Die deutschen Energiekonzerne intensivieren ihren Zugriff auf die globalen Erdgasreserven

Newsletter vom 18.08.2008 – Zentraler Zukunftsmarkt

ESSEN/MALABO/ABUJA (Eigener Bericht) – Die deutschen Energiekonzerne
intensivieren ihren Zugriff auf die globalen Erdgasreserven und
erreichen die Küsten Westafrikas. Wie ein Vorstandsmitglied der
Essener Eon Ruhrgas AG bestätigt, steigt das Unternehmen in die
Flüssiggasproduktion in Äquatorialguinea und Nigeria ein. Flüssiggas
(Liquefied Natural Gas, LNG) wird per Schiff transportiert; seine
Herstellung wird mit Hochdruck gefördert, um die Abhängigkeit von
russischen Pipelinelieferungen zu vermindern. Das in Europa kaum
bekannte Äquatorialguinea, ein autoritär geführter Staat, und Nigeria
besitzen umfangreiche Vorräte und werden von der internationalen
Konkurrenz stark umworben. Dabei gilt vor allem Nigeria als riskantes
Einsatzgebiet: Förderanlagen westlicher Konzerne werden von
Aufständischen bedroht, schon jetzt kommt es immer wieder zur
Entführung westlichen Firmenpersonals. Der Rohstoffausbeutung folgt
die Bundeswehr. Die deutsche Kriegsmarine hat bereits an Manövern vor
der nigerianischen Küste teilgenommen. Erklärtes Ziel: Eingriffe zum
Schutz von Energiekonzernen.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57309

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