BERLIN/MOGADISCHU

Newsletter vom 23.12.2008 – Aufmarsch vor Somalia

BERLIN/MOGADISCHU (Eigener Bericht) – Am heutigen Dienstag beginnt vor
dem Horn von Afrika der neunte laufende Auslandseinsatz der deutschen
Streitkräfte. Im Rahmen der EU-Operation „Atalanta“ werden bis zu
1.400 Soldaten der Kriegsmarine im Indischen Ozean intervenieren.
Anlass ist die Bekämpfung der dortigen Piraterie; erlaubt ist der
Einsatz von Waffengewalt „bis hin zum Versenken von Piratenschiffen“,
erklärt Verteidigungsminister Franz Josef Jung. Tatsächlich
konzentrieren sich zur Zeit vor der Küste Ostafrikas Truppen
sämtlicher Großmächte von den USA über Russland bis zur Volksrepublik
China; auch Regionalmächte wie Iran haben Soldaten in das Gebiet
entsandt. Schauplatz des weltweiten Aufmarschs sind Wasserstraßen, die
zu den wichtigsten Handelsrouten der Erde gehören. Die Kontrolle über
sie gehört laut „Weißbuch“ der Bundeswehr zu den strategischen Zielen
der deutschen Militärpolitik. Bei dem Einsatz kommt es zu offener
Rivalität mit den Vereinigten Staaten. Während Berlin auf einer
Intervention unter EU-Kontrolle besteht, um die politische Führung zu
übernehmen, macht sich Washington für eine parallele NATO-Expedition
stark. Damit zeigt sich die transatlantische Konkurrenz zum Jahresende
2008 erstmals im Medium militärischer Operationen.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57432

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