SOK AKTUELL – 11. September 2008

SOK AKTUELL

Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

11. September 2008

Generalvikar Pejic spricht beim zwischenkirchlichen Seminar für Religionslehrer in Serbien

Hl. Synod zum Thema Restitution

Generalvikar Pejic spricht beim zwischenkirchlichen Seminar für Religionslehrer in Serbien

(HANNOVER / NOVI SAD) Am vergangenen Sonntag endete im Hotel «Norcev» in Iriski Venac bei Novi Sad (Vojvodina, Nordserbien) die am Dienstag vergangener Woche begonnene deutsch-serbische Tagung der Religionslehrer. Die Konferenz mit dem Titel «Religionslehrer als Zeuge des Glaubens» war ein Folgeprojekt der „Serbientagungen“ der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) der Römisch-katholischen Kirche und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und wurde vom Generalvikar der Diözese Mitteleuropa, Erzpriester Milan Pejic initiiert, der die Anwesenden auch bei der Eröffnung der Tagung begrüßte. An der Arbeit der Tagung nahmen Religionslehrer aus orthodoxen und römisch-katholischen Diözesen sowie den evangelischen Kirchen in Serbien, zusammen mit ihren evangelischen und römisch-katholischen Kollegen aus Deutschland. Wie wichtig die Veranstaltung für die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) war, kann man an der Teilnahme zahlreicher Bischöfe an der Eröffnung der Veranstaltung sehen: Anwesend waren die Bischöfe Irinej von Backa (Novi Sad, Vojvodina), Vasilije von Srem (Sremski Karlovci / Karlowitz, Vojvodina), Ignatije von Branicevo (Pozarevac, Ostserbien), Lukijan von Osecko polje (Dalj, Kroatien) sowie der Vikarbischof Porfirije von Jegar / Eger, Abt des Klosters Kovilj in der Diözese Backa (Vojvodina). Der römisch-katholische Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hocevar, und die evangelischen Bischöfe Istvan Czete-Szemesi und Samuel Vrbovski waren ebenfalls anwesend.

In einer Mitteliung der Diözese Backa wird als Beschluss der Tagung die These genannt, dass es Unterschiede in der Methodik, nicht aber im Ziel des Religionsunterrichts geben könne: Durch den Religionsunterricht solle der Religionslehrer durch «ruhigen, modernen und offenen Dialog» dem Schüler die «Verwirklichung der Gemeinschaft mit anderen Menschen und mit Gott ermöglichen», und ihm helfen, Mitglied der Kirche Gottes zu werden. Die Eucharistie sei die Quelle und das Ziel des Religionsunterrichts und die Schule der Ort des «authentischen und freien Dialogs und des Kennenlernens aller Wissenschaften, Theorien und Religionen», heißt es in der Mitteilung. Lobend erwähnt wurden in der Mitteilung des Varanstalters insbesondere der Beitrag von Bischof Ignjatije von Branicevo, dem Autor der Schulbücher für den orthodoxen Religionsunterricht in Serbien, sowie Erzpriester Ljubivoje Stefanovic, einem Berater des serbischen Religionsministers und Leiter der Arbeitsgruppe zur Förderung des Religionsunterrichts der Serbischen Regierung.

Auf der Tagung wurden insbesondere die Fragen der Unterrichtsförderung, der Religionserfahrung und der Bewertungspraxis, dier Weltreligionen, der Religionslehrer als Mitglieder der Gemeinschaft sowie des geistigen Bildes des Religionslehrers besprochen. Ein Video-Bericht in serbischer Sprache ist unter

http://www.youtube.com/watch?v=tIFFHYdmQQs&eurl=http://www.rtv.rs/sr/vesti/drustvo/religija/2008_09_02/vest_81528.jsp

abrufbar.

Der Relgionsunterricht wird in Serbien aufgrund einer Regierungsverordnung vom Juli 2001 als Wahlpflichtfach an allen Grund- und Mittelschulen unterrichtet.

Hl. Synod zum Thema Restitution

(BELGRAD) Der Hl. Synod der SOK hat vergangene Woche die Regierung Serbiens gebeten, baldmöglichst einen Veränderungsvorschlag zum Gesetz zur Restitution des Eigentums der Kirchen und Religionsgemeinschaften vorzulegen und somit die aktuelle Frist zur Erklärung des nationalisierten Eigentums zu verlängern. In einem von Metropolit Amfilohije von Montenegro, dem Stellvertreter des Serbischen Pagtriarchen Pavle I., unterzeichneten Brief an den serbischen Premierminister Mirko Cvetkovic hieß es, dass die aktuelle Frist (30. September) inakzeptabel sei, weil das im Jahre 2006 verabschiedete Restitutionsgesetz 15 Monate lang nicht angewendet worden sei und die Restitutionsdirektion erst im Dezember 2007 ihre Arbeit aufgenommen habe. In dem Brief des Hl. Synods hieß es, dass die grundlegenden Voraussetzungen zur Arbeit der Direktion bis heute nicht erfüllt seien sowie dass die Fristen des Verwaltungsrechts nicht eingehalten worden seien. Aus diesen Gründen wird die Verlängerung der Frist zum 1. Januar 2010 verlangt.

Die SOK trage als Rechtssubjekt weder Schuld noch Verantwortung für die entstandene Situation, heißt es im Brief, während sie dadurch unmittelbaren und unersetzbaren Schaden davon trage.

Das serbische Religionsministerium ist mit dem Antrag der SOK einverstanden, sagte der Staatssekretär in diesem Ministerium, Dragan Curovic. Laut Curovic werde das Religionsministerium die Bewilligung des Antrages fordern.

Der Rechtsberater des Patriarchatsvorstandes, Milan Andric, sagte am Mittwoch, dass zurzeit der komplexe Prozess der Identifikation der Grundstücke im Gange sei, die an die SOK zurück gegeben werden sollen. Das sei eine schwierige Aufgabe, weil es sich um große Parzellen handele. Diese Parzellen seien als Landwirtschaftsflächen Eigentum der SOK gewesen und seien dann zum Bauland geworden, so Andric.

|

SOK AKTUELL

Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

Mengendamm 16c

D-30177 Hannover

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: