BERLIN/WASHINGTON

Newsletter vom 10.11.2008 – Vom Dollar zum Euro (II)

BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht) – Mit ersten Forderungen an die
künftige US-Administration markieren Berlin und Brüssel ihren Anspruch
auf eine weltweite Führungsposition. Die EU wolle bei der Bewältigung
der globalen Finanzkrise eine Vorreiterrolle übernehmen, heißt es nach
dem informellen EU-Gipfeltreffen Ende letzter Woche. Für den
Weltfinanzgipfel am nächsten Wochenende liegen konkrete Vorschläge
vor, die heftige Machtkämpfe mit den Vereinigten Staaten erwarten
lassen: Sie laufen deren Prioritäten diametral zuwider und zielen auf
eine Schwächung der USA im globalen Finanzsystem. Die Zeit, in welcher
der Dollar konkurrenzlos dominiert habe, sei vorüber, erklärt der
französische Staatspräsident im Namen der EU. Die gestiegene Bedeutung
des Euro müsse sich nun auch in den globalen Finanz-Regelwerken
niederschlagen. Das Vorpreschen der EU wird von Berliner
Regierungsberatern als riskant eingestuft; ein Scheitern, heißt es,
sei nicht unwahrscheinlich. Die Bundesregierung verkleidet die
deutsch-europäische Einflussoffensive als Angebot zur „Erneuerung“ des
transatlantischen Bündnisses und begleitet sie mit
Sympathiebekundungen für den künftigen US-Präsidenten.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57386

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