SOK AKTUELL – 25. November 2008

SOK AKTUELL

Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

25. November 2008

Kirchenweihe in Kroatien

Kosovo: Feier im Kloster Zociste

Umsiedlung der Kirche in Bosnien

150 Jahre Kathedrale von Vranje

Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla feiert 30-jähriges Jubiläum

Priesterweihe in Wien

Kirchenweihe in Kroatien

(ZAGREB / KROATIEN) In Kroatien wurde vergangene Woche eine Kirche geweiht: die wiederaufgebaute Hl.-Georg-Kirche in Narta. Den Weihegottesdienst zelebrierte der serbische orthodoxe Metropolit Jovan von Zagreb-Lubljana mit Priestern seiner Metropolie.

Kosovo: Feier im Kloster Zociste

(KLOSTER VISOKI DECANI) Am Tag der Hl. Kosmas und Damian (14. November) feierte das serbische orthodoxe Kloster Zociste im Kosovo-Metohija sein Patronsfest sowie den vierten Jahrestag der Rückkehr der Mönche in das Kloster. Rund 300 Gläubige aus Kosovo-Metohija nahmen an den Feierlichkeiten teil. Auch Gäste aus anderen Teilen Serbiens waren anwesend.

Der Abt des Klosters, Vater Stefan (Milenkovic) sagte, dass die Klosterkirche wiederaufgebaut worden sei und dass nun Arbeiten in den Wohnhäusern und den Hilfsgebäuden ausgeführt würden. Er hob die Hilfe hervor, die das Kloster von den Einwohnern des Ortes, der Diözese Raszien-Prizren und dem Staat Serbien bekommt. Jedoch seien die Serben nicht nach Zociste zurückgkehrt, weil die Gegend unsicher sei und es keine Möglichkeiten gebe, eine Arbeit zu finden. Viele geflüchtete und vertriebene Serben seien in ihren neuen Orten zurecht gekommen und haben irgendeine Arbeit gefunden, so dass sie sich schwerlich zur Rückkehr entscheiden. Die in Zociste lebenden Serben glauben laut Vater Stefan jedoch an ihr Überleben, benötigen jedoch Hilfe.

In der Gegend von Orahovac, wozu auch Zociste gehört, lebten vor dem Kosovo-Krieg rund 5.000 Serben. Heute leben nur noch 1.200 Serben in Velika Hoca und Orahovac.

Umsiedlung der Kirche in Bosnien

(BIEJLJINA) Die serbische orthodoxe Kirche des Hl. Stefanus in Divic nahe Zvornik soll nun nach Mladjevac umgesiedelt werden: Das entschied der serbische orthodoxe Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla, der auch Vertreter der SOK im Interreligiösen Rat von Bosnien-Herzegowina ist. In einer Mitteilung seiner Diözese wird die Einigkeit der Vertreter der SOK und der Islamischen Glaubensgemeinschaft in diesem Land hinsichtlich der Umsiedlung der Kirche hervorgehoben: Die Vereinbarung der beiden Gemeinden in bezug auf die Kirche von Divic sei ein „wahres Positivbeispiel der Toleranz“, sagten der Bischöfliche Vikar von Zvornik, Erzpriester Vidoje Lukic und Vahid Kapidzic, Vertreter der Islamischen Gemeinschaft. Beide waren Mitglieder der Delegationen, die am Internationalen Tag der Toleranz, dem 16. Novemeber, Divic und Mladjevac besichtigt hatten. Vater Vidoje Lukic sagte, dass die SOK durch die Umsiedlung der Kirche ihren „guten Willen zeigen will, das während des Krieges entstandene Problem auf positive Weise zu lösen“. Der serbische orthodoxe Erzpriester erklärte, dass durch die Umsiedlung der Kirche aus Divic das Grundstück für die Islamische Gemeinschaft frei werde. Die SOK habe gezeigt, dass man jedes Problem zur Zufriedenheit sowohl der Gläubigen der SOK als auch der Gäubigen der Islamischen Glaubensgemeinschaft lösen könne. Auch der islamische Vertreter Vahid Kapidzic war einverstanden, die Umsiedlung der Kirche aus Divic als positives Beispiel zu bezeichnen, das zum Internationalen Tag der Toleranz hervorzuheben sei. Er fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit der SOK und der Islamischen Glaubensgemeinschaft in der Region gut sei und äußerte seine Hoffnung auf ihre Fortsetzung.

150 Jahre Kathedrale von Vranje

(VRANJE) Die Kathedrale in der südostserbischen Stadt Vranje, dem Zentrum der gleichnamigen Diözese der SOK, hat am Sonntag vergangener Woche ihr hundertfünfzigstes Jubiläum gefeiert. Anlässlich der Feier verteilte Diözesanbischof Pahomije von Vranje Auszeichnungen an den Gemeindepfarrer und an Unterstützer der Renovierung der Kirche. Auch einige an einem Malwettbewerb zu Ehren der Kathedrale beteiligte Schüler zeichnete der Bischof aus. An dem Wettbewerb hatten mehr als 1.300 Schüler von Grund- und Oberschulen vom Territorium der Diözese teilgenommen. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte Bischof Irinej von Backa (Novi Sad, Nordserbien), der in seiner Ansprache unter anderem erwähnte, dass an der Stelle, an welcher die 150 Jahre alt gewordene Kathedrale steht, auch in früheren Zeiten Kirchen gestanden haben.

Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla feiert 30-jähriges Jubiläum

(BIJELJINA) Der serbische orthodoxe Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla hat am 9. November sein dreißigjähriges Jubiläum als Diözesanbischof gefeiert. Er zelebrierte die Hl. Liturgie in der Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale in Tuzla in Anwesenheit von Bischof Longin von Amerika und Kanada der serbischen orthodoxen Metropolie von Nova Gracanica. In seiner Rede sprach Bischof Vasilije über Aspekte seines bischöflichen Dienstes. Nach der Ansprache durch Bischof Longin und der Überreichung der Geschenke besichtigte der Bischof eine Ausstellung, die die Jugendgemeinschaft Hl. Sava seiner Diözese aus Anlass der Jubiläumsfeier organisiert hat.

Priesterweihe in Wien

(WIEN) Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien zelebierte am Tag des Hl. Demetrios (8. November) in der Christi-Auferstehungskirche der Serbischen Orthodoxen Kirchengemeinde Wien die Hl. Liturgie und weihte den aus Bosnien-Herzegowina stammenden Diplom-Theologen und Doktoranden Sladjan Vasic zum Diakon. Am folgenden Tag zelebrierte er die Hl. Liturgie in der serbischen orthodoxen Hl.-Sava-Kirche in Wien und weihte diesmal Vasic zum Priester. Vasic soll nach der Fertigstellung seiner Dissertation nach Bosnien-Herzegowina zurückkehren.

Metropolit Nikolaj überbrachte den Segen des Serbischen Patriarchen Pavle I. den Gläubigen in Wien. Er erinnerte daran, dass 280.000 Gläubige während des letzten Bürgerkrieges aus seiner Diözese ausgewandert sei. Der Metropolit empfahl den Serben in der Diaspora, allen als Beispiel zu dienen und zu allen Menschen ein gutes Verhältnis zu haben.

Die Kirchengemeinde Wien gehört zur Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, die Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz umfasst.

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Mengendamm 16c

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