BRATISLAVA/BUDAPEST/BERLIN – 26.11.2008

Newsletter vom 26.11.2008 – Nicht zum ersten Mal

BRATISLAVA/BUDAPEST/BERLIN (Eigener Bericht) – Mit einer Serie
hochrangiger Treffen suchen Ungarn und die Slowakei ihre wegen der
deutsch inspirierten ungarischen Ethno-Politik eskalierenden
Spannungen zu mildern. Kern des Streits sind Maßnahmen, mit denen
Budapest ungarischsprachige Minderheiten im Ausland enger als zuvor an
sich binden will, insbesondere in der Slowakei. Sie entsprechen
völkischen Konzepten, wie sie in Europa vor allem Berlin vorantreibt,
und können als Versuch gelten, deutsche Ethno-Modelle in Osteuropa
weiter zu verankern. Bereits seit Jahren führen sie zu
Auseinandersetzungen zwischen Budapest und Bratislava. Jüngstes
Beispiel dafür ist die Gründung eines „Forums der ungarischen
Abgeordneten des Karpatenbeckens“, in dem Parlamentarier aus Ungarn
mit Delegierten ungarischsprachiger Minderheiten aus den
Nachbarstaaten („Auslandsungarn“) zusammentreffen und gemeinsam über
ihre Politik beraten. Kürzlich haben ungarische Rechtsextremisten die
von Berlin unterstützte völkische Politik Budapests zugespitzt – mit
Auftritten auf slowakischem Territorium, bei denen die Errichtung von
„Großungarn“ unter Einschluss slowakischer Gebiete gefordert wurde.
„Großungarn“ existierte zuletzt zu Beginn der 1940er Jahre, unter
deutscher Hegemonie.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57403

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