SOK AKTUELL – 4. September 2008

SOK AKTUELL

Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

4. September 2008

Zwischenkirchliches Seminar für Religionslehrer in Serbien auf Initiative der Diözese Mitteleuropa

Segen für die Arbeit des Diaspora-Ministeriums

Russischer Botschafter bei Patriarch Pavle

Gebet für das neue Schuljahr

Neue Kirche in Montenegro

Zwischenkirchliches Seminar für Religionslehrer in Serbien auf Initiative der Diözese Mitteleuropa

(HANNOVER / NOVI SAD) Als Folgeprojekt der „Serbientagungen“ der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) der Römisch-katholischen Kirche und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) findet zurzeit in Iriski Venac bei Novi Sad (Neusatz) in der Vojvodina (Nordserbien) ein internationales Treffen von Religionspädagogen statt. Die Initiative für dieses bedeutende Projekt, das sowohl zu fachlichem Austausch als auch zum interreligiösen, interkonfessionellen und interkulturellen Dialog beitragen soll, hat auf einer der genannten zwischenkirchlichen „Serbientagungen“ der Generalvikar der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, Erzpriester Milan Pejic gegeben. Die EKD hat die Trägerschaft des Projektes übernommen, das Belgrader Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt das wichtige Vorhaben. Partner vor Ort sind die Serbische Orthodoxe Diözese Backa mit Sitz in Novi Sad sowie die Erzdiözese Belgrad der Römisch-katholischen Kirche. Die Tagung findet auf dem Territorium der Serbischen Orthodoxe Diözese Srem mit Sitz in Sremski Karlovci (Karlowitz) statt. Die Konferenz hat am Dienstag im Hotel „Norcev“ in Iriski Venac begonnen und wird bis einschließlich Sonntag dauern. Auf der Tagung nehmen Religionslehrer der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), der Römisch-katholischen und der Evangelischen Kirche aus Deutschland sowie ihre Kollegen aus der Evangelisch-lutherischen und der Evangelisch-reformierten Kirche in Serbien teil.

Das Thema der Tagung ist der „Religionslehrer als Zeuge des Glaubens“. Im Programm der Veranstaltung wird „die Pflege des Friedens, der Liebe und der Eintracht zwischen Völkern und Gemeinschaften in Serbien“ als Ziel des Projektes angegeben. Thematisiert werden das Verhältnis von Religionsunterricht und Konfession, die Aufgaben der Religionsunterrichts an staatlichen Schulen in Bezug auf die Erfahrungen aus Deutschland und Serbien, der Glaube als eine Gabe der Gnade, die Religionslehrer als Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, die Erfahrung der Religion und die Bewertungspraxis in den Schulen sowie die Spiritualität der Religionslehrer.

Die Wichtigkeit der Tagung für die SOK und andere Religionen und Konfessionen in Serbien sowie für den serbischen Staat kommt durch die Teilnahme hochrangiger Vertreter dieser Gemeinschaften an der Konferenz deutlich zum Ausdruck: Unter anderem nehmen die serbischen orthodoxen Bischöfe Irinej von Backa und Porfirije von Jegar (Eger), der römisch-katholische Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hocevar, Vertreter der serbischen Ministerien für Religion und Bildung sowie Mitglieder der Jüdischen und der Islamischen Gemeinschaft an der Tagung teil.

Segen für die Arbeit des Diaspora-Ministeriums

(BELGRAD) Eine hochrangige Delegation des serbischen Diaspora-Ministeriums mit Minister Srdjan Sreckovic an der Spitze besuchte am vergangenen Freitag das Serbische Patriarchat, wo sie von Metropolit Amfilohije von Montenegro, dem Stellvertreter des Patriarchen, empfangen wurde. Der Minister stellte dem Metropoliten den Plan für die Aktivitäten des Ministeriums in der kommenden Zeit. Minister Sreckovic betonte die Bedeutung der Kirchengemeinden in der Welt als den bestorganisierten Teil der serbischen Diaspora. Er fügte hinzu, dass die Arbeit des Diaspora-Ministeriums ohne die Unterstüzung der SOK undenkbar wäre. Der Minister sagte, er werde sich dafür engagieren, dass der Staat seine bisherige Diasporapolitik verändere. Die Diaspora sei in der Vergangenheit häufig vernachlässigt worden, so Sreckovic. Er würde sich auch für die Verabschiedung des Diaspora-Gesetzes stark machen, sagte der Minister. Durch dieses Gesetz sollen die Strategie des Staates den Auslandsserben gegenüber langfristig definiert, die Rückkehr von jungen Experten ermöglicht und die Vorausstzeungen zu wirtschaftlichen Investitionen verbessert werden. Auch solle das neue Gesetz zur Erhaltung der serbischen Sprache und Lösung der Probleme von serbischen Staatsangehörigen im Ausland beitragen.

Metropolit Amfilohije von Montenegro lobte die bisherige Arbeit des Ministeriums und betonte, dass der Staat Serbien die Pflicht habe, sich um seine Bürger zu kümmern, ungeachtet dessen, wo sie sich befinden. Der Stellvertreter des Patriarchen fügte hinzu, dass die Serben die Zugehörigkeit zu ihrer Heimat fühlen müssen, weil sie sonst die Verbindung zur serbischen Kultur, zur Religion, den Bräuchen und der Sprache ihres Landes verlieren würden. „Das Diaspora-Ministerium, das eine sehr schwere und bedeutende Rolle in der Wahrung unserer Identität in der Welt und der Verbindung des Mutterlandes mit der Diaspora spielt, wird in der Serbischen Orthodoxen Kirche einen ständigen Partner und Mitarbeiter haben“, sagte der Metropolit wörtlich. Er gab seinen Segen für alle Vertreter des Ministeriums und für ihre künftigen Aktivitäten sowie für die Arbeit im Bereich der Erhaltung und Pflege von Kontakten mit Bürgern Serbiens, die im Ausland leben.

Russischer Botschafter bei Patriarch Pavle

(BELGRAD) Der Botschafter der Russischen Föderation in Serbien, Alexander Konusin, hat in Begleitung von Erzpriester Vitalij Tarasjev von der Vertretung der Russischen Orthodoxen Kirche in Belgrad am vergangenen Freitag den Serbischen Patriarchen Pavle I. im Belgrader Militärkrankenhaus besucht. Botschafter Tarasjev überbrachte dabei dem Patriarchen die Grüße des russischen Volkes sowie des Patriarchen Alexei II. von Moskau und Ganz Russland. Auch wünschte der Diplomat dem Oberhaupt der SOK gute Gesundheit und geistige Kraft. Der russische Botschafter in Belgrad betonte, dass er durch seine Arbeit in Belgrad alles für die Festigung und Förderung der Beziehungen der beiden Völker tun werde. Patriarch Pavle gab dem Botschafter den Segen für seine verantwortungsvolle Aufgabe.

Das Oberhaupt der SOK befindet sich seit mehreren Monaten im Krankenhaus, ist sich aber offensichtlich auf dem Weg der Genesung.

Gebet für das neue Schuljahr

(BELGRAD) In der Belgrader Hl.-Markuskirche fand am vergangenen Sonntag nach der Hl. Liturgie ein Dankgebet und die Anrufung des Heiligen Geistes anlässlich des Schuljahrbeginns. Die Gottesdienste zelebrierte Bischof Atanasije von Hvosno, der Vikar des Serbischen Patriarchen Pavle. Danach wurde im Rahmen einer Pressekonferenz in der Krypta der Kirche einen Clip mit dem Titel „Alphabetlied“ vorgestellt, der mit dem Segen des Patriarchen und unter Aufsicht des Ausschusses für Religionsunterricht der Erzdiözese Belgrad-Karlovci gedreht worden war. Den Text des Liedes hatte der emeritierte Bischof Atanasije von Zahumlje-Herzegowina verfasst, die Musik schrieb Dragana Popovic. Im Clip singt unter anderem auch der Kinderchor der Kirche des Hl. Sava in Belgrad.

Neue Kirche in Montenegro

(CETINJE) Montenegro hat ein orthodoxes Gotteshaus mehr. Am vergangenen Sonntag weihte Metropolit Amfilohije von Montenegro eine den Hl. Neumärtyrern gewidmete Kirche auf dem Berg Pardus in der montegrinischen Region Ljesani und zelebrierte dort im Anschluss die Hl. Liturgie. In seiner Ansprache sagte der hochranigste Vertreter der SOK in Montenegro, dass die Kirche von Pardus „ganz im Zeichen des Martyriums, das heißt des Bezeugens der Wahrheit Gottes, der Gerechtigkeit Gottes“ stehe. Das heiße, das sie im Zeichen der Güte, der Liebe und des Namen Gottes stehe, fügte er hinzu.

Bischof Joanikije von Budimlje-Niksic und der Studentenchor in Kalifornien

(BERANE, MONTENEGRO / JACKSON, KALIFORNIEN) Der serbische orthodoxe Bischof Joanikije von Budimlje-Niksic (Montenegro) und der Studentenchor der Orthodoxen Theologischen Fakultät der Universität Belgrad befinden sich in Kalifornien, wo sie bei der Serbischen Orthodoxen Diözese von Westamerika zu Gast sind. Unter anderem fanden feierliche Gottesdienste in Sacramento, Platina, Jackson statt. Gäste aus Belgrad nahmen auch an der Feier der Diözesantage in der Mission des Hl. Sava in Jackson teil. Der orthodoxe Studentenchor aus Belgrad gab in der russischen Gottesmutter-Kathedrale in Jackson ein Konzert, dem neben serbischen orthodoxen Bischöfen auch Prinz Aleksandar und Prinzessin Katarina von Jugoslawien beiwohnten.

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