BERLIN/BRÜSSEL/MOSKAU – sa zahtevom Brissela i Berlina da Rusija revidira svoju odluku zaostrava se kriza

Newsletter vom 02.09.2008 – Zwei Seiten einer Medaille

BERLIN/BRÜSSEL/MOSKAU (Eigener Bericht) – Mit der Entsendung von bis
zu 200 Beobachtern nach Georgien verschärfen Berlin und die EU den
Druck auf Moskau. Russland müsse seine Truppen zurückziehen und die
Anerkennung der Sezession Südossetiens und Abchasiens rückgängig
machen, heißt es nach dem gestrigen Brüsseler Gipfeltreffen. Die EU
kündigt an, mit umfangreichen Finanzierungsprogrammen die Einbindung
Georgiens in ihre Peripherie voranzutreiben; dadurch wird das Land als
westlicher Frontstaat gegen den Kreml gestärkt. Weitere Provokationen
bleiben auf Druck der deutschen Industrie derzeit aus. Vertreter der
deutschen Wirtschaft weisen darauf hin, dass der Osthandel in den
vergangenen Jahren die Geschäfte mit den Vereinigten Staaten weit
hinter sich gelassen hat und sogar zur maßgeblichen „Wachstumsstütze“
für die deutsche Ökonomie avanciert ist – eine Kräfteverschiebung, die
nach Ansicht deutscher Manager jetzt berücksichtigt werden muss. In
regierungsnahen Medien ist von einer „Doppelstrategie“ die Rede:
Drohpolitik gegenüber Moskau bei gleichzeitiger Wirtschaftskooperation
- ganz nach dem Modell der antisowjetischen Politik der 1970er Jahre.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57323

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