gebetet. Der Gemeindepfarrer Aleksandar Stankovic sagte für die serbische Diaspora-Zeitung „Vesti“, die Arbeiten würden nach dem Tag des Hl.-Sava (27.1.) beginnen. Nach seinen Worten werde der Umzug in die neue Kirche im Laufe des Jahres stattfinden. Für die Ausführung der geplanten Bauarbeiten benötigt die Gemeinde finanzielle Mittel, so dass an die Gläubigen appeliert wird, das Vorhaben zu unterstützen. Das 760 qm große Grundstück auf dem die Kirche stehen wird wurde am 13. Juli 2008 erworben. Das auf dem Grundstück befindliche Objekt sollte eine Kirche, eine kleine Bibliothek, einen Saal, ein Büro und einen Kerzenverkaufsstand beherbergen. Der Kauf wurde aus Mitteln getätigt, die zum größten Teil die Gläubigen bereitgestellt haben: die Gläubigen aus Tulln spendeten 45.000 EUR, die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde in Wien schenkte 65.000 EUR; darüber hinaus wurde ein Darlehen in Höhe von 105.000 EUR aufgenommen. Orthodoxe Feiertage in Kuwait (KUWAIT) Die in Kuwait lebenden orthodoxen Serben haben Weihnachten (7.1.) und Theophanie (19.1.) liturgisch feiern können. Die orthodoxe Kirche in Kuwait gehört dem Patriarchat von Antiochia an. Zu Weihnachten besuchte der serbische Pfarrer Vater Bogdan Vasiljevic aus Neubelgrad die Schwesterkirche. Der Erzpriester der SOK zelebrierte am Heiligabend (6.1.) und am Ersten Weihnachtsfeiertag (7.1.) im kuwaitischen Salwa mit dem Segen des Serbischen Patriarchen Pavle I. und des Erzbischofs Konstantin vom Patriarchat von Antiochia. Zusammen mit den Serben nahmen auch Russen, Ukrainer, Makedonier und Bulgaren an den Gottesdiensten teil. Der serbische Pfarrer taufte auch ein serbisches und ein russisches Mädchen. SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa Mengendamm 16c D-30177 Hannover

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