SOK AKTUELL
Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa
28. August 2008
Neue Kirche im Kosovo-Metohija geweiht
Kosovo: Serbische Dörfer 20 Tage ohne Wasser
Serbien: Klöster bekommen 2.700 Hektar zurück
Bischöfe der SOK zu Besuch bei Patriarch Pavle im Krankenhaus
Treffen von kirchlichen Radiosendern in Serbien
Schüler aus Kosovo-Metohija in Russland
Römisch-katholischer Bischof von Stockholm zu Besuch bei der SOK
SOK und bosnisches Verteidigungsministerium unterzeichen Versorgungsabkommen
Italienische Gäste im Serbischen Patriarchat
SOK fordert Rückgabe des Priesterseminargebäudes in Sarajevo
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Neue Kirche im Kosovo-Metohija geweiht
(KLOSTER GRACANICA) Im Dorf Prilezje bei Obilic im Kosovo-Metohija wurde am Mittwoch vergangener Woche – dem Tag der Verklärung des Herrn nach Julianischem Kalender – eine neue Kirche geweiht, die diesem Hochfest gewidmet ist. Die Weihe vollzog der Diözesanbischof Artemije von Raszien-Prizren unter Konzelebration von Priestern und Mönchen seiner Diözese. Anwesend waren mehr als Tausend Gläubige, so dass die Hl. Liturgie im Anschluss an die Weihe vor der Kirche zelebriert werden musste. Auch der Minister für Kosovo-Metohija in der Regierung Serbiens, Dragan Bogdanovic, nahm an der Weihe und der Hl. Liturgie teil.
Die Kirche der Verklärung des Herrn in Prilezje wurde mit Unterstützung des serbischen Staates über das Ministerium für Kosovo-Metohija errichtet. Maßgeblich wurde der Bau durch Dragan Radakovic aus Obilic unterstützt. Radakovic erhielt auf Vorschlag von Bischof Artemije von Raszien-Prizren den Orden des Hl. Sava I. Klasse vom Hl. Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK). Er hatte sich zuvor am Bau und Wiederaufbau von mehreren serbischen orthodoxen Kirche beteiligt. Das Ministerium für Kosovo-Metohija sowie Unternehmen und Privatspender, die den Bau unterstützt haben, bekamen Dankurkunden.
Kosovo: Serbische Dörfer 20 Tage ohne Wasser
(KLOSTER VISOKI DECANI) Laut einer Meldung von KiM Radio haben die Dörfer Susica und Badovac nahe Gracanica im Kosovo-Metohija seit mehr als 20 Tagen kein Wasser. Das Leben der Menschen in diesen serbischen Dörfern werde noch zusätzlich durch häufige Stromausfälle erschwert. Die Einwohner berichten, dass ihre Meldungen bei den zuständigen kosovarischen Behörden nicht berücksichtigt würden. Die 80-jährige Jovanka Grbic berichtet, dass sie einen solchen Zustand in der Gegend noch nicht erlebt habe. Laut Meldung von KiM Radio ist die Wasserqualität seit Jahren nicht getestet worden, so dass Ausbrüche von ansteckenden Krankheiten möglich seien. Serbische Mitarbeiter der Wasserverwaltung Pristina sagen, dass sie in dieser Angelegenheit ohnmächtig seien, weil alle Anlagen in den Händen der Kosovarischen Wassergesellschaft liegen.
Serbien: Klöster bekommen 2.700 Hektar zurück
(BELGRAD / POZAREVAC) Die demokratische Regierung Serbiens hält sich offenbar an ihre Versprechen in Sachen Restitution: Am Mittwoch wurden ganze 2.700 Hektar Wald, die nach dem II. Welkrieg verstaatlicht worden waren, an die Klöster der Diözese Branicevo (Ostserbien) zurückgegeben. Es handelt sich um eines der größten laufenden Restitutionsverfahren. Die Diözese erwartet noch die Rückgabe von rund 4.000 Hektar Wald.
Der Direktor des öffentlichen Unternehmens „Srbijasume“, Vladan Zivadinovic, sagte für den Sender B92, dass die Fläche der gesamten Güter, die an die Kirche zurückzugeben seien, über 30.000 Hektar betrage. Zivadinovic erklärte, dass sein Unternehmen mit der Diözese Branicevo ein Abkommen über Forstverwaltung bis Ende des Jahres schließen werde. Es sei notwendig, dass gewisse Voraussetzungen zur Forstwirtschaft erfüllt werden, bevor eine entgültige Übergabe stattfinden könne.
Diözesanbischof Ignjatije von Branicevo zeigte sich mit dem Abkommen zufrieden. Er sagte, dass die SOK nicht nur Wälder, sondern auch anderes Eigentum zurückfordere.
Die Restitution in Serbien ist zurzeit nur im Fall der Kirchen und Glaubensgemeinschaften gesetzlich geregelt. Die Rückgabe von dem nach dem Zweiten Weltkrieg enteigneten Eigentum soll durch ein besonderes „Gesetz über die Denationalisation“ geregelt werden. Bisher wurden bei der zuständigen Retsitutionsbehörde insgesamt 75.000 Anträge auf Restitution gestellt. Der Leiter der Behörde, Vladimir Todorovic, sagte, er schätze, dass fast eine halbe Million Menschen in Serbien die Restitution erwarte.
Bischöfe der SOK zu Besuch bei Patriarch Pavle im Krankenhaus
(BELGRAD) Nach der Hl. Liturgie in der Kapelle des Serbischen Patriachates in Belgrad besuchte Metropolit Amfilohije von Montenegro am vergangenen Montag den Serbischen Patriarchen Pavle I. im Belgrader Militärkrankenhaus. Der Patriarch empfing vom Metropoliten die Hl. Kommunion. In Begleitung des Metropoliten befanden sich noch Bischof Joanikije von Budimlje-Niksic (Montenegro) sowie Bischof Teodosije von Lipljan, Vikarbischof der Diözese von Raszien-Prizren und Abt des Klosters Decani (Kosovo-Metohija).
Die Ärzte des Militärkrankenhauses, in welchem der Patriarch seit mehreren Monaten liegt, berichteten indessen, dass der Gesundheitszustand des Patriarchen „stabil mit normalen Werten der Lebensfunktionen“ sei. Das Oberhaupt der SOK verbringe den Tag im Sitzen, lese, spreche, nehme Medikamente ein und „arbeite bei der Physiotherapie mit“, heißt es im letzten Ärztebericht.
Treffen von kirchlichen Radio-Sendern in Serbien
Am vergangenen Donnerstag haben sich im Kloster Prohor Pcinjski in der Diözese Vranje, Südostserbien, Vertreter von neun Rundfunksendern der SOK im Rahmen einer Tagung getroffen. Es wurde über rechtliche Grundlagen im Bereich Runfunk und Fernsehen gesprochen, sowie über die Programme und das Verhältnis der kirchlichen Mission zur öffentlichen Meinung. Im Rahmen der Tagung war auch ein Besuch beim Sender Iskon in der Diözese Vranje geplant.
An der Tagung nahmen Vertreter der Sender Slavoslovlje aus Subotica, Blagovesnik aus Sombor, Tavor aus Backa Palanka, Beseda aus Novi Sad (alle vier aus Vojvodina, Nordserbien), Zlatousti aus Kragujevac (Sumadija, Mittelserbien), Glas aus Nis (Südserbien), Mileseva aus Prijepolje (Südwestserbien), Istocnik aus Valjevo (Westserbien) und Iskon aus Vranje. Organisiert wurde die Tagung von der Diözese Vranje.
Schüler aus Kosovo-Metohija in Russland
(ST. PETERSBURG) Eine Gruppe von sechsunddreißig serbischen Schülern aus Kosovo-Metohija verbringt die zweite Augusthälfte in St. Petersburg. Dort besuchen die Schüler mehrere Klöster und Kulturstätten. Das zentrale Ereignis der Reise war die Feier des Jubiläums des Valaam-Klosters der Verklärung des Herrn auf dem Ladogasee am 19. und 20. August. Der Feier wohnten auch die wichtigsten Vertreter des russischen Staates bei.
Römisch-katholischer Bischof von Stockholm zu Besuch bei der SOK
(BELGRAD) Am vergangenen Dienstag besuchte eine hochrangige Delegation der Römisch-katholischen Kirche in Schweden das Serbische Patriarchat. Die schwedische Delegation, die von Bischof Anders Arborelius von Stockholm angeführt wurde, empfing Metropolit Amfilohije von Montenegro. Auch der serbische orthodoxe Bischof Dositej von Großbritannien und Skandinavien nahm am Treffen teil. Die Vertreter der beiden Kirchen sprachen über die Probleme der säkularen Gesellschaft. Im Anschluss an das Gespräch besuchten die Gäste aus Schweden die Kathedrale von Belgrad und das Museum der SOK.
SOK und bosnisches Verteidigungsministerium unterzeichen Versorgungsabkommen
(BELGRAD) Metropolit Amfilohije und Montenegro hat mit dem Segen des Serbischen Patriarchen Pavle I. ein Abkommen über die Versorgung des orthodoxen Seelsorge-Büros im Verteidigungsministerium von Bosnien-Herzegowina mit dem Stelvertretenden Verteidigungsminister dieses Landes, Igor Crnadak, unterzeichnet. Das Versorgungsabkommen bezieht sich auf liturgische Gegenstände und die Organisation von Pilgerreisen von orthodoxen Gläubigen, die im Verteidigungsministerium und den Streitkräften von Bosnien-Herzegowina tätig sind.
Italienische Gäste im Serbischen Patriarchat
(BELGRAD) Metropolit Amfilohije von Montenegro hat am Dienstag in der Belgrader Kathedrale Vertreter des „Internationalen Entwicklungsvolontariats“ aus Italien empfangen, die sich anlässlich der Welterziehungswoche 2008 in Belgrad befinden. Der Metropolit hieß die italienischen Gäste willkommen und segnete ihre Bemühungen im Bereich der Erziehung und der Pädagogik. Der Stellvertreter von Patriarch Pavle betonte, dass er sich schon lange mit der christlichen Erziehung beschäftige und zum geistigen Aspkt der Pädagogik beitrage.
Metropolit Amfilohije von Montenegro war ordentlicher Professor am Lehrstuhl für Christliche Pädagogik der Theologischen Fakultät in Belgrad.
SOK fordert Rückgabe des Priesterseminargebäudes in Sarajevo
(SARAJEVO) Der Vertreter der SOK im Interreligiösen Rat von Bosnien-Herzegowina, Bischof Vasilije on Zvornik-Tuzla, hat nachdrücklich die Rückgabe des enteigneten Gebäudes des orthodoxen Priesterseminars in Sarajevo an die SOK gefordert. Er sagte, dass er aus dem Rat austreten würde, wenn das Gebäude bis zur nächsten Sitzung nicht geräumt werde. Das Gebäude, in welchem derzeit die Fakultät der Wirtschaftswissenschaften haust, solle vollständig geräumt werden, so der Bischof: Das Gebäude sei Eigentum der SOK, die seit 1991 einen Rückgabebescheid habe. Sollte die Regierung des Kantons Sarajevo dieser Forderung nicht nachkommen, werde Bischof Vasilije als Vertreter der SOK, seine Teilnahme in der Arbeit des Interreligiösen Rates von Bosnien-Herzegowina „einfrieren“. Der Interreligiöse Rat arbeite „schwach“, so der Bischof. Er betonte, dass die religiösen Gemeinschaften in der Republik Srpska, dem serbischen Teil von Bosnien-Herzegowina, die Möglichkeit haben, sich an die Direktion für Religionsfragen zu wenden, während es auf der Ebene von Bosnien-Herzegowina keine ähnliche Institution gebe. „Wir möchten, dass alle religiösen Gemeinschaften in Bosnien-Herzegowina gleichberechtigt werden“, sagte Bischof Vasilije und fügte hinzu, die SOK fordere keine privilegierte Stellung, möchte aber auch nicht diskriminiert werden. Das gelte nicht nur für Sarajevo, sondern für die Föderation Bosnien-Herzegowina, den kroatisch-muslimischen Landesteil, insgesamt.
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