NAYPYIDAW/BEIJING/BERLIN

Newsletter vom 13.05.2008 – Offen oder verdeckt

NAYPYIDAW/BEIJING/BERLIN (Eigener Bericht) – Begleitet von
deutsch-französischen Drohungen mit einer militärischen Intervention
bricht am heutigen Dienstag der EU-Entwicklungskommissar zu
Verhandlungen nach Myanmar auf. Ziel ist es, das Land möglichst
umfassend für europäisches Hilfspersonal zu öffnen, darunter auch
Mitarbeiter staatlicher deutscher Stellen. Die Aktivitäten, die
offiziell lediglich den Opfern der Unwetterkatastrophe Beistand
leisten sollen, sind tatsächlich Teil einer Kampagne gegen die
Regierung in Naypyidaw. Hatte die Bundesregierung das Militärregime
jahrzehntelang unterstützt – unter anderem mit Waffenexporten -, um
von China unterhaltene kommunistische Kräfte niederzuwerfen, so setzt
sie seit Ende der 1980er Jahre auf einen Regierungswechsel in Myanmar,
weil Beijing einen Ausgleich mit der Armee gefunden hat und seine
Position in dem Land schrittweise stärkt. Die Aktivitäten gegen
Myanmar ergänzen die antichinesische Tibet-Kampagne und könnten
Hinweisen zufolge um den 8. August 2008 eskalieren. An diesem Tag
werden in Beijing die Olympischen Spiele eröffnet. Zugleich jährt sich
zum zwanzigsten Male der myanmarische Aufstand von 1988; der Jahrestag
soll mit neuen Protesten begangen werden. In den USA diskutieren
außenpolitische Kreise bereits über Militärschläge gegen Ziele in
Naypyidaw.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57234

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