Berlin ergänzt seine zunehmenden Auslandsinterventionen

Newsletter vom 04.09.2008 – Interventionsforschung

BERLIN (Eigener Bericht) – Berlin ergänzt seine zunehmenden
Auslandsinterventionen um ein eigenes Institut zur
Interventionsforschung. An einem “Sonderforschungsbereich 700″ der
Freien Universität Berlin untersuchen Nachwuchswissenschaftler
Voraussetzungen und Möglichkeiten politisch-militärischer Eingriffe
rund um den Globus. Die Forschungsarbeit findet in Kooperation mit
Regierungsberatern statt und wird mit Millionenbeträgen aus
staatlichen Haushalten finanziert. Besonderes Interesse gilt den
ressourcenreichen Ländern des Südens, die zu “Räumen begrenzter
Staatlichkeit” erklärt und damit westlicher Einmischung preisgegeben
werden. Zielgebiete der Berliner Interventionsforscher sind unter
anderem rohstoffreiche Provinzen in der Demokratischen Republik Kongo
(Nord-Kivu, Katanga), aber auch das von der NATO besetzte Afghanistan
sowie Georgien. Bei der Analyse von Interventionstechniken geht der
“Sonderforschungsbereich” unter anderem der Frage nach, inwieweit sich
Staaten wie etwa Georgien mit Hilfe sogenannter
Nicht-Regierungs-Organisationen “verdeckt steuern” ließen und
inwieweit unmittelbare “externe Eingriffe” notwendig seien.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57325

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